Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: Über 1800 neue Infektionen und 39 weitere Tote

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die zweite Welle der Coronavirus-Pandemie hat Hessen erfasst (Symbolbild).
Die zweite Welle der Coronavirus-Pandemie hat Hessen erfasst (Symbolbild).  © Ondøej Deml/CTK/dpa

Bis Freitag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 92.825 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 1859.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 39 an und liegt nun bei 1411.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 65.200 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Seit dem 2. November gelten in Hessen aufgrund massiv steigender Corona-Infektionszahlen erheblichen Einschränkungen für die Bürger. Es ist bereits der zweite Lockdown infolge der Corona-Krise.

Am 26. November beschloss das Corona-Kabinett von Hessen eine Verlängerung dieses Teil-Lockdowns. Zugleich wurden schärfere Kontaktbeschränkungen sowie strengere Regeln für große Einkaufszentren beschlossen (TAG24 berichtete). Am 2. Dezember wurde bekannt, dass der Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert wird (TAG24 berichtete).

Weiterhin gilt in ganz Hessen eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. In einigen hessischen Städten gilt zudem eine Maskenpflicht in Schulen. Auch im gesamten Innenstadtbereich in Frankfurt gilt Maskenpflicht.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Ältere Infos für Frankfurt und Hessen im +++ Corona-Ticker-Archiv bis 22. April sowie im Corona-Ticker-Archiv bis 30. Juni +++!

Update, 4. Dezember, 7.20 Uhr: Caritas Frankfurt fertigt Corona-Masken mit Engel-Motiv

Der Caritasverband Frankfurt stellt im Advent Mund-Nase-Masken mit Weihnachtsmotiv her. Die blauen Corona-Masken mit Engelmotiv werden im Rahmen des Projekts "Cariteam" der Caritas unter dem Label "Einzigware" verkauft.

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Die der Adventszeit angepassten Masken werden unter dem Label "Einzigware" verkauft.
Die der Adventszeit angepassten Masken werden unter dem Label "Einzigware" verkauft.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 4. Dezember, 5.50 Uhr: Wesentliche Rechtsfragen des Teil-Lockdowns in Hessen offenbar entschieden

Die Hauptsache-Verfahren am VGH zum Teil-Lockdown in Hessen stehen allerdings noch aus (Symbolbild).
Die Hauptsache-Verfahren am VGH zum Teil-Lockdown in Hessen stehen allerdings noch aus (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Die durch den Teil-Lockdown in Hessen neu ausgelöste Klagewelle am Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) ebbt langsam ab. Zwar seien derzeit noch einige Eilverfahren offen, sagte ein VGH-Sprecher in Kassel: "Die wesentlichen Bereiche wie die Verfahren zur Schließung der Gaststätten, der Fitnessstudios sowie der Kosmetik- und Tattoostudios sind jedoch entschieden."

Allerdings gingen nach wie vor Verfahren ein, zuletzt verstärkt gegen die Quarantäneregelungen. In solchen Rechtsfragen habe der zuständige Senat aber bereits entschieden.

Insgesamt sind laut dem Verwaltungsgerichtshof seit Beginn der Corona-Pandemie rund 140 Corona-Eilverfahren bei dem 8. Senat eingegangen, der für das Infektionsschutzrecht zuständig ist. Hinzu kommen noch wenige Verfahren bei dem für das Gaststättenrecht zuständige 6. Senat – hier ging es um Sperrstundenregelungen wegen der Pandemie. In der Vergangenheit gab es außerdem einige Verfahren am 2. Senat, die sich um Demonstrationen drehten.

Allerdings haben die Kasseler Richter viel Arbeit wegen Covid-19 noch vor sich. Denn bisher handelte es sich nur um Eilverfahren – die eigentlichen Klageverfahren könnten folgen. "Meines Wissens hat es bisher in keinem Fall ein Hauptsache-Verfahren gegeben", sagte der Sprecher. Über 40 solcher Verfahren seien derzeit beim 8. Senat anhängig. "Mit Verhandlungen und/oder Entscheidungen in diesen Verfahren ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen." Wie lange die Abarbeitung dauern werde, sei gegenwärtig nicht einzuschätzen.

Mit dem Beginn des Teil-Lockdowns in Hessen Anfang November war der Verwaltungsgerichtshof wieder in den Fokus gerückt. Denn bei Verfahren zur Überprüfung von Rechtsnormen wie einer Verordnung des Landes ist er direkt zuständig. Die Regionalisierung der Pandemie-Beschränkungen im Sommer hatte dagegen zeitweise für mehr Anträge an den Verwaltungsgerichten gesorgt.

