Corona in Bayern: FCB-Frauen freuen sich auf Restart, Wasmeier spricht über Zuschauer

München - Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, schränkt das Leben und vor allem die Wirtschaft in Bayern immer noch drastisch einAktuelle Zahlen, Entwicklungen und Ausblicke in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa
Bayernweit wurden mittlerweile 46.998* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 28. Mai, 10 Uhr). Davon gelten 42.480 als genesen. 2454 Menschen sind am Virus gestorben.

Am Vortag waren es im Freistaat noch 46.885 Infizierte und 2442 Verstorbene.

In München wurden 19 neue Fälle gemeldet (Stand 28. Mai, 13.30 Uhr). 

Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 6837*. Darin enthalten sind 5777 Personen, die bereits genesen sind sowie 213 Todesfälle.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Infos zu den Lockerungen, die ab Montag (26. Mai) gelten, findet Ihr >>> hier.
  • Alles zur Regelung in Restaurants und Biergärten findet Ihr >>>hier
  • Alle Infos zur Maskenpflicht findet Ihr >>> hier.

Die deutschlandweiten Entwicklungen gibt es zusätzlich im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*) mit eingerechnet sind die Infizierten, die allesamt als auskuriert gelten sowie die Zahl der Toten.

Update 29. Mai, 6.05 Uhr: Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier spricht über Zuschauer

Der zweimalige Olympiasieger Markus Wasmeier sieht keinen Publikums-Einfluss auf Ergebnisse bei alpinen Ski-Rennen. "Den Skifahrern ist es Wurscht, ob Zuschauer da sind oder nicht. Beim Fahren kriegen die eh nix mit und es geht nur darum, der Schnellste zu sein", sagte der 56-Jährige der "Augsburger Allgemeinen".

Es sei schön für ihn gewesen, "wenn Leute da waren. Aber rund ums Rennen versuchst du immer, alle Einflüsse von außen auszublenden", berichtete er. Wasmeier hatte 1994 in Lillehammer zweimal olympisches Gold gewonnen.

Der Internationale Skiverband Fis will trotz der Corona-Pandemie vorerst an seinem geplanten Weltcup-Kalender für die Saison 2020/21 festhalten. Eine Fis-Taskforce soll eine Strategie für möglicherweise länger anhaltende Reise- und Zuschauerbeschränkungen entwickeln, um faire Bedingungen zu gewährleisten. 

Alle Vorschläge des Alpin-Komitees müssen zunächst vom Fis-Council abgesegnet werden.

Update 29. Mai, 6 Uhr: FC-Bayern-Frauen freuen sich auf Neustart der Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München freuen sich nach fast dreimonatiger Pause auf den Neustart. 

"Natürlich war die Vorbereitung durch die Quarantäne-Woche etwas anders als sonst, aber wir haben die Situation in den letzten Tagen und Wochen als Team sehr gut angenommen und gemeinsam bewältigt", sagte Trainer Jens Scheuer vor der Partie am Samstag gegen die TSG Hoffenheim.

Die Münchner starten als Tabellenzweiter (38 Punkte), das Team aus dem Kraichgau liegt einen Zähler dahinter. Spitzenreiter ist der VfL Wolfsburg mit 46 Punkten. "Das nächste Spiel ist immer das wichtigste Spiel – deshalb steht für uns aktuell einzig und allein die Partie gegen Hoffenheim im Fokus", sagte Scheuer. "Aber danach kommen fünf weitere und dann genauso wichtige Spiele, die wir alle gewinnen wollen. Wenn wir Hoffenheim am Samstag zuhause schlagen, machen wir einen wichtigen Schritt nach vorne."

Die Bundesliga ist die erste Frauen-Liga Europas, die wieder den Spielbetrieb aufnimmt. Titelverteidiger VfL Wolfsburg startet am Freitag gegen den 1. FC Köln (14 Uhr) in den 17. Spieltag, gefolgt von der Partie 1. FFC Frankfurt gegen SC Sand am Abend (19.15 Uhr).

Die FC-Bayern-Frauen bereiten sich in einem einwöchigen Quarantäne-Trainingslager auf den Bundesliga-Neustart am Samstag vor. "Jetzt, da wir alle Klarheit über den Spielbetrieb haben, wissen wir auch, wo wir stehen und können uns zu 100 Prozent auf das konzentrieren, was kommen wird! Wir sind sehr heiß darauf, gegen Hoffenheim zu spielen", sagte die niederländische Vize-Weltmeisterin Lineth Beerensteyn.

