Corona in Bayern: Kinos, Fitnesshallen Schulen und Kitas öffnen, Millionen für Kultur

München - Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, schränkt das Leben und vor allem die Wirtschaft in Bayern immer noch drastisch einAktuelle Zahlen, Entwicklungen und Ausblicke in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa
Bayernweit wurden mittlerweile 46.745* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 26. Mai, 10 Uhr). Davon gelten 42.100 als genesen. 2419 Menschen sind am Virus gestorben.

Am Vortag waren es im Freistaat noch 46.642 Infizierte und 2402 Verstorbene.

In München wurden 6 neue Fälle gemeldet (Stand 25. Mai, 13.30 Uhr). 

Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 6746*. Darin enthalten sind 5682 Personen, die bereits genesen sind sowie 212 Todesfälle.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Infos zu den Lockerungen, die ab Montag (26. Mai) gelten, findet Ihr >>> hier.
  • Alles zur Regelung in Restaurants und Biergärten findet Ihr >>>hier
  • Alle Infos zur Maskenpflicht findet Ihr >>> hier.

Die deutschlandweiten Entwicklungen gibt es zusätzlich im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*) mit eingerechnet sind die Infizierten, die allesamt als auskuriert gelten sowie die Zahl der Toten.

Update 26. Mai, 15.22 Uhr: 30-Millionen-Rettungsschirm für Erwachsenenbildung

Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung können ab dem 30. Mai wieder öffnen. Hierzu werden jedoch spezielle Hygieneregelungen gelten. Kultusminister Michael Piazolo begrüßt diesen Beschluss: „Die Erwachsenenbildung ist wichtig für unsere Gesellschaft. Gerade in Zeiten der Pandemie.“

"Zusätzlich wurde ein Rettungsschirm von 30 Millionen Euro für die Einrichtungen der Erwachsenenbildung und für dort tätige Solo-Selbstständige bewilligt", heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums

Update 26. Mai, 14.52 Uhr: Landesamt: 46.745 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2419 Tote

In Bayern sind inzwischen 46.745 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2419 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42.100 Menschen.

Update 26. Mai, 14.14 Uhr: Bayerns Zeitungen steigern wegen Corona digitale Reichweite deutlich

Fast die Hälfte der Verlage verzeichnet Zuwächse von bis zu 40 Prozent. (Symbolbild)
Fast die Hälfte der Verlage verzeichnet Zuwächse von bis zu 40 Prozent. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zeitungsverlage in Bayern erreichen in der Corona-Krise deutlich mehr Leser über ihre digitalen Angebote als vorher. Die Reichweiten seien hier um bis zu 65 Prozent gestiegen, sagte der Vorsitzende des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, Andreas Scherer ("Augsburger Allgemeine"), am Dienstag bei der jährlichen Tagung der bayerischen Zeitungsverleger. 

Sie fand wegen der Pandemie als Videokonferenz statt. Fast die Hälfte der Verlage verzeichnet den Angaben zufolge auch im kostenpflichtigen Bereich - beispielsweise für Digital-Abos - Zuwächse von bis zu 40 Prozent.

Gleichzeitig sei Corona für die Branche die größte wirtschaftliche Herausforderung der Nachkriegsgeschichte. Vor allem das Anzeigengeschäft sei eingebrochen und werde sich nur langsam wieder erholen. Viele Mitarbeiter seien im Home-Office oder in Kurzarbeit.

"Der Kostendruck in den bayerischen Verlagen hat durch die Corona-Krise massiv zugenommen", hieß es in der Mitteilung. Das liege vor allem an den Ausgaben für die Zustellung gedruckter Zeitungen, die in den vergangenen fünf Jahren um 41 Prozent gestiegen seien. "Um die logistische Meisterleistung einer täglichen und flächendeckenden Zustellung weiterhin anbieten zu können, muss die Politik nun endlich handeln", forderte Scherer. 

"Die Infrastrukturförderung, die der Bundestag letztes Jahr beschlossen hat, wurde immer noch nicht ausgezahlt. Jetzt, in der Krise, ist sie aber besonders dringlich."

Update 26. Mai, 14.13 Uhr: Freischaffende Künstler kritisieren Corona-Nothilfe

Freischaffende Künstler in Bayern haben die Corona-Krisenhilfe der Staatsregierung für die freie Kulturszene scharf kritisiert. "In Bayern darf es keine Künstler erster und zweiter Klasse geben, keine Unterscheidung zwischen subventionierter Kultur und den freien Kulturschaffenden", sagte Bernd Schweinar, Geschäftsführer des Verbands für Popkultur in Bayern, am Dienstag in München.

Das Mitte Mai von der Staatsregierung mit 140 Millionen Euro aufgelegte "Künstlerhilfsprogramm Plus" gehe am langfristigen Hilfsbedarf der freien Kulturszene vorbei. Diese habe demnach noch besonders lange mit Durchführungsverboten von Publikumsveranstaltungen zu kämpfen.

Freischaffende Künstler können im Rahmen des Hilfsprogramms zwischen Mai und September über drei Monate hinweg monatlich bis zu 1000 Euro erhalten. So sollen durch die Corona-Einschränkungen bedingte Honorarausfälle aufgefangen werden. Da das Arbeitsverbot viele Künstler wie Schauspieler, Musiker, Tänzer und Kabarettisten aber noch länger stark einschränke, brauche man einen dauerhaften Rettungsschirm, sagte Schweinar.

