Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: RKI meldet 179 Neu-Infektionen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Freitag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 13.008 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 179.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, blieb unverändert bei 526.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 11.600 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Zuletzt traten am 6. Juli mehrere Lockerungen bis dahin geltender Corona-Regeln in Hessen in Kraft. Diese Lockerungen betreffen Kitas, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen. Auch das Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist seitdem in Hessen wieder grundsätzlich erlaubt.

Weiterhin gilt eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 13. August, 17.10 Uhr: Gericht bestätigt Schulunterricht ohne Mindestabstand in Hessen

Der Unterricht in hessischen Schulen ohne Mindestabstand in den Klassenzimmern darf wie geplant an diesem Montag beginnen.

Das entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof in einem Eilverfahren (Az: 8 B 1912/20.N), wie das Gericht am Donnerstag in Kassel mitteilte. Geklagt hatte eine Schülerin aus Frankfurt. Sie argumentierte dem Gericht zufolge damit, dass die vorgesehenen Corona-Regelungen in den Schulen zu einem höheren Ansteckungsrisiko führten. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb im Klassenraum andere Abstandsregeln gälten als in fast allen Bereichen des täglichen Lebens.

Inzwischen ist festgelegt, dass Lehrer und Schüler in Hessen mit Beginn des neuen Schuljahres am Montag auf dem Schulgelände eine sogenannte Alltagsmaske tragen müssen, sie dürfen diese aber während des Unterrichts ablegen. Der sonst gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern gilt nicht in den Klassenzimmern – die ganze Klasse soll wieder gemeinsam in einem Raum unterrichtet werden.

Die Schülerin hatte sich noch gegen eine frühere Regelung in einer Verordnung des Landes zur Corona-Bekämpfung gewehrt – demnach war es den Schulen überlassen, eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts zu verfügen. Die Richter verwarfen ihren Eilantrag. Denn die angeordnete Abstandsregelung in Hessen gelte für den öffentlichen Raum, zu dem die Klassenräume aber nicht zählten. Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs ist unanfechtbar.

Update, 13. August, 17.05 Uhr: Offenbach verlängert verschärfte Corona-Maßnahmen

In Offenbach gilt weiterhin eine verschärfte Maskenpflicht (Symbolbild).
In Offenbach gilt weiterhin eine verschärfte Maskenpflicht (Symbolbild).  © Fabian Strauch/dpa

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres liegt die Zahl der Neuinfektionen in Offenbach weiterhin über der ersten Warnstufe in Hessen.

Deshalb werden die Maßnahmen zum Infektionsschutz bis zum 26. August verlängert, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. "Noch immer kehren viele Urlauber aus Risikogebieten zurück, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Deshalb hat sich die Lage in Offenbach noch nicht entspannt", erklärte Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD).

Mehr als 500 Menschen seien derzeit in der Stadt in Quarantäne und damit so viele wie nie seit Beginn der Seuche. Die Stadt müsse dem Land täglich melden, welche Maßnahmen ergriffen werden, und eine Lockerung sei derzeit nicht möglich. Am 24. August werde man beraten, ob eine weitere Verlängerung notwendig sei, sagte Schwenke.

Als normal werde die Lage erst dann wieder betrachtet, wenn die Zahl von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten werde. Diese Schwelle gilt in Hessen als erste Warnstufe, derzeit liegt dieser Wert in Offenbach nach Angaben der Stadt bei 25,6 Fällen.

Zu den Schutzmaßnahmen gehören eine Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen von Lokalen und Hotelbetrieben. Außerdem müssen Gäste eine Alltagsmaske tragen, wenn sie nicht an einem Tisch sitzen – etwa beim Gang zur Toilette.

Außerdem gilt vorerst bis 26. August weiterhin ein Grill- und Picknickverbot im öffentlichen Raum, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden.

Update, 13. August, 11.39 Uhr: Schärfer Bußgeld-Regeln für Masken-Verweigerer im Nahverkehr

Hessen verschärft die Bußgeld-Regeln für Masken-Verweigerer in Bussen und Bahnen.

Wer keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, müsse künftig sofort 50 Euro Bußgeld bezahlen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden.

Bislang galt die Regel, dass vorher einmal ermahnt wird, bevor ein Bußgeld fällig wird.

Das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske im Nahverkehr sei wichtig, da dort der Mindestabstand zu anderen Menschen nicht immer eingehalten werden könnte, sagte Al-Wazir.

Für Masken-Verweigerer wird jetzt im Nahverkehr sofort ein Bußgeld fällig (Archivbild).
Für Masken-Verweigerer wird jetzt im Nahverkehr sofort ein Bußgeld fällig (Archivbild).  © dpa/Uwe Rössler

Update, 13. August, 11.07 Uhr: Schul- und Kitakinder mit Schnupfen müssen nicht mehr nach Hause

Kindergarten- und Schulkinder mit einem Schnupfen sollen künftig in Hessen nicht mehr sofort nach Hause geschickt werden.

Die entsprechenden Leitlinien seien angepasst worden, sagte die hessische Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden.

Eine solche Maßnahme müsse nur noch bei den für die Erkrankung mit Covid-19 typischen Symptomen wie Fieber, trockener Husten oder allgemeine Abgeschlagenheit ergriffen werden.

