ICE-Beamte töten Mann in Minneapolis: Gouverneur spricht von "entsetzlicher Schießerei"

Minneapolis (Minnesota/USA) - Beim rabiaten Vorgehen von amerikanischen Bundespolizisten im Zuge der Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump (79) sind in der Großstadt Minneapolis erneut Schüsse gefallen. Dabei kam laut US-Medien eine Person ums Leben.

Wieder ist eine Person den ICE-Beamten zum Opfer gefallen.
Wieder ist eine Person den ICE-Beamten zum Opfer gefallen.  © ROBERTO SCHMIDT/AFP

So teilte der städtische Polizeichef am Samstag mit, dass der von Bundesagenten getroffene Mann verstorben ist. Laut einem Krankenhausbericht, der den Tod bestätigte und der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) vorliegt, handelte es sich um einen 51-Jährigen.

Das US-Heimatschutzministerium erklärte gegenüber AFP, dass das Opfer bewaffnet gewesen sei, ohne weitere Details zu den Umständen des Vorfalls preiszugeben.

Minnesotas Gouverneur Tim Walz (61) verurteilte die Tat als "erneut entsetzliche Schießerei". Sein Bundesstaat habe "die Nase voll". Trump müsse den Einsatz der US-Einwanderungspolizei ICE beenden, fordert er.

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Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Im Internet zirkulierte aber ein Video, das einen durch Schüsse getroffenen Menschen zeigt. Zu sehen ist auch mindestens ein Polizist. Mehrere Schüsse sind zu hören. Die Authentizität des Clips konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Vor weniger als drei Wochen hatte ein ICE-Polizist in Minneapolis die unbewaffnete Autofahrerin Renée Good (†37) erschossen. Der Vorfall sorgt für Entrüstung und Proteste. Zuletzt löste dann die Festnahme eines fünfjährigen Jungen durch ICE-Beamte ebenfalls Empörung aus.

Titelfoto: ROBERTO SCHMIDT/AFP

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