Insgesamt umfasst der Kulturrettungsschirm in Bayern 200 Millionen Euro. "Wir wollen so vielen Künstlerinnen und Künstlern in Bayern helfen wie möglich. 140 Millionen allein für die Künstlerhilfe sind ein starkes Signal", urteilte hingegen Kunstminister Bernd Sibler (CSU).

Update 26. Mai, 14 Uhr: Biergärten & Co bis 22 Uhr geöffnet

Hubert Aiwanger durfte verkünden, dass unter anderem Biergärten bald bis 22 Uhr öffnen dürfen. (Archiv)
Hubert Aiwanger durfte verkünden, dass unter anderem Biergärten bald bis 22 Uhr öffnen dürfen. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Gute Nachrichten hatte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auch für die Gastronomie zu verkünden. 

Biergärten und andere Außengastronomie darf ab 2. Juni bis 22 Uhr geöffnet sein. 

"Die Politik der schrittweisen Öffnung geht weiter", so Aiwanger. 

Durch die bisherigen Lockerungen hätte man noch keine negativen Folgen zu vermelden gehabt. 

In diesem Zusammenhang dankte er besonders der Disziplin der Bürger.

Update 26. Mai, 13.41 Uhr: Schulen und Kitas öffnen ab 1. Juli

Ab dem 1. Juli sollen für alle Kinder in Bayern wieder die Betreuungseinrichtungen und Schulen öffnen, so Söder während der Pressekonferenz. 

Der CSU-Chef hofft darüber hinaus, dass nach den Sommerferien wieder der ganz normale Regelbetrieb aufgenommen werden kann.

Update 26. Mai, 13.28 Uhr: Millionenhilfe für Kunst und Kultur

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) verspricht Millionenhilfen für Kunst und Kultur. (Archiv)
Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) verspricht Millionenhilfen für Kunst und Kultur. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) zeigt sich zufrieden: "Ich denke es ist ein guter Tag für Kunst und Kultur in Bayern."

Verschiedene Konzepte zum Schutz vor Ansteckungen und einer erneuten Verbreitung werden dabei noch konkretisiert. So könnten in Kinos statt Mundschutz-Vorgaben auch Trennwände denkbar sein. "Auch in Hinsicht auf den Verzehr von Popcorn."

Zudem werde man der Künstlersozialkasse mehr Möglichkeiten einräumen, Kunstschaffenden besser zu helfen und mehr Menschen abzudecken. Auch Ausfall-Honorare werden mit bis zu 60% vom Staat abgefedert.

42 Millionen Euro werden in rund 700 Theater und Kleinkunstbühnen, sowie 284 Kinos investiert. Von Technikern bis Maskenbildnern soll niemand vergessen werden, um die Kultureinrichtungen zu erhalten. Auch Bereiche wie Filmbranche oder Laienmusik werden beachtet.

Update 26. Mai, 13.24 Uhr: Bayerisches Soforthilfe-Programm endet im Mai

Soforthilfe für die Unternehmer gibt es nur noch im Mai.

Da es ein Bundes-Programm geben soll und man Überschneidungen mit den bayerischen Hilfsgeldern befürchtet, warnt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), dass bis Ende Mai jeder seinen Antrag stellen sollte.

Ab Juni wird es also keine bayerischen Soforthilfe-Maßnahmen mehr geben.

Update 26. Mai, 13.17 Uhr: Kontakt von bis zu 10 Menschen möglich

Schnell aber mit Vorsicht möchte Markus Söder dem Freistaat zurück zur Normalität verhelfen. (Archiv)
Schnell aber mit Vorsicht möchte Markus Söder dem Freistaat zurück zur Normalität verhelfen. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Ab 5. Juni dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Menschen treffen. Auch weitere Interessen der Bürger werden weiterhin ständig beobachtet und bewertet.

"Wir haben wirklich jeden Lebensbereich im Blick und schauen was geht." 

Er habe totalen Respekt vor jeder Demonstration, aber die Grundrechte, die faktisch eingeschränkt sind, betreffen in erster Linie lediglich nur noch "Abstand halten" und "Maske tragen". 

Die täglichen Debatten und Zweifel würden die Menschen völlig unnötig verunsichern, prangert er weiter an. "Wir werden hier nicht nachlassen", so Söder mit Blick auf die Situation in andere Länder. "Wir sind nicht bereit, diese Gefährdung zu gehen".

Alle Bürger, die sich Sorgen machen sollen wissen, dass man diese Sorgen auch höre und ernst nehme.

Update 26. Mai, 13.11 Uhr: Kinos und Fitness-Zentren öffnen wieder

Ab dem 15. Juni dürfen unter anderem Kinos wieder Filmfans begrüßen - mit Auflagen. (Archiv)
Ab dem 15. Juni dürfen unter anderem Kinos wieder Filmfans begrüßen - mit Auflagen. (Archiv)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Ab 15. Juni dürfen Theater und Kinos eröffnen, allerdings mit Einschränkungen. 

Im Innenbereich dürfen sich 50 Personen, im Außenbereich 100 Menschen aufhalten. Man lehne sich da an das Gottesdienst-Konzept an.

Diese Zahl werden man im nächsten Schritt auf 350, beziehungsweise 500 Personen anheben, wenn es die Umstände erlauben.

Ab dem 8. Juni werden auch Tanzschulen, Freibäder, Fitnesszentren und Indoor-Sportplätze unter Auflagen wieder geöffnet.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

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