Corona in Bayern: Erste Spezial-Ambulanz für von "Long-Covid" betroffene Kinder und Jugendliche

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 626.394* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 17. Mai, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 577.240 wieder genesen; 14.595 Menschen sind gestorben.

In München wurden 127 neue Fälle gemeldet (Stand: 16. Mai, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 71.037* an. Enthalten in dieser Zahl sind 67.545 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1221 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der bayerischen Landeshauptstadt beträgt derzeit 54,3 (RKI, Stand: 17. Mai).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 17. Mai, 21.04 Uhr: Doch keine Drittimpfung im Landkreis Kronach nach Impfstoff-Wechsel

Im Landkreis Kronach sollen Menschen, die nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca auf einen mRNA-Impfstoff umsteigen, voraussichtlich doch keine dritte Impfung erhalten.

Das Gesundheitsministerium erachte eine Drittimpfung als nicht zulässig, da sie den Vorgaben der Corona-Impfverordnung für ein vollständiges Impfschema widerspreche, hieß es aus dem Ministerium nicht zuletzt mit Blick auf den Impfstoffmangel. Das Portal infranken.de hatte berichtet, das Landratsamt habe eine entsprechende Antwort des Ministeriums erhalten.

Ein Sprecher des Landkreises hatte am Freitag erläutert, Hintergrund der geplanten Drittimpfungen seien offene Fragen der ärztlichen Leitung des Impfzentrums. Bei den Menschen, die nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca ihre Zweitimpfung mit einem der sogenannten mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna erhalten möchten, "könnte für einen optimalen Schutz eine weitere dritte Impfung mit demselben Impfstoff sinnvoll sein", sagte der Sprecher.

Darauf wollte sich der Landkreis laut des Sprechers organisatorisch gut vorbereiten, um nicht plötzlich von einer Neuentwicklung überrascht zu werden. Deshalb sei für diese Menschen vorsorglich ein zusätzlicher Termin eingeplant worden. Bis es zu den dritten Impfungen kommen könnte, seien noch rund sechs Wochen Zeit. Bis dahin sei davon auszugehen, dass die offenen Fragen beantwortet würden, sagte der Sprecher. Der Bayerische Rundfunk hatte darüber berichtet.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Mitte April Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca empfohlen, für die Zweitimpfung zu einem der mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna zu wechseln. Hintergrund sind seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen in Zusammenhang mit der Astrazeneca-Impfung.

Update 17. Mai, 18.18 Uhr: Corona-Impfungen für ältere Schüler von Planegger Gymnasium

An einem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen.

Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule kurzfristig angeboten, sagte der Schulleiter Matthias Spohrer am Montag in Planegg. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien aber bereits geimpft worden.

"So entstand in Absprache mit dem Landratsamt München und nach Wegfall der Priorisierung in Bayern der Vorschlag, die Jugendlichen ab 16 in unserer Schule zu impfen."

Der Schulleiter hält die Immunisierung der Jugendlichen für sinnvoll. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei dieser Altersgruppe liege um ein Vielfaches höher, als bei Älteren. Außerdem schützten geimpfte Jugendliche ihre Kontaktpersonen in der Schule und in der Familie. Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung entschieden, das Angebot anzunehmen und die Umsetzung vor Ort zu organisieren.

Ein Ablehnen hätte umgekehrt für noch mehr Unverständnis gesorgt, ist Spohrer überzeugt. Man habe das Angebot an die Familien weitergeleitet und darauf aufmerksam gemacht, dass es "absolut freiwillig" sei.

Die Staatsregierung hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, die Priorisierung bei den Hausärzten für Corona-Impfungen im Laufe dieser Woche aufzuheben.

Update 17. Mai, 18.15 Uhr: Wechselunterricht an Grund- und Förderschulen in Nürnberg

Die Nürnberger Grund- und Förderschulen starten ab Dienstag wieder mit dem Wechselunterricht.