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München freuen sich nach fast dreimonatiger Pause auf den Neustart. (Archivbild)
Die Fußball-Frauen des FC Bayern München freuen sich nach fast dreimonatiger Pause auf den Neustart. (Archivbild)  © Irina R.H./AFP7/dpa

Update 28. Mai, 19.47 Uhr: Alpenverein: Hüttenübernachtung unter strengen Vorgaben

Wanderer und Bergsteiger müssen in diesem Sommer nicht auf Hüttenübernachtungen verzichten. Erste Hütten öffnen von Samstag an auch für Übernachtungsgäste, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) am Donnerstag mitteilte. Es gelten aber strenge Auflagen in allen Bereichen. Ein Bett bekommt nur, wer vorher reserviert hat.

Neben einem Mund-Nasen-Schutz müssen die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen Schlafsack sowie ein eigenes Kissen und ein eigenes Laken mitnehmen. Details dazu seien mit den Wirtsleuten abzustimmen.

Vor allem größeren Hütten, die auch Zimmer haben, werden wahrscheinlich öffnen. Problematisch könnte es aber in Hütten werden, die nur Matratzenlager haben - mit teils bis zu 30 Plätzen. Denn in einem Raum dürfen maximal Mitglieder zweier Hausstände übernachten. "Die Hüttenwirte werden sich gut überlegen, ob es sich bei der jeweiligen Struktur ihrer Hütte lohnt, auch für Übernachtungsgäste zu öffnen", sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. Den Sektionen werde in der Krise geholfen, indem der Dachverband Kredite stunde.

In Österreich sind in einigen Hütten ab Freitag Übernachtungen möglich. Die Bedingungen sind ähnlich wie in Deutschland, in einigen Punkten gibt es etwas mehr Freiraum. Mit der Bergtour im Nachbarland wird es aber an Pfingsten noch nichts: Deutsche können erst ab 15. Juni aus touristischen Gründen wieder nach Österreich.

Die bisherige Öffnung der Gastronomie in den Hütten habe gut funktioniert, sagte Bucher. Schon zuvor hätten einige Wirte Kaiserschmarrn to go oder Brotzeitkörbe angeboten.

Auf schmalen Bergwegen und Steigen müssen Wanderer auch Mund- und Nasenschutz tragen, wenn die 1,50 Meter Abstand zum nächsten Wanderer sonst nicht einzuhalten sind.

Derzeit sind alle 321 bewirtschafteten und öffentlich zugänglichen DAV-Hütten in Deutschland und Österreich geschlossen. Rund 180 der Hütten liegen in Österreich.

Update 28. Mai, 18.18 Uhr: Dehoga fordert umgehend längere Öffnungszeiten für Außengastronomie

Der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, Thomas Geppert, sieht sich durch einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Augsburg in der Forderung bestätigt, Außenbereiche in der Gastronomie schon vor dem 2. Juni wieder bis 22 Uhr öffnen zu lassen. 

"Der Beschluss des Verwaltungsgerichts gibt unserer Argumentation recht", sagte Geppert dem Radiosender "Antenne Bayern" am Donnerstag. Er hoffe, dass die Staatsregierung es jetzt allen Wirten ermögliche, die Außenbereiche ihrer Betriebe bis 22 Uhr zu öffnen.

Aus Gründen des Infektionsschutzes sei eine frühere Schließung ein Nachteil, da um 20 Uhr die Gäste von draußen in den Innenbereich drängten, so Geppert. 

Bezüglich des Zeitpunkts der Lockerung sei für die Gastronomen im Pfingstgeschäft jeder Tag entscheidend: "Da ist im Überlebenskampf wirklich jeder einzelne Umsatz Gold wert."

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte am Abend dazu: "Aktuell gilt der Kabinettsbeschluss vom Dienstag, das Urteil aus Augsburg wird aber geprüft."

Update 28. Mai, 16.43 Uhr: Wirtshaus-Verband fordert mehr Zeit zur Kassen-Umrüstung

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) fordert mehr Zeit für Gastwirte bei der verpflichtenden Umrüstung von Registrierkassen. 

Die Anschaffung manipulationssicherer Geräte verursache für Gastwirte oft Kosten im vierstelligen Bereich, so Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. Angesichts wirtschaftlicher Verluste in der Corona-Krise stünden momentan aber unzählige Betriebe vor dem Aus.

