Corona in Bayern: Gesundheitsminister Holetschek wirbt für Auffrischung

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 788.401* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 15.957 Menschen sind am Virus gestorben, 731.200 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 25. Oktober 2021)

Die Impfquote in Bayern liegt derzeit bei 64,1 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 397 hospitalisierte Fälle, die Belegung der Intensiv-Versorgungskapazitäten durch bestätigte Covid-19-Patienten liegt aktuell entsprechend bei 339. (Stand: 25. Oktober)

In München wurden 158 neue Fälle gemeldet . Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 92.505* an. Enthalten in dieser Zahl sind 87.420 Personen, die inzwischen als genesen gelten sowie 1359 Todesfälle. (Stand: 25. Oktober)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 115,6 (RKI, Stand: 25. Oktober).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 25. Oktober, 18.35 Uhr: Corona-Fälle! Teilweiser Aufnahmestopp in Wasserburger Klinik

Eine Station der RoMed Klinik in Wasserburg am Inn nimmt nach drei positiven Corona-Tests vorsorglich nur noch Notfall-Patienten auf.

Wie die RoMed-Kliniken am Montag in Rosenheim mitteilten, ist der Aufnahmestopp in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bereits am Samstag in Kraft getreten. Zwei Mitarbeiter der Station und eine entlassene Patientin seien zuvor positiv auf Corona getestet worden. Derzeit würden alle Patienten und Mitarbeiter der Station mit PCR-Tests mehrfach untersucht.

Bislang sei keine weitere Infektion festgestellt worden.

Nach Vorliegen aller Testergebnisse werde über eine Verlängerung oder Aufhebung des Aufnahmestopps entschieden.

Update 25. Oktober, 17.49 Uhr: Rekord-Inzidenz bei bayerischen Kindern und Jugendlichen

Die Coronavirus-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Bayern sind so hoch wie nie zuvor.

Hier findet Ihr den Artikel zu den Corona-Rekordwerten bei Heranwachsenden im Freistaat.

Update 25. Oktober, 16.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 25. Oktober, 8.07 Uhr: Impfquote in Gefängnissen niedriger als in Gesamtbevölkerung

Die Impfquote in Bayerns Gefängnissen ist deutlich niedriger als in der Gesamtbevölkerung - und das hat Gründe. (Symbolbild)
Die Impfquote in Bayerns Gefängnissen ist deutlich niedriger als in der Gesamtbevölkerung - und das hat Gründe. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

In Bayerns Gefängnissen ist die Quote der gegen das Coronavirus geimpften Insassen deutlich niedriger als die der Gesamtbevölkerung.

Zum Stichtag 31. August - neuere Zahlen lagen dem Justizministerium noch nicht vor - waren knapp die Hälfte (49,7 Prozent) der Insassen zumindest einmal geimpft, wie eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion ergab.

Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt waren rund 58 Prozent aller Menschen in Bayern bereits vollständig geimpft.

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Die Grünen-Abgeordnete Stephanie Schuhknecht kritisierte den niedrigen Wert: "In den Gefängnissen sind viele Menschen an einem Ort und es gibt eine etablierte medizinische Versorgung, also hätte man hier eigentlich viel schneller und effizienter impfen können. Zumal ein Corona-Ausbruch in einer Justizvollzugsanstalt besonders verheerend wäre und nur durch strenge Auflagen für die Gefangenen und die Bediensteten verhindert werden kann."

Dabei stellen diese strengen Maßnahmen aus Sicht der Grünen-Politikerinnen und -Politiker, die als Reaktion auf die ersten Zahlen nun mithilfe einer zweiten Anfrage noch mehr Informationen von der Staatsregierung bekommen wollen, nicht nur eine große Belastung für die Bediensteten und die Gefangenen dar, sondern schränken auch die wichtigen Resozialisierungsmaßnahmen ein.

