Corona in Bayern: Inzidenz in München sinkt auf 42,47

München - Das Coronavirus bestimmt immer noch das Leben in Deutschland und weltweit. Hier im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/Pool dpa/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 66.635* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 25. September, 8 Uhr). Davon gelten 58.380 als genesen. 2655 Menschen sind am Virus gestorben. 

In der bayerischen Landeshauptstadt München wurden 135 neue Fälle gemeldet (Stand: 23. September, 23.59 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 11.101*. In dieser Zahl enthalten sind 9489 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für die bayerische Landeshauptstadt beträgt 42,47.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

Update 25. September, 18.21 Uhr: Nach vielen Corona-Fällen öffnen Schulen und Kitas in Bad Königshofen

Nach zahlreichen Coronavirus-Fällen im unterfränkischen Bad Königshofen dürfen ab Montag die Schulen und Kitas wieder öffnen. 

Nur für wenige Klassen werden vereinzelte Quarantänemaßnehmen durch die Schulen veranlasst, wie das Landratsamt des Landkreises Rhön-Grabfeld am Freitag mitteilte. Die Betroffenen werden nach Absprache mit dem Gesundheitsamt informiert. Für das Wochenende anberaumte Sportveranstaltungen wurden im Gebiet des Altlandkreises Bad Königshofen untersagt und Sportvereine gebeten, auf Auswärtsspiele zu verzichten.

Wegen der Coronavirus-Fälle in Bad Königshofen sind am Dienstag drei Kitas und sechs Schulen geschlossen worden. Zudem durften keine Besucher in die Alten- und Pflegeheime der 6000-Einwohner-Stadt. Die vielen Fälle führen die Behörden auf eine Hochzeitsfeier am 12. September im Raum Bad Königshofen zurück. Laut Landratsamt konnten die Infektionsketten nachvollzogen werden. 

Derzeit gebe es 51 infizierte Personen im Landkreis Rhön-Grabfeld (Stand: 16.30 Uhr).

Update 25. September, 14.26 Uhr: Corona-Tests bei knapp 650 Schwestern im Kloster Mallersdorf

Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf sind am Freitag fast 650 Ordensschwestern sowie einige Mitarbeiter auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin getestet worden. 

Das teilte ein Sprecher des Landratsamtes Straubing-Bogen am Freitag mit. Demnach war eine Pflegekraft, die im Seniorenheim in dem Kloster arbeitet, positiv getestet worden. Daraufhin fand eine Reihenuntersuchung statt. Der Altersdurchschnitt der Schwestern liege bei 83 Jahren, sagte der Sprecher. Die Ergebnisse der Tests sollten spätestens Anfang kommender Woche vorliegen.

Die infizierte Pflegekraft befindet sich den Angaben nach in Quarantäne. Für das Kloster sei eine solche Maßnahme nicht angeordnet worden. Die Einrichtung habe aber sämtliche Veranstaltungen abgesagt, und die Schwestern verzichteten vorerst freiwillig auf Außenkontakte. Nicht betroffen von der Reihentestung seien die Landwirtschaft und der Kindergarten des Klosters.

Das Kloster im niederbayerischen Mallersdorf-Pfaffenberg ist das Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie.

Update 25. September, 11.35 Uhr: Deutscher Filmball fällt 2021 aus

Der Deutsche Filmball in München fällt im kommenden Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. "Der Deutsche Filmball bringt die Branche zum Tanzen - daran ist im Moment nicht zu denken", teilte der Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), Thomas Negele, am Freitag mit. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. Derzeit sei aber "ein Ball, wie wir ihn kennen, nur schwer vorstellbar".

Der Deutsche Filmball gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Veranstaltungen der deutschen Filmbranche. 2021 sollte er zum 48. Mal stattfinden. Die Veranstalter hoffen nun darauf, im Jahr 2022 wieder im Münchner Nobelhotel Bayerischer Hof tanzen zu können.