Deshalb fordert der Verband Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in einem offenen Brief dazu auf, die am 30. September ablaufende Frist zur Kassen-Umrüstung um mindestens ein Jahr zu verlängern. So könnten zusätzliche Kosten für die Betriebe verhindert werden. 

"Wir müssen jetzt handeln, um Bayern vor einem verheerenden Wirtshaussterben zu bewahren", so Zimmermann.

Update 28. Mai, 16.07 Uhr: 19 neue Fälle in München

Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte wurden 19 neue Corona-Fälle in München bestätigt (Stand 28. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.837 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 5.777 Personen, die bereits genesen sind, sowie 213 Todesfälle.

Update 28. Mai, 15.11 Uhr: Bayerns Zahnärzte können Corona-Kredite der Krankenkassen beantragen

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben viele Patienten den Gang zum Zahnarzt in den vergangenen Wochen gescheut - mit gravierenden Folgen für die selbstständigen Praxisinhaber. 

Diese können im Freistaat nun Liquiditätshilfen auf Kreditbasis in Anspruch nehmen, wie die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZVB) in Bayern am Donnerstag in München mitteilte.

Gerade junge Zahnärzte, die noch keine Rücklagen aufbauen konnten und Kredite zurückzahlen müssen, und Zahnärzte in strukturschwachen Regionen Bayerns treffe der Rückgang der Patientenzahlen hart. "Ein Praxissterben wollen wir verhindern", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Christian Berger.

Grundlage ist eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, wonach die Krankenkassen den Praxen auf Verlangen bis zu 90 Prozent der Vorjahresleistungen als Kredit gewähren müssen. Da dies einen hohen Verwaltungsaufwand bedeutet und das Geld in den kommenden beiden Jahren zurückzuzahlen ist, war es auch in Bayern umstritten, ob die Kassenzahnnärztliche Vereinigung diese Möglichkeit annehmen soll oder nicht - sie stellt den Ärzten die Kredite der Kassen letztlich auf Antrag zur Verfügung.

Die KZVB ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, deren Mitglieder die rund 10.000 bayerischen Vertragszahnärzte sind, die Leistungen für die mehr als zehn Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Bayern bei den Kassen abrechnen dürfen.

Update 28. Mai, 15.07 Uhr: Aiwanger: Plexiglasscheibe statt Maskenpflicht für Kassenpersonal

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will das Kassenpersonal von der Maskenpflicht entbinden, sofern die Verkäufer hinter einer Plexiglasscheibe sitzen. 

"Gesichtsvisiere aus Plexiglas, die für die Angestellten in Handel und Gastronomie angenehmer zu tragen sind und gleichzeitig den Kundenkontakt erleichtern, sollten eingeführt werden", sagte Aiwanger der "Bayerische Staatszeitung" (Freitag). Wobei auch das Tragen von Gesichtsvisieren über Stunden hinweg unangenehm sei und Kopfschmerzen verursachen könne. 

Zumindest für das Personal an der Kasse oder beim Empfang solle es daher künftig genügen, "hinter einer hohen Plexiglasscheibe zu sitzen oder zu stehen, ohne Maske und Visier". 

Update 28. Mai, 14.38 Uhr: Studie: Auch Kirchen erleben Digitalisierungsschub durch Corona

Die Corona-Krise hat auch der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu einem Digitalisierungsschub verholfen. 

Künftig soll es verstärkt sogenannte "hybride" Gottesdienstformate geben, die analog und digital mitgefeiert werden können, kündigte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag in seiner Pfingstbotschaft an. "Aus der Kraft des Pfingstgeistes kann mitten in der Krise ein Aufbruch in eine bessere Zukunft werden", sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

Erste Auswertungen bestätigen seinen Angaben zufolge, dass die Krise in der evangelischen Kirche einen nachhaltigen Digitalisierungsschub ausgelöst hat. Die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) erstelle derzeit eine Studie, für die 116 Kirchenkreise und Dekanate zu ihren Erfahrungen mit "digitalen Verkündigungsformaten" während der Corona-Krise befragt werden sollen. 

Ein erstes Ergebnis daraus: Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden gab an, die digitalen Formate fortführen zu wollen. Mitte Juni sollen alle Ergebnisse vorliegen und vorgestellt werden.

Update 28. Mai, 14.32 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Donnerstag mitteilte, wurden inzwischen 46.998 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 28. Mai, 10 Uhr). 

In dieser Zahl enthalten sind 42.480 Personen, die bereits wieder als genesen gelten, sowie 2.454 Todesfälle. 

Titelfoto: Irina R.H./AFP7/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0