Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Finanzhilfe für Kinder und Alleinerziehende kaum gestiegen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die Corona-Krise in Frankfurt, Deutschland und der ganzen Welt dauert an (Symbolbild).
Die Corona-Krise in Frankfurt, Deutschland und der ganzen Welt dauert an (Symbolbild).  © Gianni Schicchi/XinHua/dpa

Bis Samstag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 18.396 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 178.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg demnach um 1und liegt nun bei 549.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 16.400 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Weiterhin gilt in ganz Hessen eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. In einigen hessischen Städten gilt zudem eine Maskenpflicht in Schulen.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen im +++ Corona-Ticker-Archiv bis 22. April sowie im Corona-Ticker-Archiv bis 30. Juni +++!

Update, 26. September, 7.35 Uhr: Finanzhilfe während Pandemie für Kinder von Alleinerziehenden kaum gestiegen

Die Corona-Krise hat zunächst kaum zu mehr finanzieller Unterstützung des Staates für Kinder von Alleinerziehenden nach dem sogenannten Unterhaltsvorschussgesetz geführt. Im zweiten Quartal des Jahres stieg die Zahl der Fälle von April an lediglich um 246 auf 54766, wie das hessische Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 

"Uns sind bisher nur wenig Fälle bekannt, in denen der zum Barunterhalt verpflichtete Elternteil aufgrund der Zahlung von Kurzarbeitergeld oder durch die Pandemie bedingter Arbeitslosigkeit Unterhaltszahlungen gekürzt oder eingestellt hat."

Eine Erklärung könne sein, dass das Kurzarbeitergeld teilweise von den Arbeitgebern aufgestockt wird und die Reduzierung des Einkommens sich beim unterhaltspflichtigen Elternteil nicht so gravierend auswirke. Zudem sei zu vermuten, dass sich beide Elternteile auf Stundungen, Kürzungen, Ratenzahlungen oder auch einen vorübergehenden Verzicht einigen konnten. Es könne allerdings auch sein, dass sich die Pandemie erst langfristig auf die Zahlungen auswirke.

Beim Unterhaltsvorschuss werden seit Anfang des Jahres für Kinder bis fünf Jahre 165 Euro, von sechs bis elf Jahren 220 Euro und ab zwölf Jahren bis zur Volljährigkeit 293 Euro gezahlt. Das Geld holt sich der Staat im Zweifelsfall vom säumigen Unterhaltszahler zurück, wenn dieser wieder zahlungsfähig ist. "Denn zahlungspflichtig ist beim Kindesunterhalt nur, wer in der Lage ist, zu zahlen oder wer zahlen könnte, wenn alle zumutbaren Anstrengungen unternommen wurden", heißt es auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums.

Update, 25. September, 16.57 Uhr: Infektionen in Paketzentrum lassen Fallzahlen in Hessen steigen

In einem Paketverteilzentrum in Obertshausen (Kreis Offenbach) hatte es in den vergangenen Tagen 33 bestätigte Corona-Infektionen gegeben.

Die Gesundheitsämter verschiedener Kreise waren am Freitag damit beschäftigt, die Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln. Laut Kreisverwaltung wohnen nur 17 der Infizierten im Kreis Offenbach. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Offenbach lag am Freitag bei 18,5. Am Freitag gab es nach Angaben einer Sprecherin keinen neuen Stand. 

Man warte auf die Ergebnisse der Tests der rund 750 Beschäftigten des Zentrums. Weitere Kreise in der Region führen einen Anstieg bei den Fallzahlen auf diesen Ausbruch zurück.

Der Main-Kinzig-Kreis (Sieben-Tages-Inzidenz 16,1) beispielsweise meldete am Freitag zwölf neue Coronavirus-Fälle: "Vier dieser Fälle sind dem Ausbruch in einem Paketzentrum im Landkreis Offenbach zuzurechnen", hieß es.

