Sechs Touristen starben nach gepanschten Cocktails: Hostel öffnet wieder

Laos - Nach dem Tod mehrerer ausländischer Touristen in einem Backpacker-Hostel in Südostasien soll die Unterkunft nun erneut öffnen.

Zu den Toten gehören die Australierinnen Holly Bowles (†19, l.u.) und Bianca Jones (†19, l.o.), die Däninnen Anne-Sofie Orkild Coyman (†20, m.o.) und Freja Vennervald Sørensen (†21, m.u.) sowie die Britin Simone White (†28, r.).  © Bildmontage: Screenshot/Facebook/Anne-Sofie Coyman, Screenshot/Instagram/rikkeven, Screenshot/TikTok/Hol1yb19, Screenshot/Facebook/Bianca Jones, Screenshot/Facebook/Simone White

Die beiden Australierinnen Holly Morton-Bowles und Bianca Jones, beide 19 Jahre alt, starben im November 2024 während eines Urlaubs an einer Methanolvergiftung. Auch vier weitere Gäste des Nana Backpackers Hostels kamen durch den gepanschten Alkohol ums Leben.

Wie 9News berichtet, wurde das Hostel nach den tragischen Vorfällen zwischenzeitlich geschlossen, soll nun jedoch unter neuem Namen wiedereröffnet werden. Ein Schock für die Hinterbliebenen, die nicht nur den Verlust ihrer Liebsten verkraften müssen, sondern weiterhin um Aufklärung kämpfen.

Die trauernden Eltern der australischen Teenager fordern die lokalen Behörden auf, die Wiedereröffnung des Hostels zu verhindern, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. "Wir sind unglaublich enttäuscht, dass das Hostel möglicherweise wiedereröffnet wird", sagte Biancas Vater, Mark Jones, gegenüber dem Fernsehsender.

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"Das Risiko, dass so etwas erneut passiert, ist sehr wahrscheinlich, weil sie offensichtlich ihre Vorgehensweise nicht geändert haben", ergänzt Hollys Vater Shaun.

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Alle sechs Touristen starben an einer Methanolvergiftung. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Zehn Mitarbeiter des Hostels mussten eine Geldstrafe zahlen

Das gemeinsame Abenteuer im Südosten Asiens sollte unvergesslich werden für Bianca Jones und Holly Bowles - doch es endete tragisch, beide verloren ihr Leben.  © Bildmontage: Screenshot/TikTok/hol1yb19

Im Streben nach Gerechtigkeit haben die Familien von Holly und Bianca bislang nur wenige Antworten erhalten, da das Verfahren sehr undurchsichtig verläuft und sie kaum Informationen bekommen.

Die australische Regierung drängt weiterhin auf eine vollständige Aufklärung und auf transparente Ermittlungen.

Zehn Mitarbeiter mussten sich im Januar wegen Beweismittelvernichtung verantworten und eine Geldstrafe zahlen - allerdings nur im Zusammenhang mit dem Tod des 57-jährigen amerikanischen Rucksacktouristen James Louis Hutson.

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Die Ermittlungen zu den anderen Todesfällen dauern weiterhin an.

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