Luftwaffe-Kadetten sollen bei Ausbildung Kurven fliegen: Das Ergebnis sorgt für einen Skandal
Finnland - Das ist ein dickes Ding! Reserveoffiziere der finnischen Luftwaffe sorgten bei Trainingsflügen in der vergangenen Woche für einen Skandal. Die Pilotenanwärter machten sich einen Spaß in der Luft und flogen penisähnliche Routen.
Beim Trackingdienst "Flightradar" ließen sich die Manöver der Kadetten wunderbar nachverfolgen, machten in den sozialen Medien schnell die Runde.
Finnlands Boulevardblatt Iltalehti berichtete als Erstes über den geschmacklosen Fluglehrgang vom 13. April.
Demnach seien mindestens zwei Schulflugzeuge des Typs Grob G 115 von ihrer Flugroute abgewichen. Flugdaten zeigen, dass die Maschinen gegen 7.30 Uhr in Tikkakoski in Mittelfinnland gestartet waren.
Die Luftwaffe habe die Ereignisse bestätigt, schrieb in einer E-Mail von einem "bedauerlichen Vorfall". Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, den Kadetten drohen Sanktionen.
Pilotenanwärter sollten Kurvenflüge üben - und nahmen den Auftrag offenbar sehr genau
Zur Form der Bestrafung wollte sich die Luftwaffe nicht äußern. Ein Sprecher teilte Finnlands öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt Yle lediglich mit: "Die Luftwaffe verlangt von ihren Soldaten, dass sie sich an gute Manieren und Verhaltensregeln halten, und wenn diese missachtet werden, wird entsprechend reagiert."
Eine Gefahr für den übrigen Flugverkehr sollen die obszönen Routen der Pilotenanwärter nicht dargestellt haben.
Zweck der Flüge sei es gewesen, Kurvenflüge innerhalb eines zugewiesenen Übungsgebiets zu üben. Dieses Gebiet sei nicht verlassen worden. Beim Anblick der Bilder haben die Kadetten auch flugtechnisch wohl nichts falsch gemacht.
Bei den genutzten "Grob G 115"-Maschinen handelt es sich übrigens um Zweisitzer deutscher Bauart. Laut finnischer Luftwaffe sei es üblich, dass alle angehenden Piloten der Streitkräfte ihre ersten Flugerfahrungen am Steuer des Schulfliegers machen.
Titelfoto: Montage: Screenshots/Flightradar24, Finnish Air Force

