Wettlauf gegen die Zeit: Kleinkind für zwei Tage im dichten Wald verschollen!

Libby (Montana/USA) - Ein vierjähriger Junge verschwand in der wilden Natur Montanas. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Überlebenschancen des kleinen Ryker waren äußerst gering. Jetzt gab es ein Happy End.

Für die Eltern muss es ein wahrer Albtraum gewesen sein: Plötzlich verschwindet Ryker (4) im Wald. Zwei Tage später wurde der kleine Junge dann völlig entkräftet gefunden. Doch er lebt!
Für die Eltern muss es ein wahrer Albtraum gewesen sein: Plötzlich verschwindet Ryker (4) im Wald. Zwei Tage später wurde der kleine Junge dann völlig entkräftet gefunden. Doch er lebt!  © Montage: 123rf/mkopka, Lincoln County Sheriff's Office

Lincoln County im äußersten Norden Montanas, an der Grenze zu Kanada, ist äußerst dünn besiedelt - weniger als 10.000 Menschen leben dort. Dabei ist die Fläche des Landkreises halb so groß wie die von Sachsen. Jeder kennt sich, die Menschen passen auf sich auf. Denn die Natur kann dort unberechenbar sein.

Für die Eltern des kleinen Ryker Webb waren es wohl bange Tage zwischen Hoffnung und Verzweiflung, nachdem ihr Sohn vom eigenen Grundstück verschwunden war, wie "New York Post" berichtete.

Zuletzt wurde der Vierjährige beim Spielen mit dem Familienhund gesehen, dann verlor sich seine Spur. Sofort begann eine der größten Suchaktionen in der Geschichte des Countys. Mit Quads, Hunden und Flugzeugen wurde fieberhaft nach Ryker gesucht, wie der örtliche Sheriff auf Facebook mitteilte.

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Doch Ryker blieb wie vom Erdboden verschwunden.

Irgendwo in der wilden Natur Montanas verschwand das Kleinkind für zwei Tage. In der Nacht wurde es bitterkalt.
Irgendwo in der wilden Natur Montanas verschwand das Kleinkind für zwei Tage. In der Nacht wurde es bitterkalt.  © 123rf/mkopka

Die lokale Polizei informiert die Öffentlichkeit auf Facebook

Dann kam die Kälte...

Viele Menschen aus dem County beteiligten sich an der Suche nach Ryker.
Viele Menschen aus dem County beteiligten sich an der Suche nach Ryker.  © Lincoln County Sheriff's Office

Es war wohl ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit. Ryker war nur mit einem Pyjama bekleidet, hatte keine Nahrung, kannte sich nicht aus. Doch der dichte Wald erschwerte die Suche. Die Retter kamen nur mühsam voran. Dann kam die Kälte. In der Nacht vom Freitag zum Samstag wurde es bitterkalt: nur vier Grad Celsius. Nebel und Regen zogen auf. Es gewitterte heftig.

Dann eine Fügung des Schicksals: Nach zwei Tagen wurde der Vierjährige fast vier Kilometer von seinem Elternhaus entfernt mitten im Wald gefunden.

"Der Junge war in guter Verfassung und offensichtlich gesund, obwohl er hungrig, durstig und unterkühlt war", hieß es nach der glücklichen Rettung von der lokalen Polizei. Überschwänglich bedankten sich die Polizisten bei allen Menschen und Behörden, die geholfen haben, Ryker zu finden.

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Die zwei Tage bangen Hoffens haben die Menschen aus Lincoln County wohl noch näher zusammenrücken lassen.

Titelfoto: Montage: 123rf/mkopka, Lincoln County Sheriff's Office

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