Junge (5) flieht aus Horror-Haus: Dann finden ihn Autofahrer nackt auf der Straße
Pennsylvania (USA) - Am frühen Freitagmorgen sahen mehrere Autofahrer einen nackten, offenbar hilflosen Jungen (5) auf einer Straßenkreuzung im US-Bundesstaat Pennsylvania. Als die Ermittler das Elternhaus des Kindes aufsuchen wollten, fanden sie eine abscheuliche Szenerie vor.
Gegen 7.30 Uhr morgens klingelte bei den Beamten der Polizeistation Jonestown am 10. Juli das Telefon. Mehrere Autofahrer berichteten von einem Jungen ohne Kleidung, der orientierungslos auf einer Straßenkreuzung im Lebanon County umherirrte, heißt es in einem Bericht von "CBS News".
Noch bevor die Ordnungshüter die Straßenkreuzung erreichten, wurde der Fünfjährige von Passanten außer Gefahr gebracht. Zudem haben sie einen Krankenwagen gerufen, der den Jungen zur weiteren Untersuchung in ein nahe gelegenes Krankenhaus brachte.
Genauere Details zu seinem aktuellen Gesundheitszustand sind nicht bekannt, jedoch schafften die Beamten es, das Haus zu identifizieren, aus dem der Junge mutmaßlich geflohen war.
"Im gesamten Haus wurden Zustände wie bei einem Messie beobachtet: Überall lag Müll herum, Hunderte Fliegen flogen durch das Haus, und aufgrund der Unordnung war die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt", heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung der Pennsylvania State Police.
Weiter heißt es, dass die Polizei drei Personen im Haus vorläufig wegen Gefährdung des Kindeswohls festnehmen konnte.
So sah das Zimmer des Fünfjährigen aus
Laut einem Bericht von "People" erklärte die 21-Jährige unter Berufung auf eine eidesstattliche Erklärung, dass das Zimmer, in dem der Junge lebte, verbarrikadiert worden war.
Ein Babygitter wurde von außen am Türrahmen befestigt und anschließend mit etlichen Kabelbindern und Klebeband fixiert. Der Fünfjährige wurde durch ein kleines Tor gefüttert und musste oftmals wochenlang ohne ein Bad auskommen.
"An den Wänden und am Schlafzimmerfenster wurden Kotspuren festgestellt, ein Bett war zerrissen und mit Essensresten übersät", beschreibt die Polizei.
Die drei Verdächtigen befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam, da sie keine Kaution im Gefängnis von Lebanon County hinterlegen konnten.
Titelfoto: Fotomontage: Jill Pickett/The Times-Picayune/The New Orleans Advocate/AP/dpa, 123RF/sonelly

