Spitzenkandidat legt kurz vor Wahl Koks-Beichte ab: "Habe früher auch mal ordentlich gefeiert"

Kopenhagen - Mit der Wahrheit zum Wahlsieg? Kurz vor der Parlamentswahl in Dänemark hat einer der Spitzenkandidaten seine Drogen-Vergangenheit offengelegt.

Alex Vanopslagh (34, l.) ist Spitzenkandidat der dänischen Partei "Liberal Alliance". (Archivfoto)
Alex Vanopslagh (34, l.) ist Spitzenkandidat der dänischen Partei "Liberal Alliance". (Archivfoto)  © Emil Nicolai Helms/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Alex Vanopslagh (34) ist Vorsitzender der liberalen Partei "Liberal Alliance" und fordert bei den vorgezogenen Wahlen am 24. März die Amtsinhaberin Mette Frederiksen (48) hinaus.

Während ein Wahlsieg der Liberalen angesichts der jüngsten Umfragen (circa elf Prozent) höchst unwahrscheinlich scheint, ist es ihrem international eher unbekannten Spitzenkandidaten immerhin gelungen, für Furore zu sorgen – allerdings im negativen Sinne.

So veröffentlichte Vanopslagh nach wachsendem Druck durch dänische Medien am Sonntag eine Stellungnahme auf Facebook, in der er zugab, früher Kokain konsumiert zu haben.

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"Ja, ich habe in meiner ersten Amtszeit als Parteivorsitzender Kokain probiert. Das ist höchstens ein- oder zweimal bei Feiern passiert – und natürlich nie während der Arbeit", schrieb der 34-Jährige.

Vanopslagh ist seit 2019 Vorsitzender seiner Partei.

Alex Vanopslagh spricht heute von Lebenswandel: "Bin der Erste, der nach Hause geht"

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) hofft am 24. März auf ihre Wiederwahl. (Archivfoto)
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) hofft am 24. März auf ihre Wiederwahl. (Archivfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Während er in jüngeren Jahren "auch mal ordentlich gefeiert" habe, sei sein Leben heute ein grundlegend anderes, ja gar "ungewöhnlich langweilig", so der Politiker weiter.

Vanopslagh schrieb: "Ich bin meistens der Erste, der vom Weihnachtsessen nach Hause geht. Und ich trinke selten viel, weil es mir den Schlaf raubt und ich gut auf mich achten möchte."

Nun hofft der Liberalen-Politiker, dass die Wähler ihm seine Sünden verzeihen, auch wenn er die Negativ-Schlagzeilen der dänischen Presse schon vor sich sehen könne: "Aber ich muss auch darauf vertrauen, dass die Dänen mich so beurteilen können, wie ich heute bin."

Titelfoto: Bildmontage: Emil Nicolai Helms/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

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