Coronavirus in Dresden: Köpping plant, Großveranstaltungen wieder zuzulassen

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 653 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 15. August, 12 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.
Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen kehrt langsam die Normalität zurück. So haben Läden, Geschäfte, Restaurants und Hotels bereits wieder geöffnet - natürlich alle unter Berücksichtigung eines Hygiene-Konzepts.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen oder im öffentlichen Nachverkehr gilt weiterhin im Freisstaat.

Auch Schüler und Kita-Kinder können nach und nach wieder zurück in die Einrichtungen.

Einschränkungen gibt es noch bei Großveranstaltungen mit über 1000 Leuten, diese dürfen nicht stattfinden. Die Clubs dürfen zwar wieder öffnen, doch Tanzen ist nicht erlaubt. 

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >>> hier.

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Update, 15. August, 13.37 Uhr: Köpping schließt zweiten Corona-Lockdown in Sachsen aus

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping rechnet trotz steigender Corona-Infektionszahlen nicht mit einem zweiten Lockdown im Freistaat. Es werde "nicht dazu kommen, dass wir zu solchen Maßnahmen greifen müssen, wie wir sie hatten", sagte die SPD-Politikerin der "Sächsischen Zeitung" (Samstag). 

Nach Prognosen in ihren Expertenrunden werde nur mit punktuellen Ausbrüchen gerechnet. "Ich glaube, dass wir gut reagieren können, wenn es zu einem Hotspot kommt", so Köpping.

Kommende Woche wolle Köpping dem Kabinett in Dresden vorschlagen, öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen unter strengen Bedingungen zuzulassen. "Wenn in dem betreffenden Landkreis 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen auftreten, finden geplante Veranstaltungen in dieser Größenordnung definitiv nicht statt", ergänzte sie. 

Zugleich sprach sie sich gegen eine Rückkehr der Fans in die Stadien bei Bundesligaspielen aus. "Wir wollen den 31. Oktober abwarten." Ein Ende der Maskenpflicht komme zum derzeitigen Zeitpunkt ebenfalls nicht infrage, sagte die Gesundheitsministerin weiterhin. 

In Sachsen gilt die Maskenpflicht für Busse und Bahnen, beim Einkaufen und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. August, 13.27 Uhr: Neue Infektionen

Die Stadt Dresden hat am Samstag vier neue Infektionen gemeldet. Insgesamt sind es nun 653.

In den letzten sieben Tagen erhöhte sich die Gesamtzahl damit um 12 Patienten.

Update, 14. August, 18.49 Uhr: DEL2 verschiebt Saisonstart auf Anfang November

Fans der Dresdner Eislöwen müssen sich ein wenig länger gedulden als erwartet, denn die DEL2 hat ihren Saisonstart auf den 6. November verschoben.

In Absprache mit den Klubs der 2. Eishockey-Liga und unter Rücksichtnahme auf das Hygienekonzept der Task Force Eishockey sollte die neue Spielzeit eigentlich schon am 2. Oktober beginnen. Laut einer Pressemitteilung der Liga kann die Planung und Umsetzung des Spielbetriebs wegen regionalen Unterschieden bei den behördlichen Verordnungen sowie fehlender Genehmigungen für einen Spielbetrieb mit Zuschauern Anfang Oktober allerdings nicht gewährleistet werden.

Die neue Saison der DEL2 startet nun voraussichtlich am 6. November.
Die neue Saison der DEL2 startet nun voraussichtlich am 6. November.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. August, 12 Uhr: Corona-Patient genesen

Am heutigen Freitag meldet die Landeshauptstadt Dresden keine neuen Infektionsfälle. Jedoch gilt nun ein Patient mehr als geheilt.

Es sind somit insgesamt 649 Personen in der Landeshauptstadt mit dem Coronavirus infiziert gewesen, 627 sollen bereits wieder gesund sein, 10 starben an und mit einer Infektion. 12 Dresdner sind somit aktuell mit der neuartigen Lungenkrankheit infiziert.

Update, 14. August, 8 Uhr: Marktschreier: Schwere Verluste und Neustart nach Corona-Krise

Nach der fünfmonatigen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie rechnet die Zunft der Marktschreier mit großen Verlusten. Die Mitglieder hoffen nun auf wenigstens noch zehn der 46 sonst üblichen Veranstaltungen pro Jahr, wie Joachim Borgschulze als Chef der Echten Gilde der Marktschreier vor dem Spektakel an diesem Wochenende im vogtländischen Plauen der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

"Hinter den Marktschreiern liegt eine sehr schwierige Zeit, unsere Leute haben am Existenzminimum gelebt", so Borgschulze.