Nach den vierten Klassen kehren in Bayerns zweitgrößter Stadt nun auch die anderen Grundschülerinnen und -Schüler sowie die Jahrgangsstufe eins bis sechs der Förderschulen in die Klassenzimmer zurück, teilte die Stadt Nürnberg am Montag mit.

Diese hatten mit einer kurzen Unterbrechung im März monatelang von Zuhause aus lernen müssen. Für die weiterführenden und beruflichen Schulen gelten weiterhin die bisherigen Regelungen.

Nürnberg hatte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts an fünf Tagen infolge die Sieben-Tage-Inzidenz von 165 unterschritten. Am Montag lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner bei 116,3.

In Bayern liegen zurzeit noch vier kreisfreie Städte und Landkreise über dem Grenzwert von 165.

Update 17. Mai, 14.58 Uhr: Bayerns erste Ambulanz für Kinder mit Corona-Spätfolgen am Start

Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie wird immer deutlicher: An Spätfolgen leiden auch immer mehr Kinder und Jugendliche - auch wenn die Infektion in aller Regel mild oder sogar symptomfrei verläuft.

Nun entsteht in München Bayerns erste Spezial-Ambulanz für von "Long-Covid" betroffene Kinder und Jugendliche. Das Projekt der Kinderkliniken von Technischer Universität München (TUM) und Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) markiere den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit für Kinder mit seltenen Erkrankungen, teilten die Kliniken am Montag mit.

Symptome wie chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite könnten Monate nach der Corona-Infektion auftreten, hieß es. Mögliche Langzeitfolgen seien auch Entzündungen am Herzen und in Blutgefäßen sowie Autoimmunerkrankungen, die jedes Organ betreffen können.

Auch das könne im Einzelfall Kinder betreffen, sagte Christoph Klein, Direktor der Kinderklinik im Haunerschen Kinderspital und Koordinator der Allianz "Munich Change". "Das macht uns Sorge. Deshalb ist es wichtig, das Krankheitsbild bei Kindern besser zu verstehen." Mehrere Dutzend Kinder mit akuter Covid-Erkrankung oder Spätfolgen seien am Kinderspital bisher behandelt worden.

Die Fälle könnten möglicherweise zunehmen, sagte Johannes Hübner, Leiter der Pädiatrischen Infektiologie im Haunerschen Kinderspital. "Es gibt einen dringlichen Handlungsbedarf, einerseits für die betroffenen Patienten eine kompetente interdisziplinäre Betreuung zu schaffen, andererseits die vielfältigen Dimensionen dieser neuen Erkrankung zu studieren."

Beteiligt ist auch das Zentrum für Chronische Fatigue der TUM in der Kinderklinik Schwabing. Die Care-for-Rare Foundation unterstützt die Initiative.

Update 17. Mai, 13.30 Uhr: Mehr Flüge ab München in Pfingstferien - weit unter Niveau vor Corona

Reisende stehen am Flughafen München mit ihren Koffern an einem Check-In Schalter.
Reisende stehen am Flughafen München mit ihren Koffern an einem Check-In Schalter.  © Sven Hoppe/dpa

Die Pfingstferien und die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage lassen den Verkehr am Münchner Flughafen wieder zunehmen.

Vom 21. Mai bis 6. Juni sind insgesamt 4700 Starts und Landungen geplant, wie der Flughafen am Montag mitteilte. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Aufkommen der ersten beiden Mai-Wochen beziehungsweise den Osterferien.

In Letzteren hatte es 3600 Flüge gegeben. Vom Niveau vor Corona ist man allerdings nach wie vor weit entfernt: 2019 hatte es in den Pfingstferien 19.300 Flugbewegungen gegeben.

Mit dem Anstieg des Flugaufkommens soll auch das derzeit noch ungenutzte Terminal 1 wieder zum Einsatz kommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt ab dem 19. Mai würden allerdings die Check-ins für rund ein Dutzend Fluggesellschaften wieder ins Terminal 1 verlegt.

