Coronavirus in Chemnitz: Erstmals keine Corona-Neuinfektionen in Sachsen!

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 204 Corona-Fälle (Stand: 29. Mai). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.
Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.  © Maik Börner

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Seit dem 18. Mai haben auch Kitas und Grundschulen wieder unter Einschränkungen geöffnet.

Verboten sind nach wie vor Großveranstaltungen über 1000 Leute, auch Clubs bleiben geschlossen.

Treffen dürfen sich die Personen zweier Hausstände. 

>>> Hier findet Ihr häufige Fragen zum Umgang mit der Sächsischen Corona-SchutzVerordnung.

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 15. Mai bis 5. Juni gilt.

>>>Hier findet Ihr den Bußgeldkatalog dazu.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 1. Juni, 15.48 Uhr: Erstmals keine Corona-Neuinfektionen in Sachsen gemeldet

Erstmals seit knapp drei Monaten sind den Behörden in Sachsen keine neuen Corona-Infektionen mehr gemeldet worden. Am Pfingstmontag lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wie schon am Sonntag bei 5304, teilte das Gesundheitsministerium mit. 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Erstmals gab es in Sachsen keine Corona-Neuinfektion (Symbolbild).
Erstmals gab es in Sachsen keine Corona-Neuinfektion (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 1. Juni, 13 Uhr: Keine Krankschreibungen per Telefon mehr

Wer erkältet ist und sich krankschreiben lassen will, muss ab heute wieder zum Arzt gehen. Bis zum 31. Mai galt die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in den Praxen nicht mehr, da mittlerweile viele spezielle Hygienekonzepte haben.

Update, 1. Juni, 11 Uhr: Befragung belegt Zusammenhang von Corona und Verlust des Geruchssinns

Eine international angelegte Befragung belegt, dass eine Coronainfektion mit dem Verlust des Geruchssinns einhergehen kann. Das Virus greife offenbar Zellen des Riechepithels an und sorge für einen Ausfall der Rezeptoren, teilte das an der Analys beteiligte Universitätsklinikum Dresden am Pfingstmontag mit. Da sich die Zellen regelmäßig erneuern, klinge die Geruchsstörung bei vielen Betroffenen auch wieder ab. Das Phänomen gehe - anders als etwa bei einem grippalen Infekt - nicht mit einer verstopften Nase einher.

Die Ergebnisse resultieren aus einer Onlinebefragung und basieren auf Beiträgen von gut 4000 Patienten mit Covid-19-Diagnose aus mehr als 40 Ländern, wie es hieß. Die Analyse wurde bisher nur in einer sogenannten Preprint-Version veröffentlicht, sie wurde noch nicht von unabhängigen Gutachtern beurteilt und in einer Fachzeitschhrift veröffentlicht.

Viele der Angaben stammen aus den USA, Frankreich und Italien. "Wir erleben aber auch in Deutschland immer mehr ehemalige Corona-Patienten, die nach der Erkrankung über eine eingeschränkte Riechfähigkeit klagen", erklärte Thomas Hummel. Der Professor leitet das interdisziplinäre Zentrum "Riechen und Schmecken" an der HNO- Klinik des Dresdner Uniklinikums. Eine plötzlich aufgetretene Riechstörung könne ein Hinweis auf eine mögliche Corona-Infektion sein.

Dass viele Patienten parallel dazu vermeintlich auch über Veränderungen bei der Geschmackswahrnehmung berichten, könnte laut Hummel ein Interpretationsfehler sein. Die meisten könnten bisherigen Erkenntnissen zufolge die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig weiter einigermaßen zuverlässig unterscheiden. "Was sie vermissen, sind die Aromen der Lebensmittel. Um diese zu erkennen, brauche es das Zusammenspiel mit dem Geruchssinn."

Update, 1. Juni, 7.50 Uhr: Soziale Arbeit - Einzelne Leistungen coronabedingt nicht finanziert

Zu Beginn der Corona-Krise befürchteten soziale Träger harte Einschnitte für die Schwächsten der Gesellschaft. Bislang sind jedoch nur vereinzelte Sozialleistungen betroffen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei verschiedenen Trägern in Sachsen ergab. So ist zum Beispiel ein Tagestreff für wohnungslose Menschen in Zwickau in Schieflage geraten, weil die Stadt Zwickau eine Haushaltssperre verhängt hat. Coronabedingt ist der viertgrößten Stadt Sachsens rund ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen.

Von einer flächendeckenden Unterfinanzierung der sozialen Arbeit durch Corona kann derzeit aber nicht die Rede sein. "Uns sind bisher nur Einzelfälle bekannt", sagte etwa Thomas Neumann, Sprecher des Landesverbands der Parität, gegenüber dpa. Doch mit Blick auf die vielerorts ohnehin schon klammen Haushalte befürchten die befragten Träger zukünftig einen Sparkurs. Laut aktueller Steuerschätzung könnten Sachsens Kommunen coronabedingt bis 2024 mehr als eine Milliarde Euro fehlen. 