Update, 25. September, 16.48 Uhr: Heilbäder und Kurorte leiden unter Corona-Krise

Angesichts von Millionen-Einbußen durch die Corona-Pandemie fordern die hessischen Heilbäder und Kurorte mehr Unterstützung des Landes.

"Die Existenz der 30 Heilbäder und Kurorte in Hessen muss sichergestellt werden", erklärte der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes, Michael Köhler, am Freitag in Bad Soden-Salmünster.

Nötig sei der volle Ausgleich der coronabedingten Mindereinnahmen an Kur- oder Tourismusabgaben. Auch der sogenannte Bäderpfennig müsse angehoben werden. Mit dieser Förderung des Landes sollen die spezielle Kur-Infrastruktur der Heilbäder und Kurorte unterstützt und Wettbewerbsnachteile ausgeglichen werden.

"Wir wollen auch weiterhin einen hohen Beitrag zur Gesundheit - gerade in diesen schwierigen Zeiten - leisten", erklärte Köhler. "Das können wir aber nur, wenn gesichert ist, dass die Infrastruktur auch weiterbetrieben werden kann."

Falls beispielsweise Thermen dauerhaft schließen oder Heilquellen "vom Netz genommen" werden sollten, müssten die Heilbäder und Kurorte ihr Prädikat abgeben.

Dies hätte eine "tiefgreifende Veränderung der kurspezifischen und touristischen Landschaft in Hessen" zur Folge, die besonders den ländlichen Raum träfe, warnte Köhler.

Update, 25. September, 15.45 Uhr: Lufthansa-Chef erwartet grünes Licht für Flüge mit Corona-Tests

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet in den kommenden Wochen grünes Licht seitens der Regierungen für die geplanten Corona-Schnelltests auf Flügen zwischen Deutschland und Nordamerika.

Die Tests seien der Schlüssel zur Wiedereröffnung zahlreicher Strecken, sagte der Vorstandschef des MDax-Konzerns am Freitag auf einer virtuellen Luftverkehrs-Konferenz. Ohne diese Tests werde der Transatlantik-Verkehr nicht in Schwung kommen.

Mit den Corona-Schnelltests unmittelbar vor dem Abflug sollen wieder mehr Flugreisen auf interkontinentalen Strecken möglich werden.

Negative Testergebnisse müssten die Passagiere dabei von den geltenden Einreise-Verboten befreien. Spohr kündigte erste Flüge unter diesen Bedingungen noch in diesem Jahr an, ein testbasiertes Verbindungsnetzwerk werde voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2021 entstehen.

Man sei zu den Einreisebestimmungen in Verhandlungen mit den Regierungen der USA und Kanada.

Update, 25. September, 15.30 Uhr: Virologe Stürmer blickt mit "Sorgenfalten" auf Herbst und Winter

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer warnt vor Sorglosigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie bei jungen Menschen.

"Herbst und Winter können einem schon Sorgenfalten auf die Stirn treiben", sagte der Laborleiter und Dozent am Freitag im Interview mit hessenschau.de. "Noch haben wir zwar einen moderaten Anstieg. Aber wir müssen einiges tun, damit es nicht schlimmer wird."

Aktuell gebe es das Problem, dass sich sehr viele junge Menschen infizierten, nicht zuletzt beim Feiern.

"Über kurz oder lang wird das Virus so doch wieder mehr in die ältere Bevölkerung hineingetragen. Und dann haben wir ein ganz großes Problem."

Dass die Zahl der Todesfälle nicht in gleichem Maße ansteigt wie die Zahl der Infizierten, sei "ein trügerisches Zeichen". Stürmer schlägt vor, die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern stärker zu begrenzen.

Update, 25. September, 12.50 Uhr: Rechnungshof nimmt Land und Kommunen in Corona-Krise in die Pflicht

Der Landesrechnungshof hat die hessischen Kommunen aufgefordert, auch in der Corona-Pandemie auf ihre freiwilligen Ausgaben zu achten.

