Ohio (USA) - Was als harmlose Erkältung begann, endete für die einjährige Marlee auf der Intensivstation. Da das Kleinkind plötzlich heftig erbrach, tippten die Eltern zunächst auf eine normale Magen-Darm-Grippe. Erst, als sich das Aussehen des Mädchens drastisch veränderte, begann ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.
Wie das US-Magazin Newsweek berichtet, handelten die Eltern Erin Dimond und Jordan Dugger im letzten Moment instinktiv richtig: Als die Zunge der kleinen Marlee plötzlich tiefrot anlief und stark anschwoll, rasten sie sofort in die Notaufnahme.
Dort kippte die Situation schlagartig in pure Panik um. Das Thermometer zeigte lebensgefährliche 40,2 Grad Fieber und das Herz des Kindes raste mit unglaublichen 240 Schlägen pro Minute.
Binnen Sekunden war die kleine Familie von einem neunköpfigen Ärzteteam umstellt, das sofort um das Überleben der Einjährigen kämpfte.
Da die Mediziner die Ursache nicht sofort finden konnten, wurde Marlee umgehend auf die Intensivstation verlegt.
Die Schock-Diagnose bei der OP
Eine Not-Operation am Bauch brachte schließlich die Schreckensnachricht ans Licht: Marlees Bauchraum stand voller Flüssigkeit.
Die Laborwerte bestätigten eine hochgefährliche, invasive Infektion mit sogenannten A-Streptokokken – Bakterien, die normalerweise nur für eine Mandelentzündung sorgen, im Körper des Kleinkinds aber bereits eine lebensbedrohliche Entzündung ausgelöst hatten.
Doch damit nicht genug: Die Ärzte diagnostizierten zusätzlich das seltene Kawasaki-Syndrom, welches bereits die Herzkranzgefäße der kleinen Marlee angriff.
Wochenlang bangte die Familie im Krankenhaus, weil das Fieber trotz starker Antibiotika-Cocktails per Infusion einfach nicht sinken wollte. Erst nach einer Ewigkeit schlug die intensive Behandlung an.
Wie Instagram-Posts von Erin zeigen, geht es der kleinen Marlee heute zum Glück wieder gut, bleibende Schäden konnten verhindert werden.