Update, 31. Mai, 14.50 Uhr: Weiter nur geringer Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen hat seit Samstag kaum zugenommen. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Sonntag veröffentlichte Übersicht verzeichnete fünf neue Fälle binnen 24 Stunden

Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5304 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. 

Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4860 Betroffene wieder genesen sind, zehn mehr als am Vortag.

Update, 30. Mai, 14.55 Uhr: Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen weiter gering

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen nimmt trotz Lockerungen weiter nur leicht zu. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Samstag veröffentlichte Übersicht verzeichnete zehn neue Fälle binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5299 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. 

Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4850 Betroffene wieder genesen sind, 30 mehr als am Vortag.

Update, 30. Mai, 11.28 Uhr: Chemnitzer Infektiologe warnt vor Corona-Antikörpertest

Das Chemnitzer Gesundheits- und Therapiezentrum Admedia bietet nun die Möglichkeit, sich auf Corona-Antikörper zu testen. Damit werden Menschen identifiziert, welche die Infektion bereits durchlaufen haben.

Der Test kann unabhängig vom Hausarzt und ohne vorherige Anmeldung beim Gesundheitsamt gemacht werden. Nach einer Blutabnahme flattert nach etwa drei Werktagen das Ergebnis in den Briefkasten. 

Warum der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald vor dem Antikörpertest warnt, lest Ihr >>hier.

Der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald warnt vor dem Corona-Antikörpertest.
Der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald warnt vor dem Corona-Antikörpertest.  © PR

Update, 30. Mai, 8.07 Uhr: Stadt stellt Corona-Bußgelder im Wert von insgesamt 73.000 Euro aus

Chemnitz hat bis gestern insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung erfasst. Das teilt die Stadt auf Anfrage von TAG24 mit. 453 Bußgeldbescheide wurden bisher erlassen. 

Insgesamt stellte die Stadt Bußgelder im Wert von insgesamt rund 73.000 Euro aus! 

"Die meisten Verfahren wurden im Zusammenhang mit den Versammlungen/Demonstrationen am 20. und 24. April sowie am 8. Mai 2020 registriert", so ein Stadtsprecher. 

Die Stadt Chemnitz verzeichnet insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung (Archivbild).
Die Stadt Chemnitz verzeichnet insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung (Archivbild).  © Jan Härtel haertelpress

Update, 29. Mai, 18.11 Uhr: GEW Sachsen will Corona-Tests auch für Erzieher

Die GEW Sachsen fordert mit dem Übergang zum eingeschränkten Regelbetrieb in Kitas analog der Lehrer auch vom Freistaat finanzierte Corona-Tests für Erzieher. Eine Übereinkunft dazu in der Staatsregierung steht nach Angaben der Bildungsgewerkschaft vom Freitag jedoch aus. Angesichts der geplanten weiteren Lockerungen für Kitas und Horte müssten spätestens jetzt aber auch Testmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte geschaffen werden.

"Was bei allen Berufen, in denen Beschäftigte eng mit anderen Menschen zusammenarbeiten, selbstverständlich und richtig ist, wird ausgerechnet bei denjenigen, die sich weder durch Schutzkleidung noch mit Hilfe von Abstandsregeln schützen können, außer Acht gelassen", kritisierte Landesvorsitzende Uschi Kruse.

Es dürfe keine Frage des Geldes sein, ob Erzieher Zugang zu Covid-19-Tests erhalten. Wenn das Land so eine Verfügung treffe, müsse es die Träger entsprechend finanziell ausstatten.

Update, 29. Mai, 15.17 Uhr: 78 Prozent der Kita-Kinder wieder in Betreuung

Der Anteil der regelmäßig betreuten Kinder in Sachsens Kindertagesstätten ist in der letzten Maiwoche auf 78 Prozent gestiegen. Der eingeschränkte Regelbetrieb sei schrittweise angelaufen, wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag in Dresden unter Bezug auf von ihm erhobene Daten am Freitag mitteilte. In der Woche vom 18. Mai waren demnach 68 Prozent der sonst regelmäßig betreuten Kinder wieder in Kinderkrippe oder -garten. Die Einrichtungen könnten sich so gut auf die coronabedingten Besonderheiten der Betreuung einstellen, hieß es.

Der SSG verlangt aber eine fortlaufende Prüfung und Anpassung der Vorgaben an das "erfreulich niedrige" Infektionsgeschehen und die für den 6. Juni angekündigten weiteren Lockerungen. Nur so könne die bisher hohe Akzeptanz für Einschränkungen und Pflichten aufrechterhalten werden, sagte Geschäftsführer Mischa Woitscheck.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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