Corona in Bayern: Ausbruch bei DEL-Team Straubing Tigers, Museen fordern Ende von 2G-plus

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 1.505.623* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 20.238 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 1.326.490 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 20. Januar)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 72 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 446 hospitalisierte Fälle. 354 Intensivbetten sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand: 20. Januar)

In München wurden 2949 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 175.342* an. Enthalten in dieser Zahl sind 146.743 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1671 Todesfälle. (Stand: 20. Januar)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 986,4 (RKI, Stand: 20. Januar).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 20. Januar, 18.31 Uhr: Münchner Champions-League-Halbfinale erneut verschoben

Der EHC Red Bull München muss weiterhin auf das Halbfinale in der Eishockey-Champions-League warten.
Der EHC Red Bull München muss weiterhin auf das Halbfinale in der Eishockey-Champions-League warten.  © Matthias Balk/dpa

Der EHC Red Bull München muss weiter auf die Austragung des Halbfinales in der Eishockey-Champions-League gegen Tappara Tampere warten.

Wie der dreimalige deutsche Meister und die Champions Hockey League (CHL) am Donnerstag mitteilten, muss die mittlerweile auf eine Partie verkürzte Vorschlussrundenbegegnung coronabedingt abgesagt werden. Demnach haben nach mehreren positiven Befunden finnische Behörden das gesamte Team des 17-maligen Meisters als Vorsichtsmaßnahme unter Quarantäne gestellt.

«Die CHL prüft derzeit gemeinsam mit den beiden Clubs und anderen Beteiligten, wie das Spiel neu angesetzt werden kann. Weitere Informationen gibt die Champions Hockey League zu gegebener Zeit bekannt», hieß es weiter.

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Ursprünglich hätte das Halbfinale zwischen den Münchnern und den Finnen in Hin- und Rückspiel am 4. und 11. Januar ausgetragen werden sollen. Nach einem Corona-Ausbruch beim EHC wurde aber zunächst das Spiel in der bayerischen Landeshauptstadt abgesagt, anschließend auch das Rückspiel in Finnland. Als Konsequenz sollte das Halbfinale in nur einer K.o.-Partie am 25. Januar in Tampere stattfinden.

Im zweiten Halbfinale hatte sich nach zwei Partien Rögle BK aus Ängelholm gegen die schwedischen Landsleute von Frölunda HC durchgesetzt.

Unabhängig vom Duell München - Tampere wird das für den 1. März angesetzte Endspiel auch in Ängelholm stattfinden.

Update 20. Januar, 18.11 Uhr: Ab sofort wieder FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen des Landtags

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete wieder eine FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen an. (Archiv)
Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete wieder eine FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen an. (Archiv)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Welle werden die Corona-Regeln im bayerischen Landtag weiter verschärft.

Neben der 3G-Regel - Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete - ordnete Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag wieder eine FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen an.

Abgeordnete, die keinen 3G-Nachweis erbringen können oder wollen, müssen weiterhin auf der Tribüne Platz nehmen, können aber auch von dort aus sprechen.

"FFP2-Masken schützen gerade vor der Omikron-Variante sehr gut, wie aktuelle Studien zeigen", sagte Aigner. "Sie helfen uns deshalb entscheidend dabei, dass der Bayerische Landtag handlungsfähig bleibt und gerade in der jetzigen Phase die notwendigen Debatten hier im Parlament geführt werden können."

Zugleich rief die Parlamentspräsidentin alle Abgeordneten auf, vor den Sitzungen einen PCR-Test zu machen.

Das Plenum soll nach einem Beschluss des Ältestenrats vom Donnerstag bis Ende Februar in reduzierter Besetzung tagen, aber aus Gründen der Geschäftsordnung mindestens mit der Hälfte der Abgeordneten.

Auch die Ausschüsse sollen bis Ende März in reduzierter Besetzung mit elf Abgeordneten tagen.

Update 20. Januar, 15.56 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 20. Januar, 15.41 Uhr: Sieben neue Corona-Fälle bei Eishockey-Team Straubing Tigers

Bei Spielern, Trainern und Betreuern der Straubing Tigers wurden Personen positiv auf Corona getestet.
Bei Spielern, Trainern und Betreuern der Straubing Tigers wurden Personen positiv auf Corona getestet.  © Armin Weigel/dpa

Die Straubing Tigers beklagen einen Corona-Ausbruch.

Wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mitteilte, wurden bei PCR-Tests am Donnerstag gleich sieben Spieler und drei Personen aus dem Trainer- sowie Betreuerstab positiv auf das Coronavirus getestet.

Tags zuvor hatten die Straubinger zuhause in der DEL mit 2:1 gegen die Adler Mannheim gewonnen. Dabei fehlte bereits Verteidiger Marcel Brandt, dessen Corona-Fall erst am Spieltag bekannt gemacht worden war.

Die nun Betroffenen seien in häuslicher Isolation, "es geht ihnen den Umständen entsprechend gut".

Das für Freitag angesetzte Heimspiel der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga ist inzwischen abgesagt worden.

Update 20. Januar, 11.51 Uhr: Museen fordern Ende von 2G-plus

Wegen stark eingebrochener Besucherzahlen fordern die Museen in Bayern eine Lockerung der strengen Zugangsregeln.

