Camden (Arkansas, USA) - Ein rücksichtsloser Vater sorgt in den USA für Entsetzen. Nach einer riskanten Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich das Auto des Mannes überschlagen. Mit an Bord: seine vier Kinder!
"Als Vater kann ich nicht begreifen, dass Eltern sich zu rücksichtslosem Fahren entschließen, geschweige denn vor der Polizei fliehen, während ihre Kinder im Auto sitzen", so Oberst Mike Hagar von der Staatspolizei Arkansas.
Auslöser war laut Polizei eine Verkehrskontrolle am Sonntagnachmittag, dem 24. Mai dieses Jahres, in der Kleinstadt Camden - südwestlich der Hauptstadt Rock City. Anstatt anzuhalten, drückte der 28-jährige Tatverdächtige Tyrice Fletcher mit seinem Toyota Highlander offenbar das Gaspedal durch. Eine Jagd mit der Polizei begann.
Mit über 160 km/h soll Fletcher mit dem SUV aus der Stadt gen Süden gebrettert sein, mehrere Autos überholt und sein Gefährt mehrfach durch den Gegenverkehr gelenkt haben.
Nach einer längeren Hatz verlor der Bleifuß in einer Kurve anscheinend die Kontrolle. Dabei steuerte er den SUV neben der Straße durch einen Vorgarten, knallte gegen einen Lichtmast und überschlug sich. Das vier Monate alte Baby des Mannes wurde dabei aus dem Auto geschleudert!
Alle Kinder im SUV waren nicht älter als sechs Jahre
Laut Behörden nahmen Polizisten das Baby auf und befreiten drei weitere Kinder, alle unter sechs Jahre alt, aus dem Toyota. Schwer zu fassen: Anscheinend kamen alle Kinder lediglich mit leichten Verletzungen davon. Sie wurden im Krankenhaus behandelt.
Für den vorbestraften Tyrice Fletcher klickten die Handschellen, er kam in Gewahrsam. Im Unfall-SUV fanden Beamte eine manipulierte Schusswaffe sowie Cannabis.
Der 28-Jährige muss sich nun mehreren Anklagen stellen, darunter unerlaubter Waffenbesitz, schwere Flucht, Gefährdung von Minderjährigen sowie Fahren ohne Führerschein.
"Das Verhalten des Verdächtigen brachte vier unschuldige Opfer in Gefahr. Er hätte die Verfolgungsjagd jederzeit abbrechen können", so Polizeihautmann Rick Neill. "Wenn sich Kinder im Fahrzeug befinden, müssen die Täter entsprechend bestraft werden", sagte Oberst Mike Hagar.