Erst Fahrerflucht, dann Axt-Attacke: Deutscher greift in Polen Polizisten an

Wilkowo (Polen) - In Polen hat ein Deutscher (31) Polizisten mit einer Axt angegriffen.

Die polnische Polizei nahm den Deutschen (31) fest.
Die polnische Polizei nahm den Deutschen (31) fest.  © Policja Lubuska

Zu der Attacke kam es bereits am 7. Juni. Die Polizei der Woiwodschaft Lebus informierte am Montag in einer Mitteilung über den Vorfall.

Demnach machte am vergangenen Mittwoch ein Polizist aus der Stadt Świebodzin in seiner dienstfreien Zeit gerade mit seiner Frau und seinem kleinen Kind eine Fahrradtour, als sie ein Geräusch hörten, das durch einen Zusammenstoß zweier Autos verursacht wurde.

Einen Moment später bemerkte der Polizist einen verunglückten Wagen - und einen Mann, der sich von dem Fahrzeug entfernte. Der Beamte nahm sofort die Verfolgung des Autofahrers auf, der vermutlich den Unfall verursacht hatte und nun flüchten wollte.

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Während der Verfolgungsjagd durch die ganze Gemeinde gesellte sich ein Polizist einer Einsatzstreife zu dem Kollegen, der dem Deutschen bereits auf den Fersen war, und beide holten den Flüchtigen ein.

Doch der 31-Jährige griff die Polizisten plötzlich mit einer Axt an und versuchte, sie mit Drohungen zu zwingen, ihn in Ruhe zu lassen. Er sei dabei sehr aufgeregt gewesen, schrie und verhielt sich aggressiv. Dann habe er sogar angekündigt, die Polizisten zu töten.

Der Angreifer konnte jedoch mithilfe eines Reizgases überwältigt werden.

Jetzt droht dem Unfallverursacher eine hohe Strafe

Mit dieser Axt bedrohte der Beschuldigte die Polizisten.
Mit dieser Axt bedrohte der Beschuldigte die Polizisten.  © Policja Lubuska

Angaben, woher aus Deutschland der Täter stammt, machte die Polizei nicht.

Der Mann wird verdächtigt, unter dem Einfluss von Amphetamin den Verkehrsunfall verursacht zu haben.

Wegen des Angriffs auf die Polizisten mit einer Axt droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

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Für den Versuch, die Beamten durch eine Drohung bei der Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeit zu beeinflussen, muss er mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

Für das Führen eines Fahrzeugs unter Einfluss eines Rauschmittels könnte der Beschuldigte zudem mit zwei Jahren Haft bestraft werden.

Offenbar hatte der deutsche Autofahrer einen Unfall gebaut. Er flüchtete vom Unglücksort.
Offenbar hatte der deutsche Autofahrer einen Unfall gebaut. Er flüchtete vom Unglücksort.  © Policja Lubuska

Der Mann wurde vorübergehend für drei Monate festgenommen.

Titelfoto: Policja Lubuska (2)

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