Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: 364 Millionen Euro für Corona-Schutzausrüstung

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist erneut angestiegen (Symbolbild).
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist erneut angestiegen (Symbolbild).  © Yasin Akgul/dpa

Bis Dienstag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 12.199 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 57.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg demnach um 1 auf 521.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 11.000 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Zuletzt traten am 6. Juli mehrere Lockerungen bis dahin geltender Corona-Regeln in Hessen in Kraft. Diese Lockerungen betreffen Kitas, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen. Auch das Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist seitdem in Hessen wieder grundsätzlich erlaubt.

Weiterhin gilt eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 4. August, 6.27 Uhr: Hessen gibt 364 Millionen Euro für Corona-Schutzausrüstung aus

Die hessische Landesregierung hat wegen der Coronavirus-Pandemie für mehr als 364 Millionen Euro brutto Schutzausrüstung gekauft. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor (Stand: 26. Mai). Demnach wurden allein rund 234,2 Millionen Euro für knapp 55 Millionen Atemschutzmasken ausgegeben. Hinzu kommen nochmals 46,8 Millionen Euro für mehr als 63,5 Millionen chirurgische Mundnasenschutze.

Angeschafft wurden außerdem Schutzbrillen, Schutzkittel, Ganzkörperanzüge und Desinfektionsmittel. Für knapp 23 Millionen Euro wurden mehr als 130 Millionen Einweghandschuhe gekauft. In Einzelfällen hätten die Lieferungen nicht den Erwartungen entsprochen, teilte das Innenministerium mit. Es werde derzeit geprüft, ob dies rechtliche Folgen habe. Die Verfahren seien noch nicht abgeschlossen.

Vor der Pandemie lagerten bei der hessischen Landesverwaltung unter anderem rund 165.400 Atemschutzmasken und etwa 418.800 Einmalhandschuhe, wie aus den Angaben des Ministeriums hervorgeht.

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo wird auf dem Vorfeld vom Flughafen München entladen (Symbolbild).
Ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo wird auf dem Vorfeld vom Flughafen München entladen (Symbolbild).  © dpa/Matthias Balk

Update, 3. August, 18.52 Uhr: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit der Rückkehr zu schärferen Maßnahmen reagiert. Es solle mehr Kontrollen geben, um "Maskenverweigerer" zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes. Verpflichtende Testungen für Rückkehrer aus Risikogebieten, die bundesweit in dieser Woche erwartet werden, sollen in Offenbach schon jetzt gelten.

Offenbach hat am Wochenende den Schwellenwert von 35 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern überschritten. Das Eskalationskonzept des Landes sieht neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet. Die gestiegenen Fallzahlen in Offenbach werden vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten sowie auf ein Einzelereignis, nämlich eine Busfahrt zu einer niederländischen Käsefabrik, zurückgeführt.

Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Bei städtischen Veranstaltungen oder Kulturveranstaltungen in städtischen Räumen werde zur Fünf-Quadratmeter-Regel zurückgekehrt.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) sagte, bei den 46 Krankheitsfällen, die Offenbach über den Schwellenwert gebracht hätten, seien nur in sechs Fällen die Ansteckungswege nicht bekannt. Insgesamt 21 Erkrankte befanden sich den Angaben zufolge bereits in Quarantäne. Die Behörden gehen von weiteren Erkrankungen aus, verwiesen aber darauf, dass sich 410 weitere Kontaktpersonen der Erkrankten derzeit in Quarantäne befänden.

Update, 3. August, 17.39 Uhr: Sommerfest sorgt für neue Corona-Fälle in Wiesbaden

Ein privates Sommerfest mit mindestens 100 Teilnehmern hat nach Angaben der Stadt Wiesbaden für einen Anstieg der Corona-Fälle in der hessischen Landeshauptstadt gesorgt. Die betroffenen Gäste seien zu einem großen Teil bereits ermittelt, getestet und einige unter Quarantäne gestellt worden, teilte die hessische Stadt am Montag mit. 

Bislang seien 18 positive Fälle gemeldet worden, weitere Testergebnisse stünden noch aus. "An diesem Beispiel sieht man wieder, dass ein Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln auch bei Feierlichkeiten enorm wichtig ist", sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) der Mitteilung zufolge.

Das Gesundheitsamt muss nach Angaben der Stadt nun sämtliche Kontaktpersonen der Betroffenen ermitteln. Das sei "enorm aufwendig", da seit dem Fest bereits einige Tage vergangen und Gäste zum Teil in den Urlaub gefahren seien. "In diesen Fällen wurden auch die Gesundheitsämter anderer Regionen informiert, um alle Lücken zu schließen." Zudem werde überprüft, ob der Veranstalter ein schlüssiges Hygienekonzept gehabt habe und dieses korrekt umgesetzt worden sei.

