Corona in Bayern: Inzidenz steigt weiter - weniger Intensivpatienten

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 1.567.023* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 20.308 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 1.343.130 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 23. Januar)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 72,1 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 471 hospitalisierte Fälle. 346 Intensivbetten sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand: 23. Januar)

In München wurden 3305 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 186.237* an. Enthalten in dieser Zahl sind 148.018 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1672 Todesfälle. (Stand: 23. Januar)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 1336,0 (RKI, Stand: 23. Januar).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 23. Januar, 13.01 Uhr: Coronavirus sorgt bei Straubing Tigers für nächste Spielabsage

Nach einer Serie von Corona-Fällen muss das nächste Spiel der Straubing Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausfallen.

Wie der Verein am Sonntag mitteilte, ist das für Mittwoch angesetzte Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg abgesagt worden. Die Verantwortlichen beider Teams stehen demnach wegen einer Neuansetzung "in engem Austausch" mit der DEL.

Die Straubinger hatten erst am Freitag sechs neue Corona-Fälle in ihrem Team vermeldet.

Update 23. Januar, 11.19 Uhr: Inzidenz in Bayern weiter gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist am Sonntag weiter geklettert auf knapp 864 (863,9).

Am Samstag war der Wert über die 800er Marke auf zunächst 822 gestiegen, nachdem die Inzidenz am Freitag laut Robert Koch-Institut bei 755 lag. Der Freistaat lag damit am Wochenende deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der am Sonntag erstmals die Schwelle von 800 überschritt (807).

Die Kommunen mit dem meisten Infizierten in einer Woche pro 100.000 Einwohner im Freistaat lagen auch am Sonntag alle in Oberbayern. Den höchsten Wert meldete der Landkreis Erding (1473,1), gefolgt vom Landkreis Ebersberg (1339,4) und der Landeshauptstadt München (1336). Die niedrigsten Inzidenzwerte hatten die oberfränkischen Kreise Coburg (340,8) und Kronach (310,5).

Trotz der hohen Zahlen entspannte sich die Situation in den Kliniken weiter etwas. Laut dem Intensivregister Divi lagen am Sonntag 332 erwachsene Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Bayern - dies waren elf weniger als noch am Freitag.

Update 23. Januar, 8.50 Uhr: Infektiologe für Beibehalten regionaler Lockdowns ab Inzidenz 1000

Der Infektiologe Chefarzt Clemens Wendtner hält bei hohen Infektionszahlen Einschränkungen weiter für notwendig und plädiert für ein Beibehalten der Regelung zu regionalen Lockdowns ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1000.

Er halte es für sinnvoll, "dass der 1000er Wert eingehalten wird", sagte der Infektiologie an der München Klinik Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. "Ich würde schon sagen, dass wir angesichts extrem steigender Neuinfektionen in diesen Tagen und voraussichtlich auch in den nächsten Wochen weitere Kontaktbeschränkungen benötigen."

Es sei davon auszugehen, dass die Omikron-Welle wegen der höheren Infektiosität schnell durchlaufen werde und der Peak im Februar und März erreicht werde, sagte Wendtner. In dieser Zeit müsste versucht werden, die Infektionszahlen nicht zu extrem werden zu lassen, um die Kliniken nicht zu überlasten.

Das gelte bei Omikron für die Intensivstationen, aber auch mehr und mehr für die Normalstationen, die stärker in den Blick genommen werden müssten.

Update 22. Januar, 11.20 Uhr: Inzidenz in Bayern steigt auf über 800 - weniger Intensivpatienten

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern steigt weiter sehr schnell und liegt nun über der 800er Marke. Am Samstag lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei rund 822 - nach 755 am Vortag.

Die Berliner Behörde meldete rund 20.500 neu bestätigte Fälle, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg um 32.

Die fünf Landkreise mit dem meisten Infizierten in einer Woche pro 100.000 Einwohner lagen alle in Oberbayern. Der Kreis Dachau lag mit einem Inzidenzwert von rund 1393 im Freistaat weiterhin an der Spitze, gefolgt von dem Landkreis Erding mit 1341.

Laut dem Intensivregister Divi lagen am Samstag 334 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Bayern - neun weniger als am Vortag.

Update 21. Januar, 19 Uhr: Sechs weitere Corona-Fälle bei den Straubing Tigers

Erneut wurden bei den Straubing Tigers weitere Corona-Fälle gemeldet.
Erneut wurden bei den Straubing Tigers weitere Corona-Fälle gemeldet.  © Armin Weigel/dpa

Die Serie von Corona-Fällen bei den Straubing Tigers reißt nicht ab.

Wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag mitteilte, sind insgesamt sechs weitere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Die Betroffenen haben sich umgehend in häusliche Isolation begeben, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", hieß es.

Zehntausende demonstrieren in Brüssel gegen geltende Corona-Maßnahmen
Coronavirus Zehntausende demonstrieren in Brüssel gegen geltende Corona-Maßnahmen

Erst tags zuvor hatten die Straubinger positive Befunde bei sieben Spielern und drei Personen aus dem Trainer- sowie Betreuerstab vermeldet.