In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Besonders viele Starts gibt es in Richtung Spanien mit 368. Alleine Palma de Mallorca wird 125 mal angeflogen. Auch Griechenland steht mit 224 Starts dorthin hoch im Kurs.

Update 17. Mai, 7.40 Uhr: Immer weniger Corona-Neuinfektionen - noch zwei Regionen über 200

In Bayern sinkt die Zahl der Coronavirus-Neuinfizierten weiter - doch zwei Städte im Freistaat sind unter den bundesweiten Top Drei.

So meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen für die Stadt Schweinfurt 228,4 Neuinfizierte binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner - genauso viele hat der sächsische Erzgebirgskreis. Dahinter folgt die Stadt Coburg mit einem Wert von 219,1.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 82,6, knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 83,1.

30 der 96 Landkreise und Städte haben noch eine Inzidenz von über 100, aber nur noch 2 davon von mehr als 200. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen.

Update 16. Mai, 15.31 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 16. Mai, 15.01 Uhr: Bayern hilft Indien mit Beatmungsgeräten

Mit Beatmungsgeräten will der Freistaat im stark betroffenen Indien Unterstützung leisten. (Archiv)
Mit Beatmungsgeräten will der Freistaat im stark betroffenen Indien Unterstützung leisten. (Archiv)  © Rodrigo Abd/AP/dpa

Bayern will dem besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Indien mit Medizintechnik helfen.

Wie die Staatsregierung am Sonntag berichtete, sind 100 Beatmungsgeräte aus dem Pandemiezentrallager des Freistaats an den indischen Generalkonsul Mohit Yadav übergeben worden.

Voraussichtlich in der kommenden Woche würden die Geräte auf den Weg gebracht. "Diese Maßnahme ist ein Akt der Humanität und Solidarität mit einem engen Partner Bayerns, der sich in einer akuten Notlage befindet", sagte die bayerische Ministerin für Internationales, Melanie Huml (CSU).

Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 24 Millionen Corona-Infektionen registriert worden. Bei der Behandlung von Erkrankten gibt es insbesondere einen Mangel an Beatmungsplätzen in den Kliniken.

Deutschland und zahlreiche andere Länder hatten deshalb bereits entsprechende Technik nach Indien geliefert.

Update 16. Mai, 9.35 Uhr: "Corona-Party" mit mehr als 20 Menschen in Unterfranken

Eine "Corona-Party" haben mindestens 21 Leute in Unterfranken gefeiert.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde sie am Samstagabend in Karlstadt im Landkreis Main-Spessart zu einer vermeintlichen Geburtstagsfeier mit nach Schätzung des Anrufers etwa 30 bis 40 Personen gerufen.

Einige der Feiernden flüchteten bei Ankunft der Polizei in einen angrenzenden Wald, so dass letztendlich nur 21 Menschen angetroffen werden konnten.

Diese müssen mit Geldstrafen nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

Update 15. Mai, 15.26 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 15. Mai, 13.11 Uhr: 850 Menschen stehen Schlange für eine Impfdosis

Eine Sonderimpfaktion im Landkreis Ebersberg hat am Samstag für großen Andrang gesorgt.

Gegen 10 Uhr vormittags hätten etwa 850 Menschen am Volksfestplatz in der oberbayerischen Stadt für eine Impfdosis Schlange gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Einige Impfwillige warteten demnach bereits seit 5 Uhr und waren zum Teil aus entfernten Landkreisen angereist.

"Um den großen Andrang bewältigen zu können, haben wir in der Nacht auf Samstag weitere zehn Impfzimmer in der Tiefgarage des Impfzentrums eingerichtet", sagte Brigitte Keller, Leiterin des Corona-Krisenstabs des Kreises. Die Wartenden hätten sich "außerordentlich diszipliniert" verhalten. "Das hat uns alle überrascht."

Bei der Sonderimpfaktion in Ebersberg standen 1000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca zur Verfügung.

Organisiert wurde sie von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) begrüßte die Aktion.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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