Update, 3. August, 14.14 Uhr: Keine Corona-Neuinfektionen gemeldet Offenbach

Nach dem Anstieg der Corona-Zahlen in Offenbach ist in der Stadt zunächst kein weiterer Fall hinzugekommen. Seit Sonntag sei keine Neuinfektion gemeldet worden, teilte die Stadt am Montag mit. 

Am Vortag hatte es einen Höchststand von 65 aktiven Infektionsfällen gegeben. Offenbachs Krisenstab werde am Montagnachmittag über das weitere Vorgehen beraten, hieß es in der Mitteilung. Bei einer Pressekonferenz im Anschluss (17 Uhr) soll dann über die Ergebnisse der Sitzung informiert werden.

Das Gesundheitsamt der Stadt war am Vortag davon ausgegangen, dass an diesem Montag der Wert von 35 Erkrankten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten werden könnte. Das Eskalationskonzept des Landes Hessen sieht ab diesem Wert neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor.

Update, 2. August, 17.18 Uhr: Offenbach verzeichnet neuen Höchststand an Corona-Fällen

Offenbach hat am Sonntag einen neuen Höchststand bei den aktiven Corona-Fällen verzeichnet.

Derzeit seien 65 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie ein Sprecher der Stadt berichtete, sind in den vergangenen sieben Tagen (Stand Sonntag, 12 Uhr) 33,2 Menschen pro 100.000 Einwohner positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden - damit ist auch die sogenannte 7-Tage-Inzidenz so hoch wie nie zuvor.

Nach Angaben des Stadtgesundheitsamt ist damit zu rechnen, dass am Montag der Wert von 35 überschritten wird. 

Das Eskalations-Konzept des Landes sieht neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet.

Sollte Offenbach sogar die Schwelle von 50 überschreiten, könnte die erneute umfangreichere Schließung von öffentlichen Einrichtungen und Betrieben folgen.

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Bereits im April war ein beliebter Teil des Mainufers im neu bebauten Hafen von Offenbach abgesperrt. Nun drohen neue Einschränkungen.
Bereits im April war ein beliebter Teil des Mainufers im neu bebauten Hafen von Offenbach abgesperrt. Nun drohen neue Einschränkungen.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 2. August, 9.26 Uhr: Bereits mehr als 40 000 Corona-Tests am Frankfurter Flughafen

In dem Ende Juni eröffneten Testzentrum am Frankfurter Flughafen haben sich bisher mehr als 40.000 Menschen auf Covid-19 testen lassen. Mittlerweile liege die Zahl der täglichen Testungen bei knapp 2000, sagte Volkmar Weckesser, Vorstandsmitglied des Unternehmens Centogene, das das kommerzielle Testzentrum in Kooperation mit Lufthansa und dem Flughafenbetreiber Fraport betreibt.

Tests kosten dort zwischen 59 und 139 Euro, die Ergebnisse liegen entweder nach fünf bis sechs Stunden oder im Fall des teureren Tests nach etwa drei Stunden vor. Es seien auch schon Rückkehrer aus Risikogebieten getestet worden. "Wir verzeichnen kontinuierlich steigende Zahlen", sagte Weckesser.

Zudem ist am Frankfurter Flughafen ein Zentrum für kostenlose Tests auf das Coronavirus im Aufbau. Wann es zum Einsatz kommt, hängt von einer Anordnung ab, die vom Bundesgesundheitsministerium erwartet wird. Die kostenlosen Tests würden allerdings nur für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gelten, die sich dann auch im kommerziellen Testzentrum kostenlos testen lassen könnten, sagte Weckesser.

Derzeit kommen nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wöchentlich rund 16.000 Passagiere aus Risikogebieten nach Frankfurt, vor allem aus den USA, Indien, Brasilien, Russland und der Türkei.

Update, 1. August, 15.15 Uhr: Zahlen in Offenbach nochmals höher

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen ist um 64 gestiegen. Insgesamt wurden 12.029 Fälle registriert, wie das Sozialministerium am Samstag in Wiesbaden (Stand: 14 Uhr) mitteilte. 

Nochmals höher lagen die Zahlen auch in der Stadt Offenbach, wo bereits am Freitag die Warnstufe von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen übertroffen wurde. Am Freitag wurde der Wert von der Stadt mit 21,6 angegeben, am Samstag mit 30,4.