"Auch wenn Krisen keine Gewinner haben, zeigt sich doch, dass es Kommunen gibt, die aktuell besser durch die Krise kommen als andere", erklärte Rechnungshof-Präsident Walter Wallmann am Freitag in Wiesbaden mit Blick auf die Finanzierung von Kulturveranstaltungen sowie Frei- und Hallenbädern.

Städte, Gemeinden und Landkreise müssten die "fetten Jahre" zur Krisenvorsorge nutzen. Gerade wegen des Ausfallrisikos bei der Gewerbesteuer sollten die Kommunen in guten Zeiten vorausschauend Rücklagen für "magere Jahre" bilden.

Die Gewerbesteuer sei im Vorjahr für die Summe der hessischen Kommunen die wichtigste Steuerart gewesen, berichtete Wallmann. Da diese Zahlungen aber stark schwanken können, bestehe ein hohes Risiko. Wie risikobehaftet die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien und wie schnell diese weg brechen können, verdeutliche auch die aktuelle Corona-Pandemie.

Im ersten Quartal habe das Bruttoaufkommen der Gewerbesteuer noch ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre gelegen. Ab dem zweiten Quartal sei nach vorläufigen Berechnungen von einem Rückgang von rund 40 Prozent im Vergleich zu 2019 auszugehen.

Update, 24. September, 13.27 Uhr: Lufthansa will Corona-Schnelltests für Passagiere anbieten

Das Foto vom 17. September zeigt Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem leeren Rollfeld des Frankfurter Flughafens.
Das Foto vom 17. September zeigt Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem leeren Rollfeld des Frankfurter Flughafens.  © Boris Roessler/dpa

Mit verbindlichen Corona-Schnelltests unmittelbar vor dem Abflug will der Lufthansa-Konzern wieder mehr Flugreisen auf interkontinentalen Strecken ermöglichen. Zunächst geht es um ein Pilotprojekt auf einigen Verbindungen in die USA, das noch im Oktober starten soll, wie ein Sprecher am Donnerstag in Frankfurt bestätigte. Negative Testergebnisse sollten die Passagiere von den geltenden bilateralen Einreiseverboten befreien. Dazu bräuchte es auch die Zustimmung der beteiligten Regierungen.

Die Luftverkehrsbranche sieht die Tests auch als Alternative zu den beispielsweise in Deutschland geplanten Quarantänevorschriften bei Einreisen aus Risikogebieten. Der Airlineverband IATA geht davon aus, dass Antigen-Tests zum Stückpreis unter zehn Euro erhältlich sein werden und innerhalb von 15 Minuten sichere Ergebnisse liefern. Medizinisches Personal sei nicht nötig. IATA-Präsident Alexandre de Juniac hatte sich am Dienstag für eine Testpflicht auf sämtlichen Flügen ausgesprochen, wobei die Kosten von staatlicher Seite getragen werden sollten.

"Wir arbeiten konkret mit Partnern in den USA an transatlantischen Pilotstrecken, um für unsere Kunden und uns Erfahrungen im Umgang mit Schnelltests sowie zum Reisen unter von Corona-Prävention bestimmten Maßnahmen zu sammeln", sagte der Lufthansa-Sprecher. Man stehe mit mehreren Pharmaherstellern und Dienstleistern im Kontakt. Konkret wurden Roche und Abbott genannt. In den nächsten Wochen sollten erste Chargen bestellt und den Kunden angeboten werden.

Lufthansa will die Tests voraussichtlich nicht mit eigenem Personal durchführen. Schon bislang hat das Unternehmen bei den freiwilligen Tests am Frankfurter Flughafen auf die Dienste des Anbieters Centogene zurückgegriffen. Denkbar ist auch eine Verlagerung der Kosten auf die Passagiere.

