Horror-Funde an Halloween: Österreichs Ermittler in Kontakt mit Deutschland

Wien - Die schlechten Nachrichten rund um Halloween reißen einfach nicht ab: Nachdem in ganz Deutschland vermehrt metallische Gegenstände in Süßigkeiten gefunden worden waren, schaltete sich nun auch Österreich ein - dort gab es ähnliche Fälle. Zusammen mit anderen Ländern wollen sie den Verbrechern den Kampf ansagen.

In mehreren Bundesländern Österreichs wurden Metallgegenstände in zu Halloween gesammelten Süßigkeiten gefunden. Fälle wurden aus Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark gemeldet.  © Unbekannt/LPD STEIERMARK/APA/dpa

Wie TAG24 bereits berichtete, wurden in den vergangenen Tagen mehrere Horror-Naschereien sichergestellt. So entdeckte ein zehnjähriges Mädchen aus dem südhessischen Trebur beispielsweise bei dem Genuss ihres Lutschers eine versteckte Sicherheitsnadel. Ähnliches spielte sich in Allendorf (Lumda) ab.

Dort fand ein gleichaltriges Kind ebenfalls einen spitzen Gegenstand in einem Schokoladenriegel. Die grausamen Aktionen in der Bundesrepublik blieben nicht ohne Folgen: Im niedersächsischen Bremervörde verletzte sich ein Junge (9) an einer fünf Zentimeter langen Stecknadel.

Wie nun der österreichische Sender ORF berichtet, ereigneten sich ebenfalls identische Fälle im Nachbarland. So entdeckte beispielsweise ein 28-jähriger Vater in den gesammelten Halloween-Süßigkeiten seines Kindes Nadeln in den Kaubonbons und Schokoladenriegeln. Auch die Steiermark meldete präparierte Süßwaren.

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Wie das österreichische Bundesministerium jetzt mitteilte, traten zuständige Behörden mit Deutschland und internationalen Behörden in Kontakt. Im Zuge dessen wurde eine Ermittlungsgruppe namens "Treats" im Bundeskriminalamt in Wien gegründet.

"Wenn man Süßigkeiten oder Geschenke präpariert, ist das nicht nur feig und hinterhältig, sondern auch lebensbedrohlich. Daher werden wir alles tun, um diese Verbrechen mit allem Nachdruck aufzuklären", betonte Österreichs Innenminister, Gerhard Karner (58). Weitere Fälle soll es unter anderem in Ungarn und Kanada geben.

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Die österreichische Polizei steht unter anderem mit den deutschen Behörden in Kontakt.  © Matthias Röder/dpa

Waren die Täter etwa online vernetzt?

Gerald Tatzgern, der Ermittlungschef des österreichischen Bundeskriminalamtes.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Laut Gerald Tatzgern, Ermittlungschef des österreichischen Bundeskriminalamtes, sei nicht auszuschließen, dass sich die Süßigkeiten-Täter in den sozialen Medien über ihre Taten vernetzt hätten.

"Diese perfiden Taten erfordern entschlossenes Vorgehen", betonte Andreas Holzer, Bundeskriminalamt-Direktor. Sobald es mehr Informationen gebe, werde die Bevölkerung umgehend benachrichtigt.

Anlässlich der zahlreichen Horror-Funde appellierte die Polizei an die Menschen, weiterhin achtsam zu bleiben. Süßigkeiten sollen sorgfältig kontrolliert werden.

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Ein Hinweis auf versteckte Metallgegenstände könnten beispielsweise beschädigte Verpackungen sein.

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