Coronavirus in Hessen: Zahl der Infizierten steigt um 49, zwei weitere Tote

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

In Hessen gibt es bereits mehr als 10.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Symbolbild).
In Hessen gibt es bereits mehr als 10.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Symbolbild).  © Antonio Calanni/AP/dpa

Bis Donnerstag (14 Uhr) wurden nach Angaben des hessischen Sozialministeriums 10.129 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Vergleich zum Vortag um 49.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, liegt bei 482. Das sind zwei Fälle mehr als gestern.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 9100 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt. Ab Mitte April wurde diese Corona-Einschränkungen in mehreren Schritten gelockert.

Zuletzt weiteten die Kitas in Hessen die Betreuung von Kindern in der Corona-Krise wieder aus. Die Kommunen und das Land hatten sich auf einen "eingeschränkten Regelbetrieb" verständigt, der am Dienstag begann. Die genaue Ausgestaltung ist größtenteils den Trägern vor Ort überlassen, also den Kommunen, Kirchen und freien Einrichtungen.

Weiterhin gilt eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen sowie beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. Die Masken können auch aus Stoff und selber genäht sein.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 4. Juni, 22.30 Uhr: Lufthansa fliegt aus dem Dax

Nach dem Kursabsturz in der Corona-Krise verliert die Lufthansa ihren Platz im Deutschen Aktienindex (Dax).

Deutschlands größte Fluggesellschaft steigt zum 22. Juni in den MDax der mittelgroßen Werte ab, wie die Deutsche Börse am Donnerstagabend mitteilte. Neu im Kreis der 30 Dax-Konzerne ist der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.

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Nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit muss die Lufthansa ihren Platz im Dax räumen (Archivbild).
Nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit muss die Lufthansa ihren Platz im Dax räumen (Archivbild).  © dpa/Boris Roessler

Update, 4. Juni, 20.19 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag von Videokabinen-Betreiber ab

Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Ladenbesitzers aus dem Bahnhofsviertel gegen die Schließung seiner Videokabinen abgelehnt.

In dem Beschluss vom Donnerstag heißt es, bei Kontrollen sei wiederholt festgestellt worden, dass die Kabinen auch als "Ort der Prostitution" genutzt wurden. Für die Einordnung als Prostitutions-Stätte komme es nicht auf die Bezeichnung an, sondern vielmehr auf die "erkennbare Ausrichtung des Geschäftsmodells auf entgeltliche sexuelle Kontakte und das Schaffen von Gelegenheiten", entschied das Gericht.

Der Ladenbesitzer hatte seinen Eilantrag damit begründet, dass es sich bei den Videokabinen nicht um eine Prostitutions-Stätte oder eine ähnliche Einrichtung handele und alle Hygiene-Vorschriften eingehalten würden.

Das wertete das Gericht nun anders und gab der Stadt Frankfurt Recht. Diese hatte die Videokabinen Anfang Mai unter Hinweis auf die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie versiegelt, in denen unter anderem die Schließung von Prostitutions-Stätten angeordnet wurde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 4. Juni, 18.05 Uhr: Schuh-Kette Dielmann beantragt Schutzschirm-Verfahren

Als Folge der Corona-Pandemie hat die Schuh-Handelskette Dielmann mit Sitz in Darmstadt ein Schutzschirm-Verfahren beantragt.

Das Amtsgericht Darmstadt habe dem für die Schuhhaus Dielmann GmbH & Co. KG und die Sporthaus Robert Hübner GmbH stattgegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es sei die vorläufige Eigenverwaltung über beide Gesellschaften angeordnet worden. Das Amtsgericht war zunächst nicht erreichbar.

Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 48 Filialen sowie des Online-Shops solle aufrecht erhalten bleiben. "Im Zuge der bundesweit für mehrere Wochen angeordneten Kontaktbeschränkungen und flächendeckenden Schließungen von Filialgeschäften, war der Umsatz von Dielmann komplett weggebrochen", erklärte das Unternehmen. In der vergangenen Woche sei zudem ein Kreditantrag für eine Überbrückungs-Finanzierung abgelehnt worden.

