Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Zahl der Infektionen um mehr als 130 gestiegen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Samstag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 12.602 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 134.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, blieb im Vergleich zum Vortag unverändert und liegt weiterhin bei 524.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 11.300 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Zuletzt traten am 6. Juli mehrere Lockerungen bis dahin geltender Corona-Regeln in Hessen in Kraft. Diese Lockerungen betreffen Kitas, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen. Auch das Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist seitdem in Hessen wieder grundsätzlich erlaubt.

Weiterhin gilt eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Ältere Infos für Frankfurt und Hessen im +++ Corona-Ticker-Archiv bis 22. April sowie im Corona-Ticker-Archiv bis 30. Juni +++!

Update, 8. August, 7.35 Uhr: Heute startet Corona-Testpflicht am Frankfurter Flughafen

Für Urlauber aus internationalen Risiko-Gebieten greift ab Samstag eine Testpflicht auf das Coronavirus bei der Heimkehr nach Deutschland. Der Frankfurter Flughafen erwartet am Wochenende keinen Ansturm auf die beiden Test-Center am größten deutschen Airport.

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Update, 7.August, 18.38 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Erzieherinnen in hessischen Kitas

Erzieherinnen in hessischen Kitas können ab Mitte August kostenlos einen Corona-Test machen lassen.

Das kündigte das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden an. Das Angebot gelte für alle Menschen, die in der Kindertagesbetreuung oder Tagespflege unmittelbar mit Kindern arbeiten.

Nach Angaben einer Sprecherin des Ministeriums seien Hochrechnungen zufolge rund 54.000 Personen zu einem solchen Test berechtigt.

"Wir hoffen, dass wir mit diesem Service-Angebot des Landes dazu beitragen, bestehende Sorgen vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 in der Zeit der vollständigen Aufnahme des Regel-Betriebes nach den Sommerferien begegnen zu können", erklärte Staatssekretärin Anne Janz (Grüne).

Das Einhalten des Abstands-Gebots und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung seien im Alltag bei der Arbeit mit Kindern in Kitas oder der Kindertagespflege nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Das Test-Angebot gilt zwischen dem 17. August und dem 8. Oktober. Die Kosten werden vom Land Hessen getragen.

Update, 7. August, 13.05 Uhr: Flughafen Frankfurt erwartet keinen Ansturm wegen Corona-Testpflicht

Zu Demonstrationszwecken entnimmt eine Mitarbeiterin der Firma Centogene einer Kollegin einen Rachenabstrich.
Zu Demonstrationszwecken entnimmt eine Mitarbeiterin der Firma Centogene einer Kollegin einen Rachenabstrich.  © Boris Roessler/dpa

Der Frankfurter Flughafen erwartet am Wochenende keinen Ansturm auf die Corona-Testcenter am größten deutschen Airport.

Ab Samstag müssen sich alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. "Wir rechnen nicht damit, dass die Zahlen explodieren", sagte Benedikt Hart, Leiter des DRK-Testzentrums am Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Flughafenbetreiber Fraport sieht sich gut gerüstet. "Die Infrastruktur ist da", sagte eine Sprecherin. Neben dem DRK bietet die Firma Centogene im Übergang zwischen dem Terminal 1 und Fernbahnhof – kostenpflichtige – Covid-19-Tests an.

Laut Fraport kommen derzeit rund 16.000 Passagiere aus Risikogebieten pro Woche in Frankfurt an – rund 2500 pro Tag.

Nicht alle müssen sich am Flughafen testen lassen. Sie können das schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise erledigen. Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen.

Das geht auch in Gesundheitsämtern, Arztpraxen, Testzentren oder Drive-In-Centern.

Update, 6. August, 16.19 Uhr: Lufthansa droht Personal mit Entlassungen

Nach einem erneut milliardenschweren Quartalsverlust hat die Lufthansa ihrem Personal erstmals mit betriebsbedingten Kündigungen gedroht.

Bei Vorlage der Halbjahreszahlen zeigte sich Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag enttäuscht über die weiter heftigen Corona-Einschränkungen im Luftverkehr sowie über die schleppenden Verhandlungen zu Sparbeiträgen des Personals in Deutschland.

Es sei daher nicht mehr realistisch, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, erklärte der Chef der mit neun Milliarden Euro Staatshilfe gestützten Lufthansa.

