Coronavirus in Dresden: Museen und Galerien bleiben online präsent

Dresden - Die Corona-Krise hat auch Dresden im Griff. In der Stadt gibt es derzeit 398 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 2. April, 12 Uhr)

Ein Anwohner liest am Neumarkt ein Buch im Quarantäne-Anzug und hinter Absperrband.
Ein Anwohner liest am Neumarkt ein Buch im Quarantäne-Anzug und hinter Absperrband.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Dennoch hält man sich von Seiten des Freistaates an die Zusage, Italien bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. 

Inzwischen ist eine italienische Militärmaschine mit Patienten eingetroffen. Diese werden unter anderem in die Kliniken nach Dresden und Coswig verlegt. 

Die Stadt gleicht indes beinahe einer Geisterstadt. Und das soll sich so bald nicht ändern: Denn die vom Freistaat verfügte Ausgangsbeschränkung wurde bis zum 19. April verlängert. 

Die Menschen halten sich zum Großteil an die verhängte Ausgangssperre. Straßen, Parks und Plätze sind bedeutend leerer.

Immerhin: Die Verlaufskurve der Neuinfektionen in Sachsen flacht im Zuge der Maßnahmen leicht ab.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden auf dem Laufenden. 

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 2. April, 15.28 Uhr: Fehlende Schutzkleidung auch bei Zahnärzten

Fehlende Schutzmaterialien hat bei rund 20 Prozent der Zahnarztpraxen in Sachsen mittlerweile zu reduzierten Öffnungszeiten geführt. Darauf verwies Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS), in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Demnach kommen zahlreiche der etwa 2700 Zahnarztpraxen im Freistaat nur noch mit großen Anstrengungen an die erforderlichen Hygieneartikel, die wegen der Corona-Pandemie derzeit äußerst rar sind.

Weißig verwies auf den enormen Kostenanstieg bei Schutzkleidung, aber auch darauf, dass diese für Zahnärzte kaum noch zu bekommen sei und wenn doch, dann zu horrenden Summen über dubiose Zwischenhändler und Fremdanbieter. Viele Zahnärzte würden mittlerweile improvisiert arbeiten, eigentliche Einmal-Artikel nicht mehr wegwerfen sondern wiederverwenden.

Eine Versorgungslücke für Patienten sei dadurch noch nicht entstanden. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nehmen derzeit weniger Menschen Routinetermine wahr. Eine vollständige Auslastung der Praxen bleibt daher aus.

Update, 2. April, 15.10 Uhr: Dresdner Museen bleiben online präsent

Die Museen in Dresden wollen ihrem Publikum auch in Zeiten der Corona-Krise Angebote machen. Mit Ausstellungen und Veranstaltungen sei man aufgrund der Einschränkungen zwar der beiden wichtigsten Wirkungsfelder beraubt, erklärte Direktor Gisbert Porstmann am Donnerstag. Hinter verschlossenen Türen werde aber weiter gearbeitet. 

Die Museen würden nun vor allem über Internet und Fernsehen Angebote unterbreiten. Unter anderem werden Video-Führungen durch das Stadtmuseum und die Städtische Galerie geboten. Gemeinsam mit Dresden Fernsehen wurden in beiden Einrichtungen Filmbeiträge produziert. Bis 20. April soll jeden Tag einer davon vorgestellt werden. 

Sie sind über den Facebook-Kanal @museendresden oder auch auf dem Youtube-Kanal "Museen Dresden" zu sehen. Die Technischen Sammlungen sind an Online-Stunden für Mathematik beteiligt, die wochentags in Regie von MDR-Wissen gleichfalls via Facebook und Youtube abrufbar sind. 

Außerdem können Interessenten den Bestand der Museum >>> hier über die Datenbank durchstöbern. Weitere Infos unter: museum-dresden.de

Nutzt die freien Tage während der Corona-Krise doch einfach mal für einen virtuellen Rundgang durch eines der Museen in der Landeshauptstadt, beispielsweise die Städtische Galerie Dresden (Foto).
Nutzt die freien Tage während der Corona-Krise doch einfach mal für einen virtuellen Rundgang durch eines der Museen in der Landeshauptstadt, beispielsweise die Städtische Galerie Dresden (Foto).  © ronaldbonss.com /Ronald Bonss

Update, 2. April, 15.05 Uhr: Ökumenisches Corona-Seelsorgetelefon

Geschulte Seelsorger und Berater der evangelischen Landeskirche und des Bistums Dresden-Meißen bündeln ihre Kapazitäten für Hilfesuchende. Seit Montag gibt es ein ökumenisches "Corona-Sorgentelefon", wie das Landeskirchenamt in Dresden am Donnerstag mitteilte. Es wochentags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. 