Das Unternehmen mit 890 Mitarbeitern solle neu aufgestellt werden, dazu werde es nun von Restrukturierungs-Experten geführt. Zu Dielmann gehören Geschäfte und Märkte in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Update, 4. Juni, 14.48 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt um 49

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist am Donnerstag im Vergleich zum Vortag um 49 gestiegen.

Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, wurden inzwischen insgesamt 10.129 Fälle registriert (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, liegt bei 482. Das sind zwei Fälle mehr als noch am Mittwoch.

Update, 4. Juni, 13.17 Uhr: Am Frankfurter Flughafen landeten seit März 3,5 Milliarden Masken

Seit März sind rund 3,5 Milliarden Schutzmasken und andere Artikel zum Schutz vor einer Corona-Infektion über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland gelangt. Für Flughafenbetreiber Fraport bedeutete der Frachtbereich ein Lichtblick, da die Passagierzahlen dramatisch einbrachen - aber auch neue Herausforderungen. "Früher wurden pro Woche etwa 40.000 Tonnen Fracht umgeschlagen, in den vergangenen Wochen waren es etwa 35.000 Tonnen", sagte Max Philipp Conrady, Leiter der Zentrale Frachtinfrastruktur bei Fraport, am Donnerstag in Frankfurt.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kartons mit Schutzmasken, die jetzt vor allem aus Asien nach Frankfurt geflogen sind, deutlich leichter sind als Zubehörteile etwa für die industrielle Produktion, die vor der Coronakrise zu den typischen Frachtgütern gehörte. Auch sonst haben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise manches verändert. "Früher hatte die Exportfracht einen Anteil von 60 Prozent, der Import lag bei 40 Prozent - jetzt ist es umgekehrt", sagte Conrady.

Auch logistisch mussten sehr schnell neue Abläufe entwickelt werden, so Claus Wagner, Geschäftsführer von Frankfurt Cargo Services (FCS). Neben der Zusammensetzung der Fracht seien viele neue Akteure in der Lieferkette eine Herausforderung: "Wir haben jetzt mit Partnern zu tun, die bisher immer Schiffsfracht transportiert haben und sich mit den Abläufen am Flughafen gar nicht auskannten."

Update, 3. Juni, 10.05 Uhr: Arbeitslosigkeit steigt mit Corona-Krise sprunghaft

In der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen sprunghaft gestiegen. Im Mai waren 192.149 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt mit. Das waren 8,8 Prozent mehr als im April und 29 Prozent mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote kletterte gemessen am April um 0,4 Prozentpunkte auf nun 5,6 Prozent.

Schon im April hatten die Folgen der Pandemie die Arbeitslosenzahlen in Hessen nach oben getrieben. Direktionschef Frank Martin erwartet keine schnelle Erholung: "Wir gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch weiter ansteigen kann. Das Ausmaß wird in erster Linie davon abhängen, in welcher Geschwindigkeit sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert."

Für den Zeitraum März bis Mai wurden bei den Agenturen für Arbeit im Land nahezu 61.000 Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, hieß es. Betroffen seien knapp 840.000 Personen. Diese Zahl zeige das Risiko für die Folgemonate, erklärte Martin.

Update, 2. Juni, 18.57 Uhr: Opel fährt Produktion im Stammwerk Rüsselsheim wieder hoch

Opel fährt nach gut zwei Monaten Pause infolge der Corona-Krise die Produktion im Stammwerk Rüsselsheim wieder hoch. "Es geht am kommenden Montag wieder los, nachdem wir ein sehr umfassendes Sicherheitsprotokoll umgesetzt haben", teilte ein Sprecher des Autobauers am Dienstag mit.

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Der historische Opelturm steht hinter einem Zaun auf dem Werksgelände von Opel in Rüsselsheim.
Der historische Opelturm steht hinter einem Zaun auf dem Werksgelände von Opel in Rüsselsheim.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 2. Juni, 14.50 Uhr: Corona-Regeln missachtet! Polizei schließt Shisha-Bar

Die Polizei hat in Gießen eine Shisha-Bar geschlossen, weil dort die derzeit geltenden Kontakt- und Hygienevorschriften missachtet wurden.