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Update, 6. August, 16.15 Uhr: Corona-Lage in Offenbach stabil

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in Offenbach bleibt die Situation in der Stadt stabil.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Donnerstag bei 29 und damit auf Vortagsniveau, wie das hessische Sozialministerium mitteilte.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz war am Dienstag zunächst auf 39 gestiegen und dann gesunken. Als Schwellenwert für strengere Maßnahmen zum Infektionsschutz gilt ein Wert von 50.

Die Stadt Offenbach hatte jedoch bereits auf die Situation reagiert: Sie erließ unter anderem ein Picknick- und Grillverbot in Parks.

Im Odenwaldkreis ist die Situation mit 26 Infektionen auf 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen etwas angespannt. Dahinter folgt der Rheingau-Taunus-Kreis mit 22.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz war in Offenbach am Dienstag zunächst auf 39 gestiegen und dann gesunken. Als Schwellenwert für strengere Maßnahmen zum Infektionsschutz gilt ein Wert von 50.
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz war in Offenbach am Dienstag zunächst auf 39 gestiegen und dann gesunken. Als Schwellenwert für strengere Maßnahmen zum Infektionsschutz gilt ein Wert von 50.  © dpa/Boris Rössler

Update, 6. August, 16.09 Uhr: Handwerk erholt sich leicht

Nach dem jähen Konjunkturdämpfer durch die Corona-Krise hat sich das hessische Handwerk leicht erholt.

Bei einer aktuellen Umfrage für das zweite Quartal dieses Jahres zeigten sich 71 Prozent der Betriebsinhaber mit ihrer derzeitigen Situation zufrieden, wie die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Von Januar bis März seien es lediglich 59 Prozent der Betriebe gewesen. Der Anstieg sei vor allem dem wiedererwachten Zukunfts-Optimismus vieler Betriebe zu verdanken, erklärte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft, Heinrich Gringel.

Zwischen den einzelnen Gewerken gebe es allerdings Unterschiede. So hätten die Bau- und Ausbaubetriebe ihre Geschäfte trotz Einschränkungen weitgehend fortsetzen können, und es habe keine gravierenden Einbrüche bei der Nachfrage gegeben.

Besonders schwer habe die Corona-Krise hingegen die personenbezogenen Gewerke wie die Friseure getroffen, die zeitweise ganz schließen mussten. Lediglich 60 Prozent der Betriebe beurteilten die aktuelle Geschäftslage als zufriedenstellend, hieß es.

Sorgen bereiten Gringel die Personalplanungen der Betriebe. Im dritten Quartal wollten nur etwa acht Prozent die Zahl ihrer Beschäftigten vergrößern, 13 Prozent planten hingegen mit weniger Mitarbeitern.

"Angesichts der Tatsache, dass im dritten Quartal normalerweise die neuen Auszubildenden eingestellt werden, ist dies äußerst beunruhigend", so Gringel.

Positiv stimmen ihn aber die Zukunftserwartungen der Betriebe. Nur noch 23 Prozent und damit deutlich weniger als noch Ende März fürchten demnach eine Verschlechterung der Geschäftslage, 64 Prozent erwarten stabile Geschäfte und 13 Prozent hoffen auf eine Verbesserung im dritten Quartal.

Update, 6. August, 7.23 Uhr: Corona-Krise brockt Lufthansa weiteren Milliardenverlust ein

Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld eines Flughafens.
Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld eines Flughafens.  © Sven Hoppe/dpa

Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt.

Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor, wie der inzwischen vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Der operative Verlust (bereinigtes Ebit) lag mit knapp 1,7 Milliarden Euro noch höher. Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankte das Unternehmen einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo, die von der stark gestiegenen Nachfrage nach Frachtflügen profitierte.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass der Flugverkehr frühestens im Jahr 2024 wieder das Niveau aus der Zeit vor der Krise erreicht. Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens 100 Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen.

Bis Ende Juni hat die Lufthansa die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr bereits um knapp 8300 gesenkt.

Update, 5. August, 18.43 Uhr: Gießener Forscher testen Botenstoff gegen Covid-19

Lungenforscher der Uni Gießen wollen einen möglichen Wirkstoff gegen schwere Verläufe der Corona-Erkrankung Covid-19 testen. Für die klinische Studie bekommen die Wissenschaftler um Susanne Herold bis Ende des kommenden Jahres rund 1,84 Millionen Euro Fördermittel des Bundesforschungsministeriums, wie die mittelhessische Hochschule am Mittwoch mitteilte. 