Update, 13. August, 10.37 Uhr: Weihnachtsmärkte sollen stattfinden

Hessens Landesregierung will Weihnachtsmärkte auch in der Corona-Pandemie ermöglichen.

"Ja, es soll Weihnachtsmärkte geben", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden.

Rechtlich sollten die Märkte wie andere Märkte auch behandelt werden, es müssten aber gewisse Regeln eingehalten werden. So sei etwa zwischen Essens-Ständen und anderen Ständen zu trennen. Einzelne Kinder-Karussells dürften fahren.

Update, 13. August, 10.34 Uhr: Hessen verlängert Corona-Maßnahmen bis Ende Oktober

Hessen verlängert alle derzeit geltenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende Oktober.

Dazu zählen etwa eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr oder Beschränkungen für Veranstaltungen mit größeren Teilnehmerzahlen.

"Die Pandemie ist noch nicht vorbei", warnte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen könnten weiterhin ohne besondere Genehmigung durch die Behörden, aber mit Hygiene-Konzept stattfinden.

Update, 12. August, 16.15 Uhr: Corona-Pandemie belastet Flughafenbetreiber Fraport weiter schwer

Ein Flugzeug setzt am Morgen auf dem Flughafen Frankfurt zur Landung an. Infolge der Corona-Pandemie ist das Flugaufkommen auch an Deutschlands größtem Airport drastisch gesunken.
Ein Flugzeug setzt am Morgen auf dem Flughafen Frankfurt zur Landung an. Infolge der Corona-Pandemie ist das Flugaufkommen auch an Deutschlands größtem Airport drastisch gesunken.  © Boris Roessler/dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat den Einbruch des Flugverkehrs trotz der jüngst gelockerten Reisebestimmungen auch im Juli weiter stark zu spüren bekommen.

Sowohl an Deutschlands größtem Airport als auch an seinen Flughäfen im Ausland lag die Zahl der Fluggäste im abgelaufenen Monat nur bei einem Bruchteil des Vorjahresniveaus, wie aus einer am Mittwoch auf der Internetseite des Konzerns verfügbaren Statistik hervorgeht. Im Vergleich zu den beiden Vormonaten besserte sich die Lage aber etwas.

So ging die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar immer noch um 81,0 Prozent auf gut 1,3 Millionen zurück. Im April, Mai und Juni hatte der Rückgang noch bei mehr als 90 Prozent gelegen.

Bei den Auslandsflughäfen des Konzerns blieben die Rückgänge im Juli fast überall sehr hoch – etwa in Peru und Brasilien, aber auch im türkischen Antalya und in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana.

Am Flughafen im chinesischen Xi'an, an dem Fraport mit 24,5 Prozent beteiligt ist, fiel der Rückgang mit 25,4 Prozent bereits deutlich niedriger aus. Im russischen St. Petersburg belief sich das Minus im Jahresvergleich noch auf 49 Prozent.

Update, 12. August, 12.28 Uhr: Schüler in Hessen müssen außerhalb der Klassenzimmer Masken tragen

In Hessen müssen Schüler und Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahres an diesem Montag außerhalb der Klassenzimmer sogenannte Alltagsmasken tragen. Das Land macht den Schulen damit einheitliche Vorgaben wegen der Corona-Pandemie, wie Staatskanzlei und Kultusministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilten.

Eine Grundschülerin setzt sich vor dem Betreten eines Schulgeländes eine Einweg-Maske auf.
Eine Grundschülerin setzt sich vor dem Betreten eines Schulgeländes eine Einweg-Maske auf.  © Boris Roessler/dpa

Update, 11. August, 16 Uhr: Frankfurt-Marathon Ende Oktober abgesagt

Der Frankfurt-Marathon 2020 ist wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Diese Entscheidung hat der Veranstalter am Dienstag gemeinsam mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt getroffen.

>> Mehr Infos hier.

Das Foto zeigt Teilnehmer des Frankfurt-Marathons 2019.
Das Foto zeigt Teilnehmer des Frankfurt-Marathons 2019.  © Silas Stein/dpa

Update, 11. August, 7.30 Uhr: Dehoga ruft Wirte und Gäste zur Einhaltung von Corona-Regeln auf

Angesichts zunehmender Neuinfektionen dringt das hessische Gastgewerbe auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften. Gerade jetzt komme es darauf an, die bestehenden Verordnungen in den Betrieben mit großer Sorgfalt und Umsicht umzusetzen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Julius Wagner, der Deutschen Presse-Agentur dpa. 

Auch an die Gäste appellierte Wagner, die Dokumentationspflichten der Gastwirte ernstzunehmen und nicht durch falsche Angaben zu unterlaufen. "Es ist ein Missstand, dass viele Gäste nicht bereit sind, korrekte Daten abzugeben." Bei der Nachverfolgung von Infektionsketten war nach Angaben Wagners zuletzt in hessenweit drei Fällen aufgefallen, dass ein teils relativ hoher Anteil von Lokalbesuchern Fantasie-Angaben bei der Datenerfassung gemacht hatte. 

Belastbare hessenweite Zahlen dazu lägen zwar nicht vor, doch seien in den genannten Fällen bis zu 30 Prozent der Daten aus der Luft gegriffen gewesen, sagte Wagner.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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