Offenbach hatte als Konsequenz eine Informationskampagne in zahlreichen Sprachen für Reiserückkehrer angekündigt. Ordnungsamt und Polizei sollen das Gesundheitsamt in den nächsten zwei Wochen dabei unterstützen, Infektionsketten zu verfolgen. In der Gastronomie muss ein Mund-Nasen-Schutz wieder beim Eintreten und auf dem Weg zur Toilette getragen werden. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht müssten erstmals 50 Euro bezahlt werden. Das Führen der Gästelisten werde auch kontrolliert.

Die nächste Schwelle im Eskalationskonzept des Landes beträgt 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. An diesem Sonntag will die Stadt Offenbach weitere Informationen dazu bekanntgeben, wie der Sprecher sagte. Grund für die neuen Infektionen seien vor allem Urlaubsrückkehrer und eine Busreise zur Besichtigung einer Käsefabrik in den Niederlanden, hatte die Stadt mitgeteilt.

Die übrigen Kommunen waren von dem Wert weit entfernt. Den zweithöchsten Wert hatten mit 12 Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden. Die Zahl der Todesfälle, die mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht werden, blieb demnach hessenweit bei 520.

Update, 1. August, 9.16 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie weniger Häftlinge in Hessens Gefängnissen

Zur Entlastung der hessischen Haftanstalten wegen der Corona-Pandemie mussten rund 8000 Straftäter zunächst nicht ins Gefängnis. Bei dem zurückgestellten Haftantritt handelte es sich vor allem um Ersatzfreiheitsstrafen, die bei nicht gezahlten Geldstrafen verhängt werden oder der Erzwingungshaft bei Bußgeldsachen, wie Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion in Wiesbaden mitteilte.

Sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen werden verhängt, wenn etwa notorische Schwarzfahrer oder Ladendiebe zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können.

In 69 Fällen sei der Haftantritt auch bei Straftätern zurückgestellt worden, die eine Freiheitsstrafe von höchstens einem Jahr verbüßen müssen. Voraussetzung sei aber, dass diese Personen keine Sexualstraftaten oder groben Gewalttaten begangenen haben, betonte die Ministerin. Entscheidend sei, dass die Maßnahme mit der öffentlichen Sicherheit vertretbar sein.

Hessen hatte sich für den Schritt entschieden, damit in den Gefängnissen möglichst Plätze freigehalten werden können, falls Quarantänestationen wegen Coronainfektionen eingerichtet werden müssen. Seit Anfang Juli wird nach Angaben eines Ministeriumssprechers aber wieder zum Haftantritt geladen.

Update, 1. August, 9.15 Uhr: Menschen verlassen Opernplatz in Frankfurt freiwillig

Knapp zwei Wochen nach den Ausschreitungen in Frankfurt ist es in der Nacht zu Samstag auf dem Opernplatz ruhig geblieben. Kurz nach Mitternacht hielten sich laut Polizeiangaben noch rund 20 Menschen auf dem Platz auf, verließen diesen jedoch vor Beginn der Sperrstunde um 1 Uhr. Die Polizei habe nicht eingreifen müssen, es habe keine Festnahmen gegeben. 

Die genaue Zahl der am Abend auf dem Platz feiernden Menschen konnte die Polizei auf Nachfrage nicht beziffern. Es seien aber weniger als vergangenes Wochenende gewesen, als angesichts der starken Polizeipräsenz nur jeweils wenige hundert Menschen in kleinen Gruppen auf dem Platz gefeiert hatten.

Vor zwei Wochen hatten Krawalle auf dem Opernplatz in Frankfurt für Aufsehen gesorgt, seitdem gilt an Wochenenden ab Mitternacht ein Betretungsverbot für den Opernplatz. Polizisten waren aus der Menge der Feiernden heraus mit Flaschen angegriffen worden. Mindestens fünf Beamte wurden nach Polizeieingaben verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. 

Der Opernplatz hatte sich in den vergangenen Monaten auch angesichts der corona-bedingten Schließung von Clubs und Diskotheken zur Freiluft-Partyzone entwickelt.

Update, 1. August, 8.16 Uhr: 26 positive Befunde in Niedernhausener Seniorenheim

Niedernhausen - 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter eines Seniorenheims in Niedernhausen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises am Freitag mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen - Bewohner, Personal und Kontaktpersonen - getestet. 

Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Die erstinfizierte Person werde stationär im Krankenhaus behandelt.

Titelfoto: dpa/Matthias Balk

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