Vierfachmord in den USA: Verstörende Fotos vom Tatort durchgesickert

Moscow (USA) - Mehr als drei Jahre ist es her, seit vier Studenten im US-Bundesstaat Idaho kaltblütig ermordet wurden. Nun sind erschreckende Fotos vom Tatort aufgetaucht.

Bryan Christopher Kohberger (31) sitzt wegen vierfachen Mordes lebenslänglich hinter Gittern.  © Idaho State Police

Es sind fast 3000 bislang unveröffentlichte Aufnahmen, die einen grausigen Einblick in die Morde vom November 2022 geben.

Die Bilder wurden am Dienstag von der Polizeibehörde von Idaho auf deren Website veröffentlicht, dann aber schnell wieder entfernt, wie die Daily Mail berichtete.

Die verstörenden Fotos zeigen Blutspuren auf fast allen Oberflächen - Türen, Wänden, Möbeln, Matratzen, Bettlaken und Fußböden. Vor allem die Schlafzimmer der Studentenwohnung scheinen in einem einzigen Chaos versunken zu sein.

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Zu sehen sind auch die Habseligkeiten der Opfer, darunter Mobiltelefone, Laptops, Schuhe und mit Blut befleckte Kleidung. Andere Bilder zeigen verschmierte Fingerabdrücke auf einem weißen Nachttisch sowie Blut, das von den Wänden tropft.

Kaylee (†21), Madison (†21), Xana (†20) und Ethan (†20) wurden in der Nacht zum 13. November 2022 überfallen und ermordet. Als Täter gilt der frühere Kriminologie-Student Bryan Kohberger (31), der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

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Von der Polizei kurzzeitig veröffentlichte Tatort-Fotos zeigen das ganze Ausmaß des Verbrechens.  © Idaho State Police
Die vier Mordopfer aus Idaho: Kaylee Goncalves (†21, l.), Xana Kernodle (†20) und Ethan Chapin (†20, M.) sowie Madison Mogen (†21).  © Collage: Screenshots/Instagram/@kayleegoncalves, @xanakernodle, & @maddiemogen

Familie von Mordopfer meldet sich auf Facebook zu Wort

Kurz nachdem die Bilder geteilt wurden, veröffentlichte die verzweifelte Familie von Kaylee Goncalves eine Erklärung.

"Bitte seien Sie so freundlich und versuchen Sie, sich in die Lage der Angehörigen zu versetzen, und betrachten Sie die Bilder so, als wären es Ihre eigenen Angehörigen", heißt es in dem auf Facebook veröffentlichten Schreiben. "Mord ist keine Unterhaltung, und Tatortfotos sind keine Inhalte." Man habe als "Vorwarnung" lediglich ein kurzes Telefonat erhalten, dass die Bilder veröffentlicht würden.

Warum die Bilder zunächst hochgeladen und dann wieder von der Website der Behörde gelöscht wurden, blieb zunächst unklar.

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