Block-Prozess: Kammer schmettert Anträge ab, Verhandlung nach 30 Minuten beendet

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Hamburg - Am Dienstag fand der ausgesprochen kurze 81. Verhandlungstag im Kindesentführungsprozess gegen Christina Block (53) statt. TAG24 war wie gewohnt vor Ort und berichtete im Liveblog.

Für die Hauptangeklagte Christina Block (53) und ihren Verteidiger Ingo Bott (43) stand am Dienstag der 81. Verhandlungstag an.
Für die Hauptangeklagte Christina Block (53) und ihren Verteidiger Ingo Bott (43) stand am Dienstag der 81. Verhandlungstag an.  © Marcus Brandt/dpa

10.08 Uhr: Verhandlung für heute schon wieder beendet

Die Kammer ist mit ihrem Ablehnungsmarathon durch und fragt, ob weitere Beweisanträge gestellt werden. Die Verteidigerin von Sicherheitsunternehmer Andreas P. reicht schriftlich einen selbigen ein. Auch Block-Anwalt Bott kündigt weitere Anträge an.

Damit ist die Verhandlung für heute bereits beendet. Der nächste angesetzte Termin am Montag (12.) fällt aus, weiter geht's daher erst am Dienstag (13.) um 9.30 Uhr.

10.04 Uhr: Kammer schmettert Anträge von Block-Anwalt Ingo Bott ab

Auch mehrere Anträge von Block-Anwalt Ingo Bott werden abgelehnt. Der Jurist hatte unter anderem beantragt, eine Kinderärztin als Zeugin zu laden. Die Medizinerin hätte aussagen sollen, dass es keine Hinweise auf eine Misshandlung der Kinder durch die Mutter gegeben habe, so Botts Argumentation.

Auch in diesem Fall bewertet die Kammer eine mögliche Zeugenbefragung für die Schuld- und Rechtsfolgenfrage des Verfahrens als unbedeutend.

9.53 Uhr: Antrag auf Zeugenladung von drei Polizisten wird abgelehnt

Als nächstes verkündet die Richterin, dass ein Antrag der Verteidigerin des mitangeklagten Sicherheitsunternehmers Andreas P. abgelehnt werde. Diese hatte beantragt, drei weitere Polizeibeamte als Zeugen zu laden.

Die Polizisten waren vor dem Haus der Steakhouse-Erbin in Hamburg stationiert gewesen. Die Kammer erkennt allerdings nicht, was die Beamten zur Aufklärung der verhandelten Straftat beitragen könnten.

9.42 Uhr: Verhandlung eröffnet, Kammer verkündet Beschlüsse

Die Verhandlung ist eröffnet.

Die Vorsitzende Richterin verkündet als erstes den Beschluss, dass mündlich gestellte Beweisanträge und Beweisanregungen ab sofort nicht mehr entgegengenommen würden. Zudem sollen unter anderem auch Gegenvorstellungen gegen Beschlüsse der Kammer zukünftig nur noch schriftlich gestellt werden.

Hintergrund: Dass Beweisanträge nur noch schriftlich gestellt werden dürften, hatte die Kammer bereits vor rund zwei Wochen beschlossen. Aus ihrer Sicht hätten die Verfahrensbeteiligten anschließend aber versucht, den Beschluss in Gestalt von Gegenvorstellungen zu umgehen, sodass der Beschluss nun erweitert wird.

Die Kammer um die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt schmetterte am Dienstag mehrere Anträge der Verteidigung ab.
Die Kammer um die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt schmetterte am Dienstag mehrere Anträge der Verteidigung ab.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

9.25 Uhr: Zuschauerraum so gut wie leer

Das angekündigte Programm für heute scheint nicht gerade für Interesse der Öffentlichkeit zu sorgen.

Wenige Minuten vor Verhandlungsbeginn ist der Zuschauerraum in Saal 237 so gut wie leer. Neben der Presse sind lediglich vier Zuschauerinnen da.

9 Uhr: So geht es am Dienstag weiter

Wie das Gericht vorab mitteilte, haben die Verfahrensbeteiligten am Dienstag die Möglichkeit, weitere Anträge zu stellen. Block-Anwalt Ingo Bott kündigte dies seinerseits bereits an.

Zudem wird die Kammer womöglich verkünden, wie sie über bereits gestellte Anträge entscheidet.

8.45 Uhr: Recap vom 80. Verhandlungstag

Nachdem sich Stephan Hensel auf sein Zeugnisverweigerungsrecht berufen hatte, teilte die Richterin am 80. Verhandlungstag mit, dessen Frau Astrid H. stattdessen erneut in den Zeugenstand zu holen. Die Dänin soll kommende Woche zu der Thematik aussagen, inwiefern mit der medialen Ausschlachtung des Familiendramas Geld verdient worden sei.

Anschließend wurde ein Rechtsanwalt als Zeuge befragt, den Eugen Block Anfang 2023 um familienrechtliche Unterstützung gebeten hatte. Die Zeugenladung beantragt hatte Block-Verteidiger Ingo Bott, in die Mangel genommen wurde der Anwalt allerdings durch die Richterin.

Dabei kam heraus, dass er rund zehn Verhandlungstage als Zuschauer verfolgt habe, laut eigener Aussage aber nicht im Auftrag von Eugen Block - es wirkte, als würde die Richterin dem Zeugen nicht unbedingt glauben.

Zudem verstrickte sich der Anwalt in Widersprüche, als er über den mutmaßlichen Chef-Entführer David B. sprach. Erst sagte er, bis zum Prozessbeginn nie etwas von dem Israeli gehört zu haben, später gab er etwas anderes an. Die Richterin erinnerte ihn daraufhin, dass er als Zeuge verpflichtet sei, die Wahrheit zu sagen.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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