Die Museen seien durch die Einführung der 2G-plus-Regeln sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern in einem Offenen Brief am Donnerstag.

Es gebe einen "dramatischen Rückgang" bei den Besuchern in allen Häusern. Viele Museen im Freistaat kämen deshalb an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. "Unser kulturelles Angebot ist, wie das der Theater und das aller sonstigen kulturellen Einrichtungen, ein Grundpfeiler unseres kulturellen Selbstverständnisses", heißt es in dem Brief.

Während für die Gastronomie mit der 2G-Regel ein Sonderweg eingeschlagen worden sei, habe man den Museen weiterhin einen Quasi-Lockdown verordnet. So komme es in vielen Häusern zu der paradoxen Situation, dass im Museumscafé 2G herrsche, während an der Museumstür 2G-plus verlangt werde.

Die Vertreter der bayerischen Museen fordern in dem Schreiben "ein Ende der Ungleichbehandlung". Die bayerischen Museen hätten in jeder Phase der Corona-Wellen stets sehr verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt.

Update 19. Januar, 17.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 19. Januar, 14.50 Uhr: Verwaltungsgerichtshof kippt vorläufig 2G-Regel im Einzelhandel

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die grundsätzliche Beschränkung des Zugangs zu Einzelhandelsgeschäften auf Geimpfte und Genesene (2G) vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Das Gericht gab damit nach eigenen Angaben am Mittwoch in München einem Eilantrag einer Inhaberin eines Lampengeschäfts in Oberbayern statt.

Update 19. Januar, 10.58 Uhr: Weitere Corona-Fälle bei den Nürnberger Ice Tigers

Bei den Nürnberg Ice Tigers aus der Deutschen Eishockey Liga gibt es vier weitere Corona-Fälle.

Wie die Franken am Mittwoch mitteilten, wurden bei den Spielern Charlie Jahnke, Dennis Lobach, Blake Parlett und Andrew Bodnarchuk positive Befunde festgestellt. Die Akteure hätten sich mit milden Symptomen umgehend zurück in häusliche Isolation begeben.

Um eine weitere Ausbreitung innerhalb der Mannschaft zu verhindern, wurde auch das für den Mittwoch angesetzte Mannschaftstraining abgesagt. Stattdessen stand ein weiterer PCR-Test mit allen Spielern, Trainern und Betreuern an.

Die Nürnberger hatten am Wochenende die positiven Befunde von Alex Dubeau und Tim Bender bekannt gegeben.

Update 19. Januar, 9 Uhr: Viele Corona-Neuinfektionen in Bayern

Der rasante Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Bayern hält an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch (Stand: 3.27 Uhr) 17.637 neue Fälle im Freistaat, fast 7000 mehr als am Vortag.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 607,1. Am Dienstag lag die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 576,3. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg um 24 auf 20.214.

Spitzenreiter bei den Neuinfektionen war erneut die Stadt München. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 883,4 am Dienstag auf 948,9 am Mittwoch. Danach folgten die Landkreise Ebersberg (923,0), Miesbach (876,4) und Dachau (866,4). Den niedrigsten Wert meldete der Landkreis Coburg mit 206,8, allerdings mit steigender Tendenz. Am Vortag waren es noch 172,1 gewesen. Niedrige Werte gab es auch in den Landkreisen Kronach (262,2) und Passau (299,3).

Auf den Intensivstationen lagen am Mittwoch (Stand: 8.15 Uhr) bayernweit 378 Corona-Patienten, 228 von ihnen wurden invasiv beatmet. Rund 14 Prozent der Betten waren noch frei.

Update 18. Januar, 12.07 Uhr: Rechtswissenschaftler: Bundestag hat bei Corona zu lange geschwiegen

Der Würzburger Rechtswissenschaftler Horst Dreier hat dem Deutschen Bundestag zu zögerliches Verhalten bei der Pandemiebekämpfung vorgeworfen.

"Der Bundestag hat nach Beginn der Pandemie sieben bis acht Monate vergehen lassen, bis er gehandelt hat", sagte Dreier in einem Interview des "Münchner Merkur" (Dienstagsausgabe). Bis dahin sei nur auf der Grundlage von Verordnungen gehandelt worden. "Das hat die Normenhierarchie auf den Kopf gestellt, weil Gesetze über Verordnungen stehen. Und das halte ich für verfassungswidrig", sagte Dreier, der früher dem Deutschen Ethikrat angehörte und Mitglied sowohl der Bayerischen Akademie der Wissenschaften als auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist.

"Viele Abgeordnete wollten sich vermutlich den Schuh nicht anziehen und keine Prügel von ihren Wählern beziehen", sagte Dreier. Die später erlassene "Bundesnotbremse" bezeichnete Dreier als "zentralistischen Overkill".

Die Politik der neuen Ampel-Koalition setze deutlich mehr auf das Parlament als die große Koalition vorher. "Das scheint mir deutlich besser zu sein als vorher", sagte Dreier. Den Wegfall der epidemischen Notlage hält er für richtig.

"Ich halte die Notlage nicht mehr für sinnvoll. Wir haben eine hohe Impfquote von derzeit 72,5 Prozent, Omikron-Infektionen verlaufen deutlich milder als bei Delta, und irgendwann muss mit dem Spuk ja mal Schluss sein."

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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