Washington D.C. (USA) - Ermittlern ist es gelungen, Sebastián Enrique Marset Cabrera (34) - auch bekannt als "Pablo Escobar der Neuzeit" - festzunehmen und in die USA zu überführen.
Vor gut einem Jahr wurde Marset von der Drug Enforcement Administration (DEA) auf die Liste der meistgesuchten Flüchtigen gesetzt. Am Freitag konnte er in Bolivien festgenommen und in die USA ausgeliefert werden, wie die DEA am Samstag mitteilte.
Der Bolivianische Präsident Rodrigo Paz Pereira (58) jubelte in einem Beitrag auf X kurz nach der Festnahme: "Dies ist nicht die Geschichte eines Verbrechers, der fällt. Es ist die Geschichte eines Staates, der zu funktionieren beginnt."
Der aus Uruguay stammende Drogenbaron muss sich nun wegen des Handels mit Kokain sowie wegen Geldwäsche vor der US-Justiz verantworten.
Von Südamerika aus soll Marset tonnenweise Kokain nach Europa verschifft haben, hauptsächlich nach Belgien, Portugal oder in die Niederlande. Seine kriminell erwirtschafteten Drogen-Millionen soll er dann über US-Banken gewaschen haben.
Wie viel Macht Merset hatte, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2021. Damals wurde er in Dubai verhaftet, nachdem er mit einem falschen Pass gereist war. Während er einsaß, erhielt er von uruguayischen Behörden offizielle Ausweispapiere und durfte wieder gehen.