Russlands Außenminister reagiert auf Drohnen-Vorwürfe: "Offenbar wollen die Deutschen wieder Krieg"

Von Friedemann Kohler

Moskau (Russland) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76) nennt die deutschen Vorwürfe gegen Moskau wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Flughafen in Leipzig den "Beginn eines echten Krieges".

Sergej Lawrow (76) hat auf die Drohnen-Vorwürfe der Bundesregierung mit harschen Worten reagiert.  © Sergei Ilnitsky/Pool EPA via AP/dpa

Dem russischen Staatsfernsehen sagte der Minister: "Leipzig, Flughafen (...) Da haben sie eine Drohne gefunden. Haben gesagt, dass es eine russische Drohne ist. Geklärt hat das niemand. Das ist genau genommen der Beginn eines echten Krieges."

Die deutschen Sanktionen wie die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Kulturinstituts in Berlin erinnerten ihn an den Beginn des Zweiten Weltkriegs, sagte Lawrow.

Offenbar wollten die Deutschen wieder Krieg, wurde er auf der Website der Nachrichtensendung "Westi" zitiert. Der russische Chefdiplomat ist für seine harte Wortwahl bekannt.

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Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine Drohne mit einem Sprengsatz in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs gefunden worden. Eine Explosion gab es nicht.

Später wurden zwei weitere Drohnen gefunden. Nach vier Wochen Prüfung schrieb die Bundesregierung Anfang September den versuchten Anschlag russischen Geheimdiensten zu.

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Berlin geht davon aus, dass Deutschland wegen seiner Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine Ziel verdeckter Operationen russischer Nachrichtendienste ist.

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