Update, 3. Dezember, 11.42 Uhr: Digitale Sprechstunden des Hessischen Fußball-Verbands

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) bietet in der Corona-Krise digitale Sprechstunden an. Wie der HFV am Donnerstag mitteilte, wolle man mit den Informations- und Beratungsangeboten seinen Mitgliedern unterstützend zur Seite stehen.

Ziel sei es, Herausforderungen, die die Vereine und ihre Vertreter bewegen, zu besprechen und aufgekommene Fragen zu beantworten. Den Anfang wird HFV-Präsident Stefan Reuß am 11. Dezember (18 bis 20 Uhr) machen, hieß es in einer Mitteilung.

Update, 2. Dezember, 19.40 Uhr: Kurzarbeit an hessischen Staatstheatern , Land und Verdi einigen sich

Die Gewerkschaft Verdi hat mit dem Land Hessen einen Tarifvertrag zur möglichen Kurzarbeit in den drei Staatstheatern in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel abgeschlossen. Wie die Gewerkschaft am Mittwoch mitteilte, wird das Nettogehalt im Fall von Kurzarbeit so aufgestockt, dass Beschäftigte weiterhin mit dem Gehalt in bisheriger Höhe rechnen können. Der Tarifvertrag sei am Dienstag in Kraft getreten.

Zudem werden auch betriebsbedingte Kündigungen während der Laufzeit bis 31. Dezember 2021 ausgeschlossen. Auch in Hessen sind Theater wegen der Corona-Krise derzeit geschlossen.

Update, 2. Dezember, 17.05 Uhr: Klinik schließt drei Stationen wegen Corona-Fällen

Nach mehreren Corona-Fällen schließt die Asklepios Klinik in Lich drei Stationen. Wie der Landkreis Gießen am Mittwoch mitteilte, wurden bislang 27 infizierte Personen gemeldet, davon 12 Mitarbeiter und 15 Patienten. Die Infektionskette lasse sich zurückverfolgen auf eine symptomatische Mitarbeiterin.

Positiv getestete Patienten seien isoliert und würden weiter behandelt. Wer bereits entlassen worden sei, sich aber angesteckt habe, befände sich ebenso in häuslicher Quarantäne wie enge Kontaktpersonen.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge 320 Personen auf Infektionen getestet. Einige Ergebnisse stünden noch aus. Solange die Ermittlung weiterer möglicher Kontaktpersonen andauere, würden die betroffenen Stationen keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

Update, 1. Dezember, 18.11 Uhr: Hersfelder Festspiele kündigen neue Spielzeit mit Corona-Konzept an

Mit einem Hygienekonzept und einer europäischen Erstaufführung wollen die Bad Hersfelder Festspiele im kommenden Jahr in die Stiftsruine zurückkehren. Den Auftakt mache eine Bühnenversion des oscarprämierten Hollywoodfilms "Der Club der toten Dichter", die Intendant Joern Hinkel inszeniere, teilten die Festspiele am Dienstag mit. Für die Stiftsruine habe Hinkel mit dem Drehbuchautoren des Films, Tom Schulman, eine eigene Fassung geschrieben. Nach einem coronabedingten Ausfall im laufenden Jahr sollen die nächsten Festspiele vom 25. Juni bis zum 08. August im osthessischen Bad Hersfeld stattfinden. Der Vorverkauf startet am Freitag (4. Dezember).

Für die 70. Spielzeit planen die Macher wegen der unklaren Entwicklung der Pandemie mit Einschränkungen. "Wir bringen weniger Stücke auf die Bühne, als sonst üblich", sagte Hinkel. Die Zuschauertribüne werde angepasst, damit man in der Lage sei, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Die Planung der Spielzeit sei eine besondere Herausforderung, weil niemand sagen könne, welche Schritte im kommenden Sommer nötig seien.

Neben "Der Club der toten Dichter" (ab 25. Juni) soll eine Uraufführung des Musicals "Goethe!" (ab 26. Juni) von Gil Mehmert (Buch und Regie) zu sehen sein, die von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere erzählt. Beide Stücke waren schon für die vergangene ausgefallene Spielzeit vorgesehen. Für Familien hat Intendant Hinkel «Momo» (ab 2. Juli) nach dem Roman von Michael Ende neu auf den Spielplan gesetzt.

"Das Leitmotiv für alle drei Stücke könnte 'Ich habe einen Traum!' lauten", sagte der Intendant. Die Helden der drei Stücke verbinde, dass sie sich nicht mit althergebrachten Strukturen abfinden würden, sondern bereit seien, für eine bessere Welt zu kämpfen.

