Herzanfall am Lilienstein: Bergretter im Dauereinsatz

Rathen - Ein anstrengender Tag für die Besatzung der Bergwacht-Station Rathen: Ab Mittag mussten sie gleich dreimal zu komplizierten Einsätzen ausrücken. Schon zu Beginn zeigte sich jedoch auch, wie wichtig Erste-Hilfe-Kenntnisse für Wanderer sein können.

Der Rettungshubschrauber brachte den Wiederbelebten (47) ins Krankenhaus.  © Marko Förster

Es kann überall passieren, doch im Gebirge ist Hilfe besonders weit weg: So bekam ein Wanderer (47) im Nordaufstieg zum Lilienstein einen Herzanfall.

"Die Wiederbelebung war schon im Gange als die Bergwacht eintraf", sagt Sprecher Kai Kranich (43). "Auch waren Einweiser vor Ort."

Der Rettungshubschrauber brachte Notärztin und Sanitäter, mit dem Defibrillator wurde die Wiederbelebung fortgesetzt.

Bergwacht 30 Meter tief: Wanderer stürzt vor den Augen seiner Freunde in Schlucht

"Er kam mit Puls und Atmung ins Krankenhaus", so Kranich. "Da wurde von den Wanderern vorbildlich gehandelt."

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Aus dieser dunklen Schlucht holten die Bergretterinnen zwei verirrte Wanderer.  © Marko Förster

Wanderer sitzt mit verletztem Knöchel fest

Mit dem verletzten Fuß kam der Bergsteiger vom Lärmchenturm einfach nicht mehr weg.  © Marko Förster

Für die Bergretter war der Tag jedoch noch lange nicht zu Ende: 15.47 Uhr war ein Bergsteiger bei einem Sprung am Lärmchenturm unterhalb der Waitzdorfer Aussicht umgeknickt, saß nun mit seinem Kletterfreund auf dem Gipfel fest.

Die Bergwacht brachte ihn mit einer Schrägseilbahn aus seiner misslichen Lage, dann ging es im Tragetuch zum Rettungswagen.

21.43 Uhr dann der letzte Einsatz. "Bei Hohnstein wollten zwei Wanderer eine Abkürzung ins Polenztal nehmen", so Kranich. Einer davon war Epileptiker.

Von der Waitzdorfer Aussicht bauten die Retter eine Schrägseilbahn.  © Marko Förster

"In einer Schlucht unterhalb des Haldenwegs kamen sie nicht mehr weiter." Zwei Bergretterinnen seilten sich zu ihnen ab, mit der Gegengewichtsmethode ging es wieder nach oben.

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