"Die Pandemie und ihre Folgen haben die Filmwirtschaft hart getroffen", sagte Negele. "Verbände und Unternehmen unserer Branche werden auch in den kommenden Monaten gefordert sein, die Folgen der Pandemie zu bewältigen."

SPIO-Geschäftsführer Helmut Poßmann betonte: "Wir stehen in Kontakt mit unseren Partnern sowie dem Hotel Bayerischer Hof, um Alternativen zu erörtern und mit der Branche abzustimmen." Die traditionelle Unterstützung der Deutschen Filmkünstlernothilfe sollte trotz der Ballabsage fortgeführt werden.

Update 25. September, 11.27 Uhr: Konjunktur-Erholung im nächsten Jahr - falls Lockdown ausbleibt

Arbeitsmarkt und Konjunktur in Deutschland werden sich laut einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im kommenden Jahr vom Corona-Schock erholen - allerdings nur, wenn eine Insolvenzwelle ausbleibt und es nicht zu einem zweiten Shutdown kommt. 

Das an die Bundesagentur für Arbeit angegliederte Institut ermittelte in seiner Herbstprognose für das laufende Jahr einen coronabedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresschnitt um 440.000 zunehmen.

Im kommenden Jahr könnte der Prognose zufolge die Wirtschaftsleistung wieder um 3,2 Prozent zulegen, die Zahl der Arbeitslosen im Durchschnitt um 100.000 sinken.

Dauerthema für die Unternehmen in Deutschland bleibt trotz konjunktureller Risiken der Fachkräftemängel. Das Potenzial an Erwerbstätigen wird im laufenden Jahr um 100.000 und im nächsten Jahr noch einmal um 50.000 schrumpfen, heißt es in der Prognose.

Update 24. September, 16.25 Uhr: Staatsoper fordert individuelle Obergrenzen für Besucher

Die bayerische Staatsoper fordert individuelle Obergrenzen für Besucher in den kulturellen Spielstätten im Freistaat. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen erlaubt. 

Diese allgemeine Obergrenze müsse zum 1. Oktober fallen, teilte Intendant Nikolaus Bachler am Donnerstag mit. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen könnten im Nationaltheater und an anderen Veranstaltungsorten deutlich höhere Besucherzahlen verantwortet werden.

Die Staatsoper hatte in einem Pilotprojekt im September vor 500 statt 200 Zuschauern im Nationaltheater spielen dürfen. In einem Zwischenbericht für das Kunstministerium zog die Staatsoper eine positive Bilanz: Bei 21 Vorstellungen an 23 Spieltagen sei keine einzige Infektion nach einem Besuch des Theaters bekannt geworden. Bei einer Befragung hätten 94 Prozent der Zuschauer angegeben, sich sicher zu fühlen und zufrieden mit den Corona-Maßnahmen zu sein.

Um das Ensemble und die Zuschauer besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen zu können, lässt das Nürnberger Staatstheater seine Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne nun schneller testen. Ensemblemitglieder mit coronatypischen Symptomen könnten sich direkt in der Infektambulanz einer Klinik testen lassen, teilte Bayerns größtes Mehrspartenhaus mit. 

Die Ergebnisse lägen innerhalb weniger Stunden vor, so dass Vorstellungen nicht kurzfristig abgesagt werden müssten.

Update 24. September, 15.50 Uhr: Deutlicher Corona-Anstieg im Landkreis Dingolfing-Landau

Der Landkreis Dingolfing-Landau hat einen wichtigen Grenzwert bei der Zahl der neuen Corona-Infektionen überschritten. 

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) vom Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen - bei 64 und damit über der kritischen Zahl 50. Ob der Landkreis mit verschärften Maßnahmen auf die gestiegenen Zahlen reagiert, war zunächst unklar. Die Beratungen darüber liefen noch, sagte ein Sprecher.

Nach Behördenangaben hatte es unter den Mitarbeitern eines Logistikdienstleisters mehrere Infektionen gegeben, woraufhin eine Reihentestung durchgeführt worden war. Hierbei waren 38 weitere Infektionen festgestellt worden. Die Testung hatte auf dem BMW-Werksgelände stattgefunden, auf dem der Logistikdienstleister angesiedelt ist.