Nach Angaben des zuständigen Präsidiums vom Dienstag saßen insgesamt rund 55 Gäste in der damit völlig überfüllten Bar – teilweise zu sechst an einem Tisch. Zudem trug das Personal nicht den vorgeschriebenen Mundschutz.

Insgesamt stellten die Ermittler in der Nacht zum Montag 41 Verstöße gegen die Corona-Verordnung fest. Gegen den Betreiber, die Gäste sowie die Mitarbeiter wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Polizei hat eine Shisha-Bar in Gießen geschlossen (Symbolbild).
Die Polizei hat eine Shisha-Bar in Gießen geschlossen (Symbolbild).  © Montage: Jan Woitas/dpa, Alex Talash/dpa

Update, 2. Juni, 13.25 Uhr: Wird es ein Corona-Sondervermögen geben?

Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise plant Hessen nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), ein Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro zu bilden. Der Betrag ergibt sich nach FAZ-Recherchen zum einen aus Steuerausfällen, die sich nach offiziellen Schätzungen bis zum Jahr 2023 für das Land auf rund 6,4 Milliarden Euro summieren. Hinzu kämen Ausfälle bei den Kommunen von ungefähr 3,5 Milliarden Euro.

Darüber hinaus benötigt das Land noch rund zwei Milliarden Euro für ein weiteres Konjunkturprogramm, das gemeinsam mit dem Bund auf den Weg gebracht werden soll, wie die FAZ schreibt. Hessen wolle die zwölf Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen und innerhalb von 30 Jahren tilgen. Der Landtag hatte bereits im März angesichts der Corona-Pandemie einen ersten Nachtragshaushalt beschlossen, der unter anderem zwei Milliarden Euro Soforthilfe vorsieht.

Der zweite Nachtragshaushalt soll am 8. Juni vom Kabinett beschlossen und am 16. Juni in einer Sondersitzung des Landtags eingebracht werden, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag mit. "Mögliche Zwischenstände oder einzelne Ideen möchten wir einstweilen nicht öffentlich kommentieren." Derzeit werde noch intensiv am Regierungsentwurf gearbeitet.

"Gleichzeitig stehen wir am Beginn vertraulicher Gespräche mit Fraktionen aus dem Hessischen Landtag, auch der Opposition", erläuterte der Ministeriumssprecher. "Unmittelbar nach dem Beschluss des Kabinetts wird der Entwurf vorgestellt."

Update, 2. Juni, 11.48 Uhr: Klose zeigt Verständnis für Kritik von Eltern wegen Kita-Betreuung

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat Verständnis gezeigt für die Kritik an der weiter nur teilweisen Betreuung von Kita-Kindern in Hessen. "Am Ende ist es unser aller Ziel, dass die Kitas mit möglichst vielen Kindern öffnen können", sagte Klose am Dienstag in Offenbach bei einem Besuch der Kita am Sana Klinikum. Der Minister verwies zugleich auf die andauernde Corona-Pandemie und sagte, mit der Situation müsse verantwortungsvoll umgegangen werden.

Ab diesem Dienstag ist der Kreis der betreuten Jungen und Mädchen erweitert worden. Wie dies im Einzelnen geregelt wird, liegt größtenteils bei den Trägern vor Ort, also den Kommunen, Kirchen und freien Einrichtungen.

Klose sagte, die Betreuung von deutlich mehr Kindern sei ein wichtiger Schritt. Weitere sollen folgen, Voraussetzung sei aber, dass sich die Infektionszahlen nicht erhöhten. Bisher fehlten auch gesicherte Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen bei Kindern. Nun solle zunächst beobachtet werden, wie sich die weitergehende Öffnung ab diesem Dienstag auswirke. Dann sei ein erneuter Austausch mit den Kommunen geplant.

Vor Ort äußerten Vertreterinnen der Initiative "Eltern in der Krise" Kritik und überreichten Klose eine Petition mit einer Unterschriftensammlung. Diane Siegloch sagte, drei Monate sei ausreichend Zeit, um die Betreuung aller Kinder zu organisieren. Sie und andere Eltern seien aber weiter ohne Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder und müssten arbeiten gehen.

Titelfoto: Antonio Calanni/AP/dpa

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