Hund stürzt in Felsspalte: Herrchen will ihm helfen und gerät selbst in Not

Bad Schandau - Am Freitagnachmittag kam es im Gebiet rund um den Kleinen Zschand zu einem Einsatz der Bergwacht.

Die Retter suchten das Gebiet ab, bis sie schließlich fündig wurden.
Die Retter suchten das Gebiet ab, bis sie schließlich fündig wurden.  © Marko Förster

Ein 52 Jahre alter Wanderer war mit seinem Hund auf einem Felsriff in der Nähe des Kleinen Kuhstalls unterwegs, als das Unglück geschah.

Das angeleinte Tier sprang in eine Felsspalte und rutschte aus seinem Gurt heraus, wodurch es weiter talwärts fiel.

Vor Schreck versuchte der Mann, hinterherzukommen und seinem Hund zu helfen. Dabei rutschte er ebenfalls die enge Felsschlucht hinab.

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Nach etwa 15 Metern blieb er auf einem Absatz stecken, wo er weder voran- noch zurückkam. Trotzdem gelang es ihm, über den Notruf die Rettungsleitstelle zu informieren.

Zehn Kameraden aus Schandau und Sebnitz rückten mit vier Fahrzeugen aus und versuchten über den Winterberg und das Kirnitzschtal von zwei Seiten zu dem Mann zu gelangen.

Der abgestürzte Wanderer konnte schließlich gefunden und mit Seiltechnik gerettet werden. Er stand unter Schock und wurde zum Bergwachtauto begleitet.

Retter und Gerettete kehrten wohlbehalten wieder nach Bad Schandau zurück.
Retter und Gerettete kehrten wohlbehalten wieder nach Bad Schandau zurück.  © Marko Förster

Am Auto wurden der Wanderer und sein Hund wieder zusammengeführt. Die zweite Rettergruppe fand den Vierbeiner am Wandfuß auf und betreute ihn.

Beide blieben unverletzt, waren von dem Unglück aber sichtlich mitgenommen. Gemeinsam fuhren Retter und Gerettete wieder Richtung Bad Schandau. Nach rund drei Stunden war der Einsatz beendet.

Vorsorglich wurden auch der Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen und ein Rettungswagen vom DRK alarmiert. Sie blieben vor Ort in Bereitschaft, kamen aber letztendlich nicht zum Einsatz.

Titelfoto: Marko Förster

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