Das Staatsministerium der Justiz wies jedoch darauf hin, dass die genannten Zahlen lediglich die zum Stichtag noch inhaftierten Gefangenen enthalten - nicht erfasst sind die geimpften Gefangenen, die zwischenzeitlich bereits entlassenen wurden.

Auch kämen aufgrund der teilweise hohen Fluktuation besonders durch Untersuchungshaft und kurze (Ersatz-)Freiheitsstrafen jeden Monat viele neue, ungeimpfte Gefangene hinzu. Somit seien insgesamt deutlich mehr Gefangene in den Anstalten geimpft worden, als es zunächst den Anschein habe.

Außerdem war den Anstaltsärztinnen und -ärzten bis Anfang Oktober gar nicht erlaubt, die Corona-Impfung zu verabreichen, weil sie in der Corona-Impfverordnung nicht als Leistungsbringer genannt waren. Die Insassen bekamen ihren Pieks deshalb von mobilen Teams der Impfzentren. Dies wurde inzwischen geändert.

Update 25. Oktober, 8 Uhr: Holetschek: Auffrischungsimpfungen in der Pflege wichtig

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) wirbt für die Auffrischungsimpfung. Vor allem in der Pflege.
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) wirbt für die Auffrischungsimpfung. Vor allem in der Pflege.  © Matthias Balk/dpa

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) wirbt für mehr Auffrischungsimpfungen gegen Corona in der Pflege.

"Es ist wichtig, dass insbesondere ältere Menschen vor sogenannten Impfdurchbrüchen geschützt werden – also vor Infektionen, die auch nach vollständigen Impfungen auftreten können", sagte Holetschek seinem Ministerium zufolge.

Durch Auffrischungsimpfungen werde der Impfschutz entscheidend verstärkt - das gelte auch für Beschäftigte in der Pflege.

Insgesamt gab es im Freistaat nach Angaben des Ministers bisher mehr als 207 300 Auffrischungsimpfungen (Stand 22. Oktober). In Bayern sind die Zusatzimpfungen seit Mitte August möglich.

"Insbesondere bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, ist eine Drittimpfung nach sechs Monaten ratsam", sagte Holetschek.

Die Auffrischung wird vom Ministerium und Ärztevertretern vor allem Menschen über 80 Jahren und Hochrisikopatienten empfohlen. Zudem seien die Zusatzimpfungen auch für Berufsgruppen möglich, die regelmäßig Kontakt mit infektiösen Menschen haben.

Dazu gehören Beschäftigte in der Pflege, medizinisches Personal, Mitarbeiter im Rettungsdienst, mobile Impfteams, pädagogisches Personal sowie Beschäftigte in personennahen Dienstleistungen.

Update 22. Oktober, 16.38 Uhr: Gericht erkennt Corona-Infektion von Polizisten als Dienstunfall an

Das Augsburger Verwaltungsgericht hat die Covid-19-Infektion eines Polizeibeamten als Dienstunfall eingestuft.

Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßte die Entscheidung. Bislang seien die von rund 100 von Polizeibeamtinnen und - beamten gestellten Dienstunfallanträge im Freistaat immer abgelehnt worden.

Den vollständigen Bericht findest du >>hier.

Update 22. Oktober, 16.20 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 22. Oktober, 8.40 Uhr: Grünen-Fraktionschefin findet Begriff "Freedom Day" irreführend

Die Chefin der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, kann mit dem Begriff "Freedom Day" für den Tag des Endes aller Corona-Maßnahmen nicht viel anfangen.

"Ich finde den Namen irreführend", sagte sie der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe). "Der lässt den Eindruck entstehen, wir wären in den vergangenen anderthalb Jahren nicht frei gewesen. Das ist doch Quatsch. Das Herz unserer Demokratie hat die ganze Pandemie über kräftig geschlagen: Die Parlamente haben getagt, die Gerichte haben entscheiden, die Exekutive war handlungsfähig."

