Granate im Erdnussbutterglas: Kurioser Fund schockiert Sicherheitskräfte
Indianapolis (Indiana/USA) - Dieser Fund ließ selbst erfahrene Sprengstoffexperten staunen: Sicherheitsbeamte am Flughafen von Indianapolis entdeckten im Aufgabegepäck eines Reisenden zwei scharfe Rauchgranaten - eine davon hatte der Passagier in ein volles Glas Erdnussbutter gedrückt.
Als der Koffer die Gepäckkontrolle passierte, schlug die Scantechnik Alarm. Ein Aufsichtsbeamter und ein Sprengstoffspezialist öffneten das Gepäck, wie die US-Transportsicherheitsbehörde TSA berichtet.
Zunächst fanden sie eine Rauchgranate - doch laut den Röntgenbildern mussten es eigentlich zwei sein.
"Nachdem der gesamte Inhalt aus der Tasche entfernt worden war, dachte ich: Waren da nicht zwei Handgranaten drin?", erklärte Michael Dunphy, Sprengstoffexperte der TSA.
Erst nach einer gründlichen Durchsuchung wurde klar: Die zweite Granate steckte tief im Erdnussbutterglas.
Der langjährige Experte, der zuvor mehr als 20 Jahre als Kampfmittelbeseitiger bei der US-Marine tätig war, bezeichnete den Einsatz als den ungewöhnlichsten seiner letzten Jahre.
Die Flughafenpolizei wurde sofort hinzugezogen und der Passagier zurück zum Check-in-Schalter gebracht. Die Sicherheitskräfte wollten ausschließen, dass der Mann weitere verbotene Gegenstände bei sich hatte.
Nach Angaben der TSA erklärte der Reisende später, ein Freund habe ihm den Tipp gegeben, die Rauchgranaten in einem Glas Erdnussbutter zu verstecken, um sie durch die Gepäckkontrolle zu schmuggeln.
Die Rauchgranaten hätten sehr gefährlich werden können
Der Einsatz verlief ohne Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Indiana-TSA-Chef Aaron Batt betonte jedoch, dass die ungewöhnliche Versteckmethode sofort Misstrauen geweckt habe.
Selbst wenn keine böse Absicht bestanden habe, könne das Mitführen solcher Gegenstände lebensgefährliche Folgen haben. Im schlimmsten Fall hätte eine Rauchgranate durch den Kabinendruck ausgelöst werden und das Flugzeug mit Rauch füllen können.
Die TSA lobte ausdrücklich die Aufmerksamkeit ihrer Mitarbeiter. Täglich würden Tausende Gepäckstücke kontrolliert. Gerade deshalb sei es entscheidend, auch ungewöhnliche Verstecke zu erkennen und konsequent zu überprüfen.
Titelfoto: Montage: TSA
