Privatjets, Diplomatenpässe, Bargeld: Menschenhändler-Bande zerschlagen!

Brüssel (Belgien) - Menschenschmuggel mit Privatflugzeugen und gefälschten Diplomatenpässen: Polizeikräfte aus Deutschland, Belgien und vier anderen Ländern haben in einer gemeinsamen Aktion einen Menschenschmuggler-Ring zerschlagen.

Die belgische Polizei hat eine Menschen-Schmugglerbande zerschlagen. Die Kriminellen brachten Menschen mit gefälschten Pässen mit Privatjets nach Europa. (Symbolbild)
Die belgische Polizei hat eine Menschen-Schmugglerbande zerschlagen. Die Kriminellen brachten Menschen mit gefälschten Pässen mit Privatjets nach Europa. (Symbolbild)  © 123RF/kitleong

"Während der Operation wurden zwei Flugzeuge beschlagnahmt und fünf Personen festgenommen, davon zwei in unserem Land", teilte am Mittwoch die Polizei in Belgien mit, von wo aus die Ermittlungen geleitet wurden.

Den Verdächtigen wird Menschenschmuggel, Geldwäsche, Fälschung und Beteiligung an einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Sie kamen der Mitteilung zufolge am Mittwoch vor einen Haftrichter.

Die Organisation agierte demnach immer wieder nach gleichem Muster: In der Türkei stiegen Menschen mit gefälschten Diplomatenpässen in Privatjets ein. Die Kriminellen gaben der Polizei zufolge die Karibik als offizielles Ziel der Flugreise vor - doch stattdessen landeten die Flugzeuge auf EU-Boden.

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Die geschmuggelten Menschen hätten daraufhin ihre falschen Papiere zerstört und Asyl in der Europäischen Union beantragt.


Für 20.000 Euro gab es für die Klienten ein Rundum-sorglos-Paket

In diesen Jets transportierten die Menschenschmuggler ihre Klienten. 20.000 Euro verlangten sie dafür - pro Person.
In diesen Jets transportierten die Menschenschmuggler ihre Klienten. 20.000 Euro verlangten sie dafür - pro Person.  © Twitter/Federale Politie
Neben großen Mengen Bargeld konnte die Polizei auch diese Geldzählmaschinen sicherstellen.
Neben großen Mengen Bargeld konnte die Polizei auch diese Geldzählmaschinen sicherstellen.  © Montage: Twitter/Federale Politie

Die Menschenschmuggler sollen für ihre Operation zudem Hotels und Fluggesellschaften betrogen haben. Für den Schmuggel eines Menschen sollen die Kriminellen etwa 20 000 Euro verlangt haben, hieß es in der Mitteilung.

Die Basis der Organisation befand sich nach Angaben der Polizei in Belgien.

An der internationalen Aktion am Dienstag beteiligte sich Europol sowie Polizeikräfte aus Deutschland, Italien, Österreich, Belgien und Frankreich sowie aus den Vereinigten Staaten.

Titelfoto: Montage: 123RF/kitleong, Twitter/Federale Politie

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