Sechs Touristen starben nach gepanschten Cocktails: Hostel öffnet wieder
Laos - Nach dem Tod mehrerer ausländischer Touristen in einem Backpacker-Hostel in Südostasien soll die Unterkunft nun erneut öffnen.
Die beiden Australierinnen Holly Morton-Bowles und Bianca Jones, beide 19 Jahre alt, starben im November 2024 während eines Urlaubs an einer Methanolvergiftung. Auch vier weitere Gäste des Nana Backpackers Hostels kamen durch den gepanschten Alkohol ums Leben.
Wie 9News berichtet, wurde das Hostel nach den tragischen Vorfällen zwischenzeitlich geschlossen, soll nun jedoch unter neuem Namen wiedereröffnet werden. Ein Schock für die Hinterbliebenen, die nicht nur den Verlust ihrer Liebsten verkraften müssen, sondern weiterhin um Aufklärung kämpfen.
Die trauernden Eltern der australischen Teenager fordern die lokalen Behörden auf, die Wiedereröffnung des Hostels zu verhindern, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. "Wir sind unglaublich enttäuscht, dass das Hostel möglicherweise wiedereröffnet wird", sagte Biancas Vater, Mark Jones, gegenüber dem Fernsehsender.
"Das Risiko, dass so etwas erneut passiert, ist sehr wahrscheinlich, weil sie offensichtlich ihre Vorgehensweise nicht geändert haben", ergänzt Hollys Vater Shaun.
Zehn Mitarbeiter des Hostels mussten eine Geldstrafe zahlen
Im Streben nach Gerechtigkeit haben die Familien von Holly und Bianca bislang nur wenige Antworten erhalten, da das Verfahren sehr undurchsichtig verläuft und sie kaum Informationen bekommen.
Die australische Regierung drängt weiterhin auf eine vollständige Aufklärung und auf transparente Ermittlungen.
Zehn Mitarbeiter mussten sich im Januar wegen Beweismittelvernichtung verantworten und eine Geldstrafe zahlen - allerdings nur im Zusammenhang mit dem Tod des 57-jährigen amerikanischen Rucksacktouristen James Louis Hutson.
Die Ermittlungen zu den anderen Todesfällen dauern weiterhin an.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Facebook/Anne-Sofie Coyman, Screenshot/Instagram/rikkeven, Screenshot/TikTok/Hol1yb19, Screenshot/Facebook/Bianca Jones, Facebook/Simone White, Patrick Pleul/dpa

