Mega-Wintersturm in den USA: Mehr als eine halbe Million Haushalte ohne Strom
Von Denise Sternberg
Washington (USA) - Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über große Teile der USA und soll am Sonntag auch New York, Philadelphia und die Hauptstadt Washington entlang der US-Ostküste erfassen. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung kämpft mit den zunehmenden Folgen des extremen Winterwetters - laut Behörden also nahezu 190 Millionen Menschen.
Indes steigt die Zahl der Stromausfälle kontinuierlich: Landesweit waren in den frühen Stunden des Sonntages bereits mehr als 570.000 Haushalte ohne Strom, wie aus Angaben des Portals poweroutage.us hervorgeht.
Stark betroffen waren Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag begonnen hatte, darunter Texas, Mississippi und Louisiana.
Die andauernde extreme Kälte verhindere zunächst, dass Schnee und Eis schmelzen. Gleichzeitig stellten die Behörden am Sonntag möglicherweise "langanhaltende Stromausfälle" in einigen Landesteilen in Aussicht.
US-Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der wohl größten Winterstürme der letzten Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um, falls notwendig, deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können.
Übers Wochenende seien 14.000 Flüge gestrichen worden, berichtet indes CNN. Außerdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Straßenbedingungen teilweise gesperrt. Der Sender berichtete von mehreren Unfällen, etwa in Kentucky.
Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.
Titelfoto: dpa/AP | Alex Brandon