Ein Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in der Gemeinde Mamming mit rund 250 Corona-Infektionen bei Erntehelfern hatte den Landkreis Dingolfing-Landau im Sommer zum bundesweiten Corona-Hotspot gemacht.

Update 24. September, 15.45 Uhr: Corona trifft bayerische Wirtschaft überdurchschnittlich

Die Corona-Krise hat die bayerische Wirtschaft härter getroffen als viele andere Bundesländer: Die Wirtschaftsleistung im Freistaat schrumpfte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. 

Im Durchschnitt aller Bundesländer sank das Bruttoinlandsprodukt um 6,6 Prozent, der Rückgang fiel vor allem im Osten etwas glimpflicher aus. Einen Wirtschaftseinbruch vergleichbarer Größenordnung hat es in Deutschland in den Nachkriegsjahrzehnten noch nicht gegeben.

Im Vergleich der westdeutschen Flächenländer schrumpfte die Wirtschaft nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen noch stärker. "Bayern ist vor allem auch wegen seines deutlich größeren Industrieanteils stärker tangiert als andere Länder", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

Die bayerische Industrieproduktion war im ersten Halbjahr 2020 um 14,1 Prozent zurückgegangen, bei Auto- und Zulieferindustrie fiel das Minus mit 29,3 Prozent noch wesentlich größer aus. 

"Das heißt auch, dass die Bundesregierung auf alles verzichten muss, was die Unternehmen belastet", forderte Brossardt.

Update 24. September, 15 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in München sinkt unter Warnwert

Ein Schild fordert am Viktualienmarkt in der Innenstadt zum Tragen einer Mund und Nasen Bedeckung auf.
Ein Schild fordert am Viktualienmarkt in der Innenstadt zum Tragen einer Mund und Nasen Bedeckung auf.  © Peter Kneffel/dpa

In München ist die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infizierten Menschen unter den kritischen Grenzwert von 50 je 100.000 Einwohner gesunken. Der Wert lag nun bei 45,1, wie am Donnerstag aus der Tabelle des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. 

Seit Donnerstag gelten in der Landeshauptstadt verschärfte Einschränkungen und Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grund für die Entscheidung war, dass der Warnwert überschritten wurde. 

Die neue Regeln gelten dennoch vorerst bis 1. Oktober, sagte ein Stadtsprecher.

Update 24. September, 14.30 Uhr: Festnahmen nach Millionen-Betrug mit Atemmasken

Nach einem internationalen Millionen-Betrug mit nicht existierenden Masken in der Corona-Krise haben die Ermittler in Bayern die Festnahme mehrerer Verdächtiger verkündet. 

In Nigeria seien im August die beiden mutmaßlichen Hinterleute gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein am Donnerstag mit. Zwei Männer seien in den Niederlanden im April festgenommen und im Juli zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Geldwäsche verurteilt worden. Die Masken sollten eigentlich nach Nordrhein-Westfalen gehen.

>>> Hier geht es zum gesamten Artikel.

Update 24. September, 14.25 Uhr: Landesausstellung 2021 von Herrenchiemsee nach Regensburg verlegt

Die Landesausstellung 2021 hätte eigentlich im Schloss Herrenchiemsee stattfinden sollen - stattdessen geht sie in Regensburg über die Bühne. Das teilte das federführende Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg mit. 

Neuer Austragungsort für die Schau mit dem Titel "Götterdämmerung II. Die letzten Monarchen" (7. Mai bis 31. Oktober) ist das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. 

Die Vertragspartner, der Landkreis Rosenheim und die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, waren angesichts der Corona-Pandemie von ihrem Vertrag zur Präsentation der Landesausstellung 2021 zurückgetreten. 

Sie fürchteten, dass während der Ausstellung der Andrang im Schloss bei den geltenden Sicherheitsmaßnahmen zu groß werden könnte, hieß es. Schon jetzt sei es schwierig, die Schlossführungen zu bewältigen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0