Hamburg - Alarm in Hamburg! Am Freitagabend ist ein Mann auf die Idee gekommen, im Dunkeln in die Elbe zu springen. Polizei und Feuerwehr rückten aus. Doch auf dem Weg zur Unglücksstelle geriet ein Feuerlöschboot selbst in Not.
Ab circa 17.40 Uhr waren in der Hafencity plötzlich Sirenen zu hören und Blaulicht zu sehen. Zudem kreiste ein Hubschrauber der Polizei unweit der Elbphilharmonie über der Stadt.
Ein Sprecher des Lagedienstes erklärte gegenüber TAG24, dass Passanten einen Mann dabei beobachtet hatten, wie dieser sich ausgezogen hatte und offenbar zum Schwimmen in die Elbe gesprungen war.
Der Sprecher erklärte weiter, dass die alarmierten Einsatzkräfte den Mann aus der lebensgefährlichen Situation retten wollten, dieser sich aber zunächst sehr unkooperativ verhalten hatte.
Die Polizei rückte deshalb nicht nur mit Streifenwagen und Hubschrauber, sondern auch mit mehreren Booten an, um möglichst nah an den Mann heranzukommen.
Mann springt in Elbe: Rauchentwicklung auf herannahendem Feuerwehr-Löschboot
Und auch die Feuerwehr habe sich mit dem Löschboot "Branddirektor Westphal" an der Rettungsaktion beteiligen wollen. Doch noch auf dem Weg zur Unglücksstelle entwickelte sich plötzlich Rauch im Maschinenraum. Deshalb habe das Boot bereits kurz vor der Einsatzstelle an den Landungsbrücken anlegen müssen.
Als Ursache für die Rauchentwicklung werde ein technischer Defekt vermutet. Das Löschboot soll nun von der Hafenbehörde genauer überprüft werden. Schließlich machten sich andere Kräfte der Feuerwehr auf den Weg zur Einsatzstelle.
Wie ein Sprecher auf erneute Nachfrage schließlich bestätigte, konnte der Mann um 18.03 Uhr aus dem Wasser gezogen werden. Anschließend kam er mit einer Körpertemperatur von nur noch 29 Grad ins Krankenhaus.
Die Hintergründe der irrsinnigen Aktion blieben zunächst unklar.
Erstmeldung: 18.20 Uhr, aktualisiert: 20.25 Uhr