30 Meter tief: Wanderer stürzt vor den Augen seiner Freunde in Schlucht

Bayerisch Gmain - Ein 64-jähriger Wanderer ist am Sonntag vom Alpgarten-Rundweg geschätzte 30 Meter in die Wappachschlucht abgestürzt und hat sich dabei schwer am Kopf verletzt.

Die Bergretter stiegen zu Fuß zur Unfallstelle und seilten sich dann zum Patienten ab.  © BRK Kreisverband Berchtesgaden (2)

Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtete, hatten seine fünf Begleiter den Absturz gegen 14.15 Uhr beobachtet und einen Notruf abgesetzt.

Der Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech war ersten Erkenntnissen zufolge auf einem steilen und sehr schmalen Abschnitt des Wanderwegs, gestürzt, der durch Auswaschungen beschädigt war. Laut den Einsatzkräften handelt es sich um eine "trügerische Stelle".

Die Bergretter und der Reichenhaller Bergwacht-Notarzt fuhren so weit wie möglich mit dem Fahrzeug an und gingen dann zu Fuß zur Einsatzstelle. Sie seilten sich in die Klamm ab und versorgten den Mann.

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Anschließend wurde er von der Heli-Besatzung mit dem Tau im Luftrettungssack aufgenommen und zu einem Zwischenlandeplatz geflogen. Dort stand ein des Reichenhaller Roten Kreuzes zur weiteren notärztlichen Versorgung bereit.

Schließlich ging es mit dem Hubschrauber weiter ins Salzburger Landeskrankenhaus.

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In einem Luftrettungssack wurde der Mann vom Hubschrauber aus der Schlucht gehoben.  © BRK Kreisverband Berchtesgaden (2)

Bergretter bringen Begleiter mit Hubschrauber ins Tal

Die Bergretter brachten auch die Begleiter des 64-Jährigen ins Tal. Dort kümmert sich der Kriseninterventionsdienst um die Gruppe, die das Unglück hatte mitansehen müssen.

Zum genauen Ablauf des Unfalls ermittelt die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Polizei.

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