USA - Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen 18-Jährigen wegen der mutmaßlichen Planung eines islamistisch motivierten Anschlags festgenommen.
FBI-Direktor Kash Patel (46) erklärte am Mittwoch unter Bezugnahme auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), der Mann stehe unter Verdacht, sich eine Waffe beschafft zu haben, "mit der er einen Anschlag mit zahlreichen Opfern zur Unterstützung des IS verüben wollte". Das FBI habe ihn jedoch festgenommen und seine Pläne vereitelt.
Der Verdächtige namens Sheikhdoon Abdullahi Mohamud wurde am Mittwoch einem Bundesrichter vorgeführt. In einem Anklagepunkt wird ihm vorgeworfen, wissentlich eine Schusswaffe und Munition entgegengenommen zu haben, um eine Terrorstraftat zu begehen.
Der zuständige Staatsanwalt von Minnesota, Daniel Rosen, erklärte, dem Mann würden "konkrete Schritte zur Planung der Ermordung unschuldiger Menschen im Namen des IS" zur Last gelegt.
Laut den Ermittlern hatte sich der Festgenommene im Zuge eines verdeckten Einsatzes ein Sturmgewehr vom Typ AK-47 sowie Munition von einem verdeckten Ermittler beschafft.
Der Verdächtige hatte demnach dem IS die Treue geschworen und plante einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum. Dabei soll er vorgehabt haben, dort 30 bis 60 Menschen zu töten. Das Ziel hatte er wegen seiner angeblich jüdischen Eigentümer ausgewählt.
18-Jähriger wollte vom IS inspirierte Anschläge nachahmen
Laut FBI hat der 18-Jährige seine Absichten in Hunderten seit 2024 ausgetauschten Nachrichten gegenüber einem FBI-Kontaktmann geäußert. Dazu gehörte auch ein Selfie-Video, in dem er dem IS die Treue schwor. Unter anderem sagte er darin, er wolle andere vom IS inspirierte Anschläge nachahmen.
Als Vorbilder nannte er demnach den Schusswaffenangriff im Homosexuellen-Club "Pulse" in Orlando im Bundesstaat Florida 2016 und den Anschlag auf eine jüdische Feier am Bondi Beach im australischen Sydney 2025.
In Orlando hatte damals ein Angreifer 49 Menschen erschossen und mehr als 50 weitere verletzt. Der Attentäter, der sich offenbar durch islamistische Propaganda im Internet radikalisiert hatte und dem IS die Treue schwor, wurde von der Polizei erschossen. Bei dem antisemitischen Angriff in Bondi Beach gehen die Behörden ebenfalls davon aus, dass die beiden Täter von der IS-Ideologie beeinflusst waren.