Der Vorverkauf soll mit weniger als der Hälfte der sonst in einer Vorstellung in der Stiftsruine üblichen 1300 Plätze starten. Sollte sich die Pandemie-Lage bis Ende Juni entspannen, werde man die Reihen auffüllen und mehr Plätze anbieten.

Update, 1. Dezember, 18.09 Uhr: Theater setzen Spielbetrieb wegen Corona-Pandemie bis Ende Januar aus

Die drei hessischen Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden sowie das Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen setzen ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie bis Ende Januar 2021 aus. "Wir haben uns damit gemeinsam auf eine einheitliche Schließzeit verständigt, die über die Frist der derzeit geltenden Verordnung hinausgeht", sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden nach der Vereinbarung mit der Intendanzen der fünf Bühnen.

Für die Theater sei eine solche längerfristige Perspektive unabdingbar, um den künstlerischen Betrieb sinnvoll und wirtschaftlich planen zu können, betonte die Ministerin. Es bleibe weiterhin wichtig, flexibel auf das dynamische Pandemiegeschehen zu reagieren und kurzfristig zu entscheiden, ob Verordnungen angepasst werden müssen. Kulturbetriebe, die einen langen Vorlauf benötigen, stelle das aber vor zu große Herausforderungen.

Der Probenbetrieb soll nach Angaben von Dorn im Ermessen der Intendanzen unter Einhaltung der verbindlichen Hygieneregeln weiterlaufen. Außerdem sei vereinbart worden, Angebote im Bereich des Schultheaters bereits im Laufe des Januars wieder aufzunehmen, sollte das jeweils regionale Infektionsgeschehen das möglich machen.

Update, 1. Dezember, 14.05 Uhr: Ema-Entscheidung zu Biontech-Impfstoff noch im Dezember

Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will noch im Dezember über eine Zulassungsempfehlung für den Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer entscheiden.

Bis spätestens 29. Dezember soll ein Ergebnis der Prüfung vorliegen, teilte die Agentur am Dienstag in Amsterdam mit.

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Update, 1. Dezember, 13 Uhr: Gewerkschaft bekräftigt per Petition Forderung nach Wechselunterricht

Die Lehrergewerkschaft GEW Hessen fordert per Petition ein "praxistaugliches Konzept" für den Schulunterricht unter Pandemie-Bedingungen. Die Vorsitzende Maike Wiedwald überreichte am Dienstag eine Liste mit 12.000 überwiegend digitalen Unterschriften an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) in Wiesbaden. Außer der Vorgabe zum regelmäßigen Lüften sei dem Minister noch nicht viel eingefallen, um die Schulen auf einen Winter in der Corona-Pandemie vorzubereiten, erklärte Wiedmann.

Angesichts der unverändert hohen Infektionszahlen in ganz Hessen müssten die Schulen endlich flächendeckend in das Wechselmodell zwischen Präsenz- und Distanzunterricht übergehen. "Nur mit Abstand in kleineren Gruppen ist es gegenwärtig möglich, das Risiko einer Infektion zu minimieren und gleichzeitig guten Unterricht unter akzeptablen Rahmenbedingungen sicherzustellen", hieß es.

Per Petition fordert die Gewerkschaft auch mehr Vertretungskräfte für die Schulen, die Anschaffung von hochwertigen Lüftungsgeräten sowie der beschleunigte Ausbau der digitalen Infrastruktur. Ein Sprecher des Ministeriums verwies auf ein für diesen Freitag geplantes Gespräch des Ministers mit Lehrerverbänden.

Update, 30. November, 18.07 Uhr: Mehrheit in Hessen will sich gegen Coronavirus impfen lassen

Mehr als die Hälfte der Hessen will sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie die Barmer Ersatzkasse am Montag mitteilte, sind laut einer repräsentativen Umfrage aus dem November 52 Prozent der Befragten impfbereit. 58 Prozent hiervon würden sich am liebsten sofort oder so bald wie möglich impfen lassen.

Elf Prozent aller Befragten gaben demnach hingegen an, sich "sicher nicht" impfen lassen zu wollen.

Sich und das Umfeld zu schützen, steht nach Angaben der Barmer im Fokus der Impfbereiten. 64 Prozent wollen demnach selbst bestmöglich geschützt sein, für 62 Prozent geht es um den Schutz von anderen. Etwa fünf von sechs Hessen sind Auswertungen der Umfrage zufolge der Meinung, dass medizinisches Personal und ältere Menschen mit höherem Risiko, zu erkranken, zuerst geimpft werden sollten.

Für eine Impfpflicht spricht sich die Mehrheit laut Barmer aber nicht aus: 64 Prozent lehnen eine solche Pflicht zur Impfung ab.