"Admiral Nachimow": Russland will alten Atomkreuzer zurückholen

Moskau - Russland will seinen Atomkreuzer "Admiral Nachimow" aus Sowjet-Zeiten wieder regulär in See stechen lassen. Ein Comeback wird für dieses Jahr erwartet.

Der Atomkreuzer "Admiral Nachimow" steht vor seiner Rückkehr in den regulären Dienst. (Archivbild)
Der Atomkreuzer "Admiral Nachimow" steht vor seiner Rückkehr in den regulären Dienst. (Archivbild)  © Screenshot/X/@MrFrantarelli

Das nuklaer getriebene Schiff dürfte jedoch eher zu einem Prunkstück bei Paraden und einem Gegenstand propagandistischer Fernsehberichterstattung werden als zu einer wirklich einsatzfähigen Kampfeinheit, schreibt "Defence Express".

Nach einer langen Modernisierungsphase fanden im August 2025 erste Tests im Weißen Meer zur Überprüfung der Navigations- und Antriebssysteme statt.

Der dritte von vier Schlachtkreuzern der Kirow-Klasse war im Kalten Krieg gebaut und 1988 in Dienst gestellt worden. Nach fast einem Jahrzehnt führten knappe finanzielle Mittel infolge der wirtschaftlichen Lage Russlands jedoch dazu, dass die Nachimow für lange Zeit stillgelegt an einem Pier in Murmansk bleiben musste.

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In 2014 folgte die Wende: Eine Generalüberholung mit der Aufrüstung von Waffensystemen startete. Damit wurden die Voraussetzungen für die Nutzung von Marschflugkörpern wie der Hyperschallrakete 3M22 Zircon, Kalibr- und Oniks-Raketen sowie den S-400-Luftabwehrsystemen geschaffen.

Insgesamt sieben Jahre lang verzögerte sich die Fertigstellung. Zudem hinkt das Kriegsschiff trotz langer Modernisierungsdauer und hoher Kosten (rund 1,2 Milliarden Euro) den heutigen Anforderungen hinterher. Laut dem Magazin "GEO" fehlt etwa ein Schutzsystem zur Abwehr von Drohnen.

Titelfoto: Screenshot/X/@MrFrantarelli

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