Coronavirus im Norden: Inzidenz steigt wieder leicht

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 91.196 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 76.043 Fälle bekannt, in Bremen 32.263 in Mecklenburg-Vorpommern 48.637 und in Niedersachsen 297.465 Covid-19-Fälle (Stand 28. September, 20.20 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 28. September, 20.20 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt minimal

Der Hafen der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt an der Kieler Förde. Im Norden ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gestiegen. (Symbolfoto)
Der Hafen der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt an der Kieler Förde. Im Norden ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gestiegen. (Symbolfoto)  © Axel Heimken/dpa

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen minimal gestiegen. Am Dienstag betrug die Zahl der Neufälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,4 - nach 30,2 am Vortag.

Innerhalb eines Tages wurden 215 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten der Landesbehörden vom Montagabend hervorgeht. Tags zuvor waren es 86 neue Fälle gewesen.

In den Krankenhäusern lagen 45 Covid-19-Patienten und -Patientinnen. Das waren 17 Menschen weniger als am Montag. Die Zahl der Covid-Kranken auf den Intensivstationen liegt bei 16 - ein Fall weniger als am Vortag. Es wurden dort 12 Patienten beatmet. Rund 72.500 Menschen gelten im Bundesland als genesen.

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Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie liegt unverändert bei 1685.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin Neumünster mit einem Wert von 50,1. Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 7,2.

Update, 28. September, 17.56 Uhr: Inzidenz in MV steigt weiter - neue Regelungen in zwei Kreisen

Rostock - Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag berichtete, legte die Inzidenz um 4,4 auf 39 zu. Aus dem ganzen Land wurden 196 neue Infektionsfälle gemeldet - nach 117 in der Vorwoche.

32 (+1) Menschen mussten am Dienstag in den Krankenhäusern behandelt werden - 16 davon auf Intensivstationen. In Vorpommern-Greifwald lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 60,7 am höchsten, im Kreis Mecklenburgische Seenplatte mit 16,3 am niedrigsten.

Die Stufenkarte der 7-Tage-Inzidenz für Hospitalisierungen ist einheitlich Grün gefärbt. Der landesweite Wert, ein maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, liegt bei 0,7. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 1199. Insgesamt 48.637 Menschen sind den Angaben zufolge bislang mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert worden.

Ob in einem Landkreis weitere Corona-Regelungen in Kraft treten, entscheidet sich jedoch nicht allein aufgrund der Hospitalisierungs-Inzidenz. Das Lagus gibt diesbezüglich eine weitere Karte heraus, die mehr Kriterien berücksichtigt. Der Kreis Rostock und der Kreis Vorpommern-Greifswald werden hier den dritten Tag in Folge Gelb eingefärbt - daher treten neue Beschränkungen in Kraft.

Ab Mittwoch gilt dort eine Maskenpflicht in Kinderhorten und Schulen. Am Folgetag tritt dann eine weiterführende Testpflicht für die Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kultur- und Sporteinrichtungen in Kraft. Zutritt zu Diskotheken und anderen Tanzveranstaltungen darf demnach nur nach Vorlage eines negativen PCR-Tests gestattet werden.

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 65,5 Prozent der Einwohner des Landes. 62,5 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Impfschutz.

Update, 28. September, 16 Uhr: Mobile Impfteams sollen auch bei Pflegekräften fürs Impfen werben

Hannover - In der Debatte um eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Lehr- und Pflegekräfte setzt das Land Niedersachsen weiter auf Freiwilligkeit. Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung zeigte sich zuversichtlich, Menschen ohne Impfung weiterhin durch Aufklärung und im persönlichen Kontakt überzeugen zu können.

Die mobilen Impfteams, die ab Oktober in Alten- und Pflegeheimen mit Auffrischungsimpfungen starten, sollten deshalb auch bei den Pflegekräften nochmals fürs Impfen werben, sagte sie am Dienstag in Hannover.

In Niedersachsen liegt die Impfquote bei den Pflegekräften in den Krankenhäusern und der ambulanten Pflege nach Angaben der Landesregierung bei über 80 Prozent, in der stationären Pflege darunter.

"Generell zu sagen, die Impfquote in der Pflege ist zu niedrig, trifft so nicht zu", sagte Schröder. Man müsse diese Gruppe differenziert betrachten. Bei den Lehrkräften und Erziehern seien die Quoten sehr hoch.

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hatte am Dienstag erneut eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht.

"Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken", sagte