Es habe eine "demokratische Abwägung" stattgefunden, betonte die Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag in dem Zeitungsinterview: "Einschränkung von Freiheiten, um Menschen vor schwerer Krankheit oder Tod zu schützen."

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) müsse sich "übrigens die Vorhaltung gefallen lassen, dass sein Bundesland bei der Impfquote im Bundesvergleich weit, weit hinten liegt", sagte sie. "Aber mit Impfskeptikern wie Hubert Aiwanger im Gepäck ist es halt nicht so einfach."

Update 22. Oktober, 6.04 Uhr: Holetschek für Verlängerung der epidemischen Lage

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).  © Sven Hoppe/dpa

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert die Verlängerung der epidemischen Lage durch den Bundestag.

Sonst "könnte das Infektionsschutzgesetz nicht mehr ohne weiteres angewendet werden", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Testnachweis- und Maskenpflicht hätten dann keine ausdrückliche Rechtsgrundlage mehr.

"Das müssen wir unbedingt vermeiden - denn mit Blick auf möglicherweise steigende Infektionszahlen im Winter werden wir weiter Schutzmaßnahmen brauchen."

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Freitag darüber. Einer Beschlussvorlage zufolge wollen sie auf einen rechtssicheren Rahmen dringen, um Corona-Schutzmaßnahmen aufrechterhalten zu können.

Die epidemische Lage wurde vom Bundestag im März 2020 festgestellt und mehrfach verlängert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, die bundesweite Corona-Notlage am 25. November auslaufen zu lassen.

Die Länder könnten laut Infektionsschutzgesetz aber über die Landtage die Notwendigkeit weiterer Corona-Maßnahmen feststellen.

Update 21. Oktober, 8.35 Uhr: Höchste Landkreis-Inzidenzen in Bayern - 416 in Berchtesgadener Land

Die Inzidenzen steigen - wie von anfang an erwartet - deutlich an. Bayern liegt im Bundesvergleich weit vorne. (Symbolbild)
Die Inzidenzen steigen - wie von anfang an erwartet - deutlich an. Bayern liegt im Bundesvergleich weit vorne. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Inzidenzen in zahlreichen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten steigen weiter.

Am Donnerstag lag der Wert erstmals seit Mitte April wieder in einem bayerischen Landkreis über 400, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen hervorgeht.

Mit einem Wert von gemeldeten 416,6 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohnern weist das Berchtesgadener Land auch bundesweit die höchste Inzidenz auf.

Insgesamt prägt Bayern die Spitze dieser Statistik: Die bundesweit neun höchsten Inzidenzen in Landkreisen oder kreisfreien Städten kommen aus dem Freistaat. Hinter dem Berchtesgadener Land folgen die Landkreise Mühldorf am Inn mit 399,2, Traunstein mit 375,2 und Straubing-Bogen mit 347,9. Auf den Plätzen fünf bis neun sind es die Landkreise Miesbach, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Cham, sowie Stadt und Landkreis Rosenheim.

In ganz Bayern liegt die Inzidenz inzwischen bei 141. Das ist der zweithöchste Wert in Deutschland. Die höchste Inzidenz hat Thüringen mit 172,2.

Mittlerweile ist für die Einleitung von Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern allerdings die Inzidenz nicht mehr der wichtigste Wert. Dies ist vielmehr die Krankenhaus-Ampel, die laut dem bayerischen Gesundheitsministerium im Freistaat weiter auf Grün steht. Bei der Ampel wird ausgewertet, wie viele Covid-19-Patienten in die Krankenhäuser kommen oder sogar auf die Intensivstationen müssen. Diese Werte lagen zuletzt noch deutlich unter den Grenzen, ab denen Maßnahmen greifen.

Die Inzidenzzahlen geben aber einen Eindruck der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Sie beruhen auf der Meldung des RKI vom Freitagmorgen und können sich nachträglich noch ändern.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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