ISIS-Braut landet in syrischem Frauenlager: Nun will sie mit ihrem Sohn (3) zurück nach Hause!

Al-Hol - Vermisste ISIS-Braut taucht in Gefangenenlager auf! 2014 verschwand Nasra Abukar (24) als damals gerade Volljährige wie aus heiterem Himmel aus London. Nun wurde sie eher zufällig in einem syrischen Lager für Gefangene und Geflüchtete in Al-Hol gefunden - gemeinsam mit ihrem dreijährigen Kind.

Bilder aus dem Lager in Al-Hol. Hier sind neben Geflohenen auch gefangene IS-Frauen.
Bilder aus dem Lager in Al-Hol. Hier sind neben Geflohenen auch gefangene IS-Frauen.  © Maya Alleruzzo/AP/dpa

Sie war eine Zeit lang eine der gesuchtesten Frauen auf der britischen Insel: Nasra Abukar. Die damals 18-Jährige verschwand quasi über Nacht aus ihrem Elternhaus in Lewisham, von ihrem Wunsch, sich der Terrormiliz IS anzuschließen, bekam aus ihrem Umfeld niemand mit.

Nun, sechs Jahre später, ist die inzwischen 24-Jährige in einem kurdischen Lager im Nordosten Syriens unter 70.000 Weiteren wieder aufgetaucht.

Eine Vielzahl der dort lebenden Personen sind Frauen und Kinder.

Eine geschätzte Zahl von etwa 3000 solcher Frauen sind keine vom Krieg Vertriebenen, sondern, so wie auch im Fall von Nasra Abukar, Ex-Frauen oder -Geliebte von IS-Kämpfern und Dschihadisten, wie unter anderem die britische Sun mitteilt.

Wie die Times einst berichtete, heiratete sie nach ihrer Ausreise nach Syrien wohl den IS-Kämpfer Aseel Muthana, der ebenfalls aus Großbritannien in das umkämpfte Gebiet reiste.

Nasra Abukar verherrlichte Paris-Attentate via Social-Media

Beide sollen sogar zwei gemeinsame Kinder gehabt haben, wovon eines jedoch bei einem Bombenangriff ums Leben kam. Nur der Sohn Talha lebt nun mit seiner Mutter im Lager in Al-Hol.

Kaha Abukar, die Mutter der 24-Jährigen, meinte immer, ihre Tochter sei in England nie sonderlich religiös gewesen. Auch sie zeigte sich damals bestürzt, als Nasra auf ihren Social-Media-Kanälen unter anderem die Anschläge von Paris 2015 verherrlichte.

Zum Ehemann ihrer Tochter habe sie ebenso wie zu ihrem Kind kein Kontakt, sagt sie. Kontakt wolle sie dem Vernehmen nach auch nicht.

Die britische Regierung hat Nasra bereits die Staatsbürgerschaft entzogen. Sie habe jedoch inzwischen wohl signalisiert, wieder nach Großbritannien zurückkehren zu wollen.

Ein Vorhaben, was schwer vorstellbar scheint. Fraglich ist, was dann aus ihrem Kind wird.

Titelfoto: Maya Alleruzzo/AP/dpa

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