Zugriff an Grenze: Russischer Anschlag in Deutschland offenbar verhindert
Berlin/Belgrad - Beunruhigender Vorfall an der serbisch-ungarischen Grenze! Zwei mutmaßliche "Wegwerfagenten" sind dort von Spezialkräften gestellt worden. Sie hatten offenbar im Auftrag des russischen Geheimdienstes einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant.
Nach der Informationen der BILD soll ein Rüstungsstandort, der eine Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen den russischen Aggressor leistet, das Ziel gewesen sein.
Die deutschen Sicherheitsbehörden würden mit Hochdruck an der Aufklärung arbeiten, heißt es im Bericht. Demnach unterliege der Vorgang hoher Geheimhaltung und werde von den Innenministerien der Länder als "nicht abgeschlossenes nachrichtendienstliches Verfahren" behandelt.
Sowohl Hinweise deutscher Sicherheitsbehörden als auch befreundeter Nachrichtendienste hätten maßgeblich den Zugriff der serbischen Polizei Anfang Juni ermöglicht. Bei den Festgenommen soll es sich um bezahlte Handlanger des russischen Machtapparates unter Präsident Wladimir Putin (73) ohne Geheimdienst-Ausbildung handeln.
Den Recherchen zufolge gilt der vereitelte Anschlagsplan als erster Erfolg des neu gegründeten Abwehrzentrums Hybrid. "Wir sind regelmäßig Ziel hybrider Angriffe Russlands. Der russische Staat möchte unsere Gesellschaft destabilisieren, unsere Demokratie unterwandern und unsere Unterstützung für die Ukraine unterminieren", warnte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU).
Die Fälle von "Wegwerfagenten" häufen sich. Zuletzt war im April ein mutmaßlicher russischer Spion in Berlin festgenommen worden.
Titelfoto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa
