Hamburg - Weiter geht's: Am Dienstag wird der Kindesentführungsprozess gegen Christina Block (53) und sechs weitere Angeklagte mit dem 77. Verhandlungstag fortgesetzt. TAG24 ist vor Ort und berichtet im Liveblog.
9.26 Uhr: Kaum Andrang im Landgericht
Wenige Minuten vor Verhandlungsbeginn ist der Zuschauerraum in Saal 237 bis auf einige Pressevertreter noch so gut wie leer.
Auch von etwaigen Schulklassen ist - anders als zuletzt - bis dato nichts zu sehen.
9 Uhr: So geht es am Dienstag weiter
Wie das Gericht bereits in der vergangenen Woche mitteilte, sind am Dienstag mehrere Zeugen zu den persönlichen und beruflichen Verhältnissen einzelner Angeklagter geladen.
Um wen es sich bei diesen Zeugen genau handelt, ist unklar.
8.45 Uhr: Recap vom 76. Verhandlungstag
Am 76. Verhandlungstag ging es unter anderem um die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des in U-Haft sitzenden mutmaßlichen Mit-Entführers Tal S.
Der Israeli erzählte von seinem früheren Job als "Ermittler für Stromdiebstahl". Diesen Beruf habe er bis zu seiner Verhaftung gehabt, so der Mitangeklagte. Auf Nachfrage der Richterin bestätigte S., dass er in diesen Job zurückkehren könne, sollte er freigesprochen werden. Bei einer Verurteilung sei diese Möglichkeit hingegen futsch.
Emotional wurde es, als Uta B. ihre finanzielle Situation offenbarte. Die Block-Cousine sprach mit zittriger Stimme von "rund 30.000 Euro brutto", die sie am Ende des Jahres ungefähr verdient habe. Erneut betonte die Mitangeklagte, dass sie und ihr Mann durch das Verfahren extrem viele Einbußen hätten. Dabei kamen ihr die Tränen.
Ganz am Ende der Verhandlung teilte die Kammer dann auch noch mit, dass bei B. auch eine "Mittäterschaft" in Betracht gezogen werde. Bisher stand lediglich Beihilfe im Raum. Die Block-Cousine reagierte mit weiteren Tränen.