Der Interkontinentalverkehr ist in Folge der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Die häufig wechselnden Einreiseregeln und -verbote erschweren eine verlässliche Planung für die Passagiere. Die Fluggesellschaften verzeichnen nach einem leicht verbesserten Feriengeschäft im Sommer aktuell sehr wenige Buchungen.

Update, 23. September, 19.16 Uhr: Corona-Ausbruch in Darmstädter Kindergarten

Bei einer Erzieherin in einem Darmstädter Kindergarten ist eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Vermutlich werden deshalb rund 80 Kinder in Quarantäne geschickt, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.

Wie viele Kolleginnen und Kollegen der Frau von der Maßnahme betroffen sein werden, werde derzeit noch geklärt. Der Kindergarten befindet sich im Stadtteil Eberstadt.

Rund 80 Kinder sollen nun in Quarantäne geschickt werden. (Symbolbild)
Rund 80 Kinder sollen nun in Quarantäne geschickt werden. (Symbolbild)  © DPA/Arne Dedert

Update, 23. September, 16.38 Uhr: Corona-Fall beim Regionalligisten FC Gießen

Wegen eines Corona-Falls beim FC Gießen sind die nächsten drei Spiele des Fußball-Regionalligisten abgesagt worden. Dies teilte die Regionalliga Südwest am Mittwoch mit.

Nachdem ein Spieler der Hessen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet wurde, muss sich die gesamte Mannschaft bis zum 3. Oktober in Quarantäne begeben.

Die Partien gegen den FC Astoria Walldorf, beim VfR Aalen und gegen den FSV Mainz 05 II fallen damit aus und müssen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Update, 23. September, 15.37 Uhr: Luxushotel "Hessischer Hof" an der Frankfurter Messe wird geschlossen

Der "Hessische Hof", das bekannte Grandhotel an der Frankfurter Messe, wird geschlossen. (Archivbild)
Der "Hessische Hof", das bekannte Grandhotel an der Frankfurter Messe, wird geschlossen. (Archivbild)  © Michael Holz/Hessische Hausstiftung/dpa

Das bekannte Grandhotel "Hessischer Hof" an der Frankfurter Messe wird geschlossen. Die Unternehmensgruppe "Prinz von Hessen" begründete den Schritt am Mittwoch mit hohen Verlusten in Folge der Corona-Pandemie und den schlechten Geschäftsaussichten in der Business- und Messehotellerie.

63 Mitarbeitern soll nach den Vorschriften eines Sozialplans im vierten Quartal dieses Jahres gekündigt werden. Das entspreche rund 20 Prozent der Belegschaft in der Unternehmensgruppe "Prinz von Hessen".

Das Gebäude in unmittelbarer Nähe des Messe-Haupteingangs bleibt einem Sprecher zufolge im Besitz der Hessischen Hausstiftung, in der das Landgrafengeschlecht von Hessen seine Besitztümer organisiert hat.

Die Unternehmensgruppe Prinz von Hessen will sich auf ihre touristischen Betriebe, die Forst- und Landwirtschaft sowie Weinbau, Events und Kulturveranstaltungen konzentrieren. Sie betreibt auch das Schlosshotel Kronberg und das Gut Panker in Schleswig-Holstein.

"Der Entschluss ist schmerzhaft, aber er dient dem Schutz der gesamten Unternehmensgruppe. Alle Prognosen weisen klar darauf hin, dass sich die Segmente Tagungen, Messen sowie Geschäftsreisen nur sehr langfristig erholen werden und auch in den kommenden zwei Jahren mit weiterhin hohen Verlusten gerechnet werden muss", erklärte Donatus Landgraf von Hessen.

Der luxuriöse "Hessische Hof" mit der legendären "Jimmy's Bar" war bei den großen Präsenz-Messen in Frankfurt stets ein wichtiger Treffpunkt. Wegen der Corona-Pandemie finden derzeit aber kaum Veranstaltungen auf dem Messegelände statt.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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