Anschließend wurde das für Freitag angesetzte Heimspiel der Eisbären Berlin gegen die Tigers abgesagt.

Auch die Straubinger Partie am Sonntag gegen Schwenningen wurde von der DEL abgesetzt.

Update 21. Januar, 18.28 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 21. Januar, 14.47 Uhr: Corona-Fälle bei Iserlohn: Augsburger Panther vorerst spielfrei

Die Augsburger Panther können in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erstmal nur zuschauen.

Coronabedingt wurden die beiden kommenden Spiele gegen die Iserlohn Roosters am Sonntag beim Kontrahenten sowie am darauf folgenden Dienstag in Augsburg abgesagt.

Die Iserlohn Roosters sind wegen zahlreicher Corona-Fälle weiter nicht spielfähig, teilten die Panther am Freitag mit.

Ersatztermine wurden demnach noch nicht vereinbart.

Die kommenden Spiele der Augsburger Panther wurden coronabedingt vorerst abgesagt. (Symbolbild)
Die kommenden Spiele der Augsburger Panther wurden coronabedingt vorerst abgesagt. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 21. Januar, 14.47 Uhr: Söder will "substanzielle" Perspektive für Zuschauer im Profisport

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt sich dafür ein, auch im Profisport bald wieder Zuschauer zuzulassen.

Er werde bei der Bund-Länder-Runde am Montag dafür werben, sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Videoschalte des Parteivorstands.

Zunächst wolle er schauen, ob man eine einheitliche Linie hinbekomme, notfalls wolle Bayern aber auch alleine handeln. Auch der Profisport brauche "eine neue Perspektive".

Angaben, wie hoch die Auslastung sein könnte, wollte Söder zunächst noch nicht machen. Dies müsse man genau abwägen. Er sprach lediglich von einem "deutlichen" und einem "substanziellen" Signal - aber auch von einem "maßvollen".

Auch einen konkreten Zeitpunkt für entsprechende Lockerungen nannte er nicht.

Update 21. Januar, 14.31 Uhr: Söder: Corona-Maßnahmen derzeit nicht verschärfen

Regierungschef Markus Söder (CSU) möchte die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreiten nicht weiter verschärfen.
Regierungschef Markus Söder (CSU) möchte die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreiten nicht weiter verschärfen.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat sich vor der Ministerpräsidenten-Konferenz am Montag trotz sprunghaft steigender Infektionszahlen gegen härtere Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

"Es ist nicht sinnvoll, jetzt zu verschärfen", sagte der Parteichef nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes am Freitag in München.

Vielmehr müsse mit Augenmaß beobachtet werden, inwieweit sich die Omikron-Welle auf die Belastung des Gesundheitswesens auswirke.

Auf der anderen Seite gebe es auch keinen Anlass dafür, wie etwa in Großbritannien auf ein Corona-Management völlig zu verzichten. Es könne aber nach Lage der Dinge Erleichterungen geben.

Für Bayern kündigte er mögliche Lockerungen für die Zulassung von Zuschauern beim Profisport sowie für Kinder und Jugendliche bei der Beschäftigung am Nachmittag an.

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Delta-Variante könnten nicht einfach auf die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante übertragen werden.

Die Krankheitsverläufe seien milder, die Zahl der Booster-Impfungen steige, neue Impfstoffe und Medikamente kämen auf den Markt, sagte Söder.

Er kritisierte erneut, dass die Bundesregierung keinen eigenen Gesetzesentwurf für eine allgemeine Impfpflicht vorlegen will. Die Abstimmung über Gruppenanträge von Abgeordneten könne zu "Zufallsmehrheiten" im Bundestag führen, warnte Söder.

Er plädierte dafür, die Zeitpunkte für die Einführung einer Impfpflicht für Personal von Pflegeeinrichtungen sowie einer allgemeinen Impfpflicht zusammenzulegen. Andernfalls drohten weitere Personalprobleme in der Pflege.

Update 21. Januar, 8 Uhr: Höchster Inzidenz-Anstieg in Bayern seit Beginn der Corona-Pandemie

Das Robert Koch-Institut hat am Freitag eine Corona-Inzidenz von 755,0 für Bayern gemeldet.

Es ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie und der höchste Anstieg binnen eines Tages. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen und 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern noch bei 661,2 gelegen.

Die Zahl der im Freistaat in Zusammenhang mit Corona gemeldeten Todesfälle stieg um 30 auf 20 266. 343 Menschen lagen laut dem Intensivregister Divi am Freitagmorgen (Stand 7.05 Uhr) wegen Covid-19 auf Intensivstationen in Bayern.

Für elf Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern wurden Inzidenzen von über 1000 gemeldet - am Donnerstag waren es noch drei gewesen. Die Schwelle hat für die Maßnahmen gegen die Pandemie inzwischen aber keine Bedeutung mehr.

Am höchsten lag die Inzidenz laut RKI in Dachau (1288,1), Ebersberg (1178,4) und im Landkreis München (1153,0).

Titelfoto: Bildmontage: Peter Kneffel/dpa, wetzkaz/123RF

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