Drama in den Alpen: Wanderer stürzt 70 Meter tief, verliert Handy und wird immer wieder bewusstlos
Berchtesgadener Land - Die Bergwacht hat einen schwer verletzten 30 Jahre alten Mann in den Chiemgauer Alpen gerettet.
Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte, gingen am Samstagmittag gegen 11.50 Uhr mehrere Notrufe ein: Wanderer hatten am Fuderheuberg bei Piding Hilferufe gehört, konnten diese aber nicht näher lokalisieren.
17 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing und ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe suchten daraufhin das nähere Umfeld ab.
Beim Aufstieg von der Staufenbrücke aus fanden die Rettungskräfte auf einem auf rund 650 Höhenmetern abzweigenden verfallenen Jagersteig den 30-Jährigen aus Freilassing, der schwer verletzt unter einem Baum lag.
Der Mann war beim Aufstieg durch eine Rinne auf dem regennassen Untergrund ausgerutscht und rund 70 Höhenmeter durchs steile Waldgelände abgestürzt. Dabei hatte er noch Riesenglück: Er blieb knapp oberhalb einer senkrechten Wand liegen.
Beim Sturz hatte er sein Handy verloren. Außerdem wurde er aufgrund seiner Verletzungen immer wieder bewusstlos. Der 30-Jährige hatte sich neben einer Kopfplatzwunde und mehreren Abschürfungen schwerer am Unterschenkel und an der Hand verletzt.
Rettungseinsatz am Fuderheuberg: 30-Jähriger mit Heli in Klinik nach Bad Reichenhall geflogen
Mit einem Rettungshubschrauber wurde der 30-Jährige in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.
Nach rund vier Stunden war der Einsatz beendet. Rund eine Stunde nach den Notrufen hatten die Bergretter den Mann gefunden. Ein Polizeibergführer nahm den schweren Unfall auf.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa
