New York City (USA) - Eine Schneeballschlacht im Washington Square Park in New York geriet am Montagnachmittag außer Kontrolle. Die Polizei wurde gerufen, um dem Chaos ein Ende zu setzen. Allerdings gerieten die Beamten selbst ins Kreuzfeuer.
Der Winter hat die US-Metropole fest im Griff. In Teilen der Stadt fiel zu Wochenbeginn bis zu ein halber Meter Neuschnee.
Die Bedingungen wollten Hunderte Menschen in besagtem Park nahe der New York University nutzen und noch einmal Kind sein. Gegen 16 Uhr artete die Schneeballschlacht leider aus. Laut New York Post seien auch Autos und Unbeteiligte beworfen worden.
"Es war das reinste Chaos", sagte ein Augenzeuge, der selbst am Ohr getroffen worden sei. Noch 20 Minuten danach habe es in seinem Kopf "geklingelt".
Mit Eintreffen der Polizei verlagerte sich die Schlacht - statt Autos nahm der Mob die Beamten ins Visier. Schneeball um Schneeball prasselte auf die Polizisten ein. Videos zeigen, wie die Einsatzkräfte die eiskalten Treffer zuerst noch weglächelten. Im Laufe des Einsatzes verloren einige von ihnen aber die Beherrschung.
Polizeiführung fordert erhebliche Strafen für Schneeballwerfer vom Washington Square Park
Die Beamten traten den Rückzug an, schubsten sich teilweise den Weg frei, drohten mit Pfefferspray. So einfach sollten sie aber nicht davonkommen.
Die aufgebrachte Menge verfolgte die Ordnungshüter, drängte sie laut johlend mit Schneebällen aus dem Park zurück in ihre Polizeiautos. Zum Schluss stand ein Sieg für den Winter-Mob zu Buche, zumindest vorerst.
Im Nachgang meldete sich nämlich die Leiterin der New Yorker Polizei zu Wort: "Ich möchte ganz klar sagen: Das gezeigte Verhalten ist skandalös und strafbar", schrieb Jessica Tisch (45) bei X.
Die Polizeigewerkschaft ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte, dass Beteiligte verhaftet und wegen Körperverletzung angeklagt werden müssten. Der Angriff sei "verabscheuungswürdig".