Die geschulten Experten gehen dort auch auf Ängste oder Probleme mit Kontaktverboten und Alleinsein ein. Die seelsorgerliche Beratung steht auch Erwachsenen ohne Kirchenzugehörigkeit offen.

Update, 2. April, 14.57 Uhr: 2465 infizierte Personen in Sachsen

Bis Donnerstagnachmittag wurden 2465 Sachsen positiv auf das Coronavirus getestet. Bislang gab es 21 Todesfälle.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24
In Sachsen steigt die Kurve der mit dem Coronavirus Infizierten weiter an.
In Sachsen steigt die Kurve der mit dem Coronavirus Infizierten weiter an.  © TAG24
Übersicht über die Neuerkrankungen pro Tag.
Übersicht über die Neuerkrankungen pro Tag.  © TAG24

Update, 2. April, 14.45 Uhr: Keine bessere Stadtluft trotz Corona

Ausgangssperre, Kontaktverbot, Home-Office: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben Dresdens Straßen deutlich geleert.

Die Luft ist deshalb allerdings nicht sauberer geworden. Das zeigt ein Blick auf die Daten der Messstationen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Am Neustädter Bahnhof wurde am Samstag der Grenzwert für Feinstaub überschritten.
Am Neustädter Bahnhof wurde am Samstag der Grenzwert für Feinstaub überschritten.  © Ove Landgraf

Update, 2. April, 14.37 Uhr: Zehn Bewohner von Seniorenheim infiziert

Von 48 Bewohnern eines Seniorenheims in Hohnstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) sind zehn positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Drei Betroffene befänden sich in stationärer Behandlung, teilte das Landratsamt in Pirna am Donnerstag mit. Zudem seien sechs Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf eine Infektion getestet worden.

Seit Mittwochabend steht die Einrichtung unter Quarantäne. Ein Zutritt zum Seniorenheim sei nur im Ausnahmefall möglich, dieser gelte für medizinisches und therapeutisches Personal, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie für nahe Angehörige im Rahmen der Sterbebegleitung.

Update, 2. April, 13.05 Uhr: Todesfall im Landkreis Meißen

Neue Zahlen gibt es auch für den Landkreis Meißen. Hier wurden 96 Personen positiv getestet. Zudem gibt es einen zweiten Todesfall.

Update, 2. April, 12.16 Uhr: 398 infizierte Personen in Dresden

Wie die Stadt mitteilt, wurden mittlerweile 398 Dresdner positiv auf das Coronavirus getestet. Davon mussten 50 Personen ins Krankenhaus eingewiesen werden. Es kam zu vier Todesfällen.

Die Kurve zeigt den Verlauf der Infektionen.
Die Kurve zeigt den Verlauf der Infektionen.  © TAG24
Im Diagramm wird die Anzahl der Corona-Fälle in Dresden pro Tag sichtbar.
Im Diagramm wird die Anzahl der Corona-Fälle in Dresden pro Tag sichtbar.  © TAG24
Im Elbepark in Dresden sind Sitzgelegenheiten abgesperrt.
Im Elbepark in Dresden sind Sitzgelegenheiten abgesperrt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. April, 10.30 Uhr: Zehnjähriger geht mit gutem Beispiel voran

Viele Grundschüler verbringen die Zwangspause daheim in den eigenen vier Wänden. Der gerade zehn Jahre alte Grundschüler Louis hilft älteren Menschen, die wegen Corona nicht mehr das Haus verlassen. Mehr zu seinem Alltag lest Ihr >> hier.  

Louis sitzt nicht nur zuhause rum, sondern tut den Nachbarn etwas Gutes.
Louis sitzt nicht nur zuhause rum, sondern tut den Nachbarn etwas Gutes.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. April, 9.07 Uhr: Wann nimmt Dynamo Dresden wieder das Mannschaftstraining auf?

In der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga rollt bis mindestens 30. April nicht der Ball. Für die Klubs sei es jedoch möglich, ab dem 6. April das Mannschaftstraining aufzunehmen. Ob die SG Dynamo Dresden dem folgen wird? Immerhin gelten in Sachsen bis zum 19. April weiter Ausgangsbeschränkungen. Mehr Infos lest Ihr >> hier

Titelfoto: ronaldbonss.com /Ronald Bonss

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