Coronavirus in Dresden: Start-up entwickelt App zur Nachverfolgung

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 649 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 13. August, 12 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.
Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen kehrt langsam die Normalität zurück. So haben Läden, Geschäfte, Restaurants und Hotels bereits wieder geöffnet - natürlich alle unter Berücksichtigung eines Hygiene-Konzepts.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen oder im öffentlichen Nachverkehr gilt weiterhin im Freisstaat.

Auch Schüler und Kita-Kinder können nach und nach wieder zurück in die Einrichtungen.

Einschränkungen gibt es noch bei Großveranstaltungen mit über 1000 Leuten, diese dürfen nicht stattfinden. Die Clubs dürfen zwar wieder öffnen, doch Tanzen ist nicht erlaubt. 

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >>> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 13. August, 14.26 Uhr: Eine neue Infektion

Am Donnerstag meldete die Stadt Dresden insgesamt 649 Infizierte (+1). 

Update, 13. August, 10.31 Uhr: Dresdner Start-up entwickelt App zur Corona-Nachverfolgung

Die Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter in Fußballstadien oder anderswo soll schon bald mit einer App aus Dresden erleichtert werden. Das Projekt "pass4all" des gleichnamigen Start-ups befinde sich in der abschließenden Testphase und soll ab dem 1. September kostenlos in den App-Stores zum Download verfügbar sein, teilte das Unternehmen mit.

Der Nutzer muss sich einmalig registrieren und kann dann anonymisiert Stadien, Kirchen, Konzerte oder andere Veranstaltungen besuchen.

"Personalisierte Eintrittskarten oder handgeschriebene Listen, deren Datenschutzkonformität oft fraglich ist, werden mit "pass4all" nicht mehr notwendig sein", hieß es. Die Anonymität der Gäste bleibe gewahrt, eine Fälschungssicherung sorge für einen sicheren Check-in. Die Daten würden schon auf dem Handy des Nutzers verschlüsselt und den Gesundheitsämtern schnell und direkt übermittelt - gefiltert nach Ort, Zeit, Areal, Reihe und Sitzplatz. Im Falle einer Infektion könne eine Kette so effektiv nachverfolgt werden.

"Praktikable Lösungen wie diese sind wichtig, um Kontakte im Infektionsfall schnell und sicher nachzuvollziehen und so größere Veranstaltungen wieder zu ermöglichen", erklärte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). "Nach wie vor leidet die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche unter den Hygieneauflagen zum Schutz der Gäste und Veranstaltungsteilnehmer von Großevents", sagte Ulf Neuhaus, Präsident der Deutschen Barkeeper Union. Die App aus Dresden helfe, Schritt für Schritt wieder Normalität zu erlangen.

In Deutschland existieren bereits mehrere technischen Lösungen zur Rückverfolgung von Kontakten bei einer Corona-Infektion. Die digitale Lösung iStaySafe beispielsweise soll es Restaurants, Theatern oder Kliniken ermöglichen, Besuche gemäß Datenschutz nachzuverfolgen, um so Anforderungen zur Erfassung von Gästedaten nachzukommen.

Mannheim nutzt seit Ende Mai als erste deutsche Stadt eine App zur Nachverfolgung von Corona-Fällen. Viele Staaten ließen Warn-Apps für Corona-Infektionen entwickeln. Auch die Bundesregierung hatte das veranlasst. Die App soll helfen festzustellen, ob man in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann.

Dresden: Kathleen Parma und Jörg Meißner, Entwickler vom sächsischen Startup "pass4all", halten ein Smartphone mit der App-basierten Lösung zur anonymen Kontaktnachverfolgung mit verifizierten Kontaktdaten in den Händen.
Dresden: Kathleen Parma und Jörg Meißner, Entwickler vom sächsischen Startup "pass4all", halten ein Smartphone mit der App-basierten Lösung zur anonymen Kontaktnachverfolgung mit verifizierten Kontaktdaten in den Händen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. August, 21.34 Uhr: Sachsen bekommt Testzentren an Grenzen zu Polen und Tschechien

Urlaubsrückkehrer nach Sachsen können sich ab diesem Freitag an den Autobahn-Grenzübergängen zu Polen und Tschechien auf eine Corona-Infektion testen lassen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 12. August, 14 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Dresden

Zum ersten Mal seit mehreren Wochen gibt es wieder fünf Neuinfektionen. Das meldet die Stadt Dresden. Nun gibt es insgesamt 648 Fälle seit Beginn.

Update, 12. August, 7.44 Uhr: Höchster Stand seit Mai - 1226 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

Update, 11. August, 17.15 Uhr: Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter moderat

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter moderat in zweistelligem Umfang zu. Die laufend aktualisierte Statistik des Gesundheitsministeriums wies am Dienstag 22 Fälle mehr als am Vortag auf. 

Danach sind seit März aktuell 5671 Infektionen im Freistaat bestätigt. Die Zahl derer, die mit dem Coronavirus infiziert waren und starben, ist seit Wochen mit 224 unverändert. Etwa 5300 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. 

Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl laborbestätigter Infektionsfälle sank von 4 auf 3,9 Prozent.

Ein Aufsteller verweist auf die Corona-Teststation am Dresdner Flughafen.
Ein Aufsteller verweist auf die Corona-Teststation am Dresdner Flughafen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. August, 14.49 Uhr: Zwei neue Coronavirus-Infektionen in Dresden gemeldet

Laut der Stadt Dresden gibt es zwei neue Coronavirus-Fälle in Dresden. Damit sind in der Corona-Krise 643 Personen infiziert gewesen. Davon gelten mittlerweile rund 626 Personen als genesen. 10 Personen aus Dresden starben seit Beginn der Pandemie.

Update, 11. August, 7 Uhr: Fast 1000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen.

Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen - erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Update, 10. August, 14.30 Uhr: Kretschmer zu Fans in Stadien: Auch an diesem Punkt Schritt nach vorn

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht das Zuschauerkonzept der Deutschen Fußball Liga positiv. "Ich bin der Meinung, man muss ihnen jetzt die Chance geben, diese Sache zu erproben", sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-Mittagsmagazin. Es sei wichtig, "dass wir jetzt auch an diesem Punkt einen Schritt nach vorn gehen".

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montag darüber, ob und wann Zuschauer wieder in die Fußballstadien zurückkehren dürfen. Kernpunkte des DFL-Konzepts sind ein Verbot von Alkohol und Stehplätzen bis Ende Oktober sowie der Ausschluss von Gästefans bis zum Jahresende. Dazu kommt die Einführung personalisierter Online-Tickets, um während der Corona-Pandemie die Nachverfolgung von Infektionsketten zu ermöglichen.

Von Massentests vor dem Stadionbesuch hält Kretschmer nichts, weil es nicht praktikabel sei. Man könne nicht so viele Menschen vorher testen, sagte er. "Das Prinzip muss sein, so wie am Arbeitsplatz, so wie beim Einkaufen muss eine Sportveranstaltung so organisiert sein, dass man sich nicht anstecken kann", sagte Kretschmer.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zuvor Skepsis geäußert. "Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen", sagte der CSU-Politiker am Montag in Nürnberg. 

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 10. August, 13.46 Uhr: Keine neuen Fälle

Die Zahl der insgesamt Infizierten bleibt bei 641. Hinzugekommen ist eine genesene Person - insgesamt 625.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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