Verdächtige fliehen mit Luxus-Mercedes und lassen ihn dann im Wald zurück

Melk (Österreich) - Eine filmreife Verfolgungsjagd mit einem Luxus-Boliden erlebten jetzt die Beamten der niederösterreichischen Polizei.

Mehrere Bäume stoppten das Mercedes-Coupé, nachdem der Fahrer die Autobahn spektakulär verlassen hatte.
Mehrere Bäume stoppten das Mercedes-Coupé, nachdem der Fahrer die Autobahn spektakulär verlassen hatte.  © Landespolizeidirektion Niederösterreich

Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, passierte sie bereits am vergangenen Freitag gegen 15.45 Uhr. Auf der österreichischen Autobahn 1 in Richtung Linz wollten die Beamten an der Ausfahrt Böheimkirchen ein Mercedes-CL500-Coupé mit deutschem Kennzeichen stoppen.

Doch anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Vollgas und "entzog sich der Anhaltung", wie die Polizei erklärte. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg.

Doch nur wenige Stunden später, gegen 18 Uhr, fanden Kollegen der Autobahnpolizisten einen verunfallten Mercedes in einem Waldstück. Dabei handelte es sich tatsächlich um das flüchtige Fahrzeug.

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Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer die Autobahn an einem gesperrten Rastplatz verlassen - indem er mit seinem Fahrzeug durch einen Wildschutzzaun krachte und "durch ein stark abfallendes Waldgebiet" bretterte.

Mehrere Bäume stoppten dann die Flucht im hochmotorisierten Auto des unbekannten Rasers. Er floh zu Fuß weiter und ließ sein Coupé im Wald stehen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Polizisten schließlich 4,47 Gramm Cannabis.

Die Verfolgung war an dieser Stelle jedoch noch immer nicht zu Ende.

Mehrere Anzeigen gegen deutschen Fahrer und Begleiter

Völlig demoliert wurde der Mercedes im Wald zurückgelassen.
Völlig demoliert wurde der Mercedes im Wald zurückgelassen.  © Landespolizeidirektion Niederösterreich

Über die Zulassungsstelle fanden die Ermittler heraus, dass der Wagen auf eine 30-jährige Deutsche registriert ist, die derzeit in Melk arbeitet. Die Beamten machten sich sofort auf den Weg zu ihr.

Bei der Befragung der Dame und eines 30-jährigen Rumänen machten die beiden unterschiedliche Angaben zum Verbleib des Mercedes-Coupés.

Währenddessen versuchte ein anderer Mann, sich unbemerkt ins Haus zu schleichen. "Er wirkte erschöpft, hatte frische Hautabschürfungen und Schnittverletzungen. Seine Oberbekleidung war durchnässt und verschmutzt", erklärte die Polizei.

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Der 45-Jährige, ebenfalls aus Deutschland stammend, flog auf und wurde bemerkt. Den Angaben nach ist er der Lebensgefährte der Frau. Wer ihr Auto gefahren hatte, konnte sie jedoch nicht sagen.

Die Autobahnpolizisten erkannten den 45-Jährigen jedoch sofort als Fahrer wieder. Und den 30-Jährigen auch, er soll Beifahrer auf der Flucht gewesen sein.

Da der 45-Jährige keinen Führerschein besitzt, erwartet ihn nun eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Lenkberechtigung, wie es in Österreich heißt. Zudem erhalten die Männer Anzeigen wegen Nichtbeachtung der Anhaltezeichen, mehrerer verkehrsrechtlicher Übertretungen bei der Flucht, sowie nach dem Suchtmittelgesetz und wegen des Verkehrsunfalls mit anschließender Fahrerflucht.

Titelfoto: Landespolizeidirektion Niederösterreich

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