In der Studie geht es demnach um ein Protein, von dem bereits bekannt sei, dass es Schädigungen des Lungengewebes abwenden könne. Der Botenstoff spiele eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Bakterien und Viren in der Lunge. "Unser Ansatzpunkt ist ein natürlicher Botenstoff, der die Bildung und Aktivierung bestimmter Immunzellen beeinflusst und gleichzeitig die Reparatur der geschädigten Lunge beschleunigt", sagte Herold, die die Gießener Professur für Infektionskrankheiten der Lunge inne hat. 

Die Forscher wollen nun prüfen, ob die Inhalation des entsprechenden Wirkstoffs Covid-19-Patienten helfen und ein akutes Lungenversagen verhindern kann.

Update, 5. August, 15.25 Uhr: Corona-Tests für Lehrer und Schulpädagogen ab kommender Woche

Hessen bietet seinen Lehrkräften und sozialpädagogischen Mitarbeitern an Schulen kostenlose und freiwillige Corona-Tests an. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) stellte Details zu den Plänen am Mittwoch in Wiesbaden vor. "Die deutliche Ausweitung der Testkapazitäten ermöglicht es uns, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen, sie zu unterbrechen und das Risiko einer unerkannten Verbreitung des Coronavirus an unseren Schulen zu minimieren", erklärte Lorz.

Das mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen entwickelte Angebot soll am Montag (10. August) - also eine Woche vor Schulbeginn - anlaufen und richte sich speziell an Lehrer sowie Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und sozialpädagogische Mitarbeiter, die keine konkreten Covid-19-Symptome zeigten, so der Minister. 

Bis zu den Herbstferien können sie sich alle 14 Tage einem kostenlosen Test unterziehen. Eine Verpflichtung dazu bestehe ausdrücklich nicht, doch sei jeder Tag, an dem die Schulen geöffnet bleiben könnten, ein guter Tag für den Lernfortschritt der Schüler. "Gerade vor dem Hintergrund aktuell wieder steigender Fallzahlen trägt jede getestete Person dazu bei, die Pandemie auch im neuen Schuljahr wirksam einzudämmen", so Lorz. Dabei müsse auch klar sein, dass jedes Testergebnis - auch wenn es negativ ausfalle - nur eine Momentaufnahme sei.

Hessenweit hätten sich bereits mehr als 300 Praxen bereiterklärt, die Testungen anzubieten. Eine Übersicht finden interessierte Lehrkräfte und Schul-Pädagogen von diesem Donnerstag (6. August) an im Internetangebot der Kassenärztlichen Vereinigung. Im Falle eines positiven Tests werde das jeweilige Labor zunächst das zuständige Gesundheitsamt informieren, das dann wiederum die Schule der betroffenen Lehrkraft in Kenntnis setzt. Die Schule informiere daraufhin das jeweilige Schulamt. Alle weiteren Maßnahmen würden dann mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt, erklärte das Ministerium.

Update, 4. August, 19.10 Uhr: Masken-Regelung an Schulen bleibt gleich

In der Diskussion um eine Maskenpflicht an Schulen bleibt Hessen bislang bei seiner Linie, die Entscheidung in die Hände der Schulleitungen vor Ort zu legen. "Diese Regelung besteht nach wie vor", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Dienstag in Wiesbaden. Man beobachte allerdings sehr genau das Corona-Infektionsgeschehen und den Umgang der anderen Länder in der Maskenfrage. Bis zum hessischen Schulstart Mitte August werde sich dann entscheiden, ob die bisher geplante Regelung noch mal angepasst werden müsse.

In Hessen ist vorgesehen, dass die Schulleitung für die Zeiten außerhalb des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Schulgebäude anordnen kann, soweit dies durch die Verhältnisse vor Ort erforderlich ist. Eine solche Vorgabe geschieht in Absprache mit dem Gesundheitsamt.

In mehreren anderen Bundesländern müssen Schüler und Lehrer im neuen Schuljahr auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, in Nordrhein-Westfalen gilt die Pflicht zumindest vorübergehend auch im Unterricht. In Mecklenburg-Vorpommern - wo die Schule bereits begonnen hat - gilt die Maskenpflicht ab Mittwoch für Schüler ab Klasse fünf.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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