Nach dem Neustart Anfang August in Forst (Brandenburg) hoffen Wurst-Achim, Aal-Ole, Käthe Kabeljau und andere dann auch noch in Stollberg (Erzgebirge), Hagen und Essen (Nordrhein-Westfalen) auf Kunden. «Wir präsentieren eine althergebrachte Veranstaltung, die sich über die Jahrhunderte bewährt hat», sagte Borgschulze. Das Spektakel habe Zukunft, trotz moderner Einkaufsmöglichkeiten wie Onlineshopping. 

Wurst-Achim während eines Markttages in Chemnitz.
Wurst-Achim während eines Markttages in Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Update, 13. August, 14.26 Uhr: Eine neue Infektion

Am Donnerstag meldete die Stadt Dresden insgesamt 649 Infizierte (+1). 

Update, 13. August, 10.31 Uhr: Dresdner Start-up entwickelt App zur Corona-Nachverfolgung

Die Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter in Fußballstadien oder anderswo soll schon bald mit einer App aus Dresden erleichtert werden. Das Projekt "pass4all" des gleichnamigen Start-ups befinde sich in der abschließenden Testphase und soll ab dem 1. September kostenlos in den App-Stores zum Download verfügbar sein, teilte das Unternehmen mit.

Der Nutzer muss sich einmalig registrieren und kann dann anonymisiert Stadien, Kirchen, Konzerte oder andere Veranstaltungen besuchen.

"Personalisierte Eintrittskarten oder handgeschriebene Listen, deren Datenschutzkonformität oft fraglich ist, werden mit "pass4all" nicht mehr notwendig sein", hieß es. Die Anonymität der Gäste bleibe gewahrt, eine Fälschungssicherung sorge für einen sicheren Check-in. Die Daten würden schon auf dem Handy des Nutzers verschlüsselt und den Gesundheitsämtern schnell und direkt übermittelt - gefiltert nach Ort, Zeit, Areal, Reihe und Sitzplatz. Im Falle einer Infektion könne eine Kette so effektiv nachverfolgt werden.

"Praktikable Lösungen wie diese sind wichtig, um Kontakte im Infektionsfall schnell und sicher nachzuvollziehen und so größere Veranstaltungen wieder zu ermöglichen", erklärte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). "Nach wie vor leidet die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche unter den Hygieneauflagen zum Schutz der Gäste und Veranstaltungsteilnehmer von Großevents", sagte Ulf Neuhaus, Präsident der Deutschen Barkeeper Union. Die App aus Dresden helfe, Schritt für Schritt wieder Normalität zu erlangen.

In Deutschland existieren bereits mehrere technischen Lösungen zur Rückverfolgung von Kontakten bei einer Corona-Infektion. Die digitale Lösung iStaySafe beispielsweise soll es Restaurants, Theatern oder Kliniken ermöglichen, Besuche gemäß Datenschutz nachzuverfolgen, um so Anforderungen zur Erfassung von Gästedaten nachzukommen.

Mannheim nutzt seit Ende Mai als erste deutsche Stadt eine App zur Nachverfolgung von Corona-Fällen. Viele Staaten ließen Warn-Apps für Corona-Infektionen entwickeln. Auch die Bundesregierung hatte das veranlasst. Die App soll helfen festzustellen, ob man in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann.

Dresden: Kathleen Parma und Jörg Meißner, Entwickler vom sächsischen Startup "pass4all", halten ein Smartphone mit der App-basierten Lösung zur anonymen Kontaktnachverfolgung mit verifizierten Kontaktdaten in den Händen.
Dresden: Kathleen Parma und Jörg Meißner, Entwickler vom sächsischen Startup "pass4all", halten ein Smartphone mit der App-basierten Lösung zur anonymen Kontaktnachverfolgung mit verifizierten Kontaktdaten in den Händen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. August, 21.34 Uhr: Sachsen bekommt Testzentren an Grenzen zu Polen und Tschechien

Urlaubsrückkehrer nach Sachsen können sich ab diesem Freitag an den Autobahn-Grenzübergängen zu Polen und Tschechien auf eine Corona-Infektion testen lassen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 12. August, 14 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Dresden

Zum ersten Mal seit mehreren Wochen gibt es wieder fünf Neuinfektionen. Das meldet die Stadt Dresden. Nun gibt es insgesamt 648 Fälle seit Beginn.

Update, 12. August, 7.44 Uhr: Höchster Stand seit Mai - 1226 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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