Mehr Einsatzstunden für Bergwacht-Retter

Pirna - Der Tourismus in Sachsen erholt sich weiter von Corona. Bis August haben mehr als fünf Millionen Gäste über 13 Millionen Übernachtungen gebucht. 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Jedoch führt verstärkter Naturtourismus auch zu mehr Arbeit für ehrenamtliche Retter.

Zu viele unvorsichtige Touristen: Sachsens Bergretter haben in diesem Jahr mehr Einsätze geschoben.
Zu viele unvorsichtige Touristen: Sachsens Bergretter haben in diesem Jahr mehr Einsätze geschoben.  © Marko Förster

"Diese positiven Entwicklungen der Tourismusbranche bedeuten jedoch auch eine Zunahme der Einsatzstunden für die ehrenamtlichen Retter der DRK-Bergwacht", heißt es vom Tourismusverband.

Demnach sind die Helfer im laufenden Jahr bereits 566-mal ausgerückt, um etwa gestürzten Radfahrern oder verletzten Wanderern zu helfen.

Dazu kommen noch die Einsätze in der anstehenden Wintersaison. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 791 Einsätze gezählt – ähnlich viele wie in den Jahren vor Corona.

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"Besonders Touristen, die nicht aus Sachsen kommen, unterschätzen die hiesigen Mittelgebirge", weiß Bergwacht-Boss Hannes Markert. "Aber auch Einheimische überschätzen sich mitunter. Ein Indiz dafür ist, dass die Einsatzzahlen in der Woche und außerhalb der Ferien zunehmen."

Beim Planen neuer Urlaubsangebote sind auch Gemeinden gefragt

Die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz sind ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Kletterer. Allerdings kommt es wegen Unachtsamkeiten auch oft zu Unfällen.
Die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz sind ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Kletterer. Allerdings kommt es wegen Unachtsamkeiten auch oft zu Unfällen.  © 123RF/lianem

Deshalb fordert er Gemeinden in den Urlaubsregionen auf, bei der Erschließung neuer Angebote die Bedingungen für Hilfe und Rettung einzukalkulieren.

"Damit die Bergwacht helfen kann, sind Unterstützungsstrukturen nötig."

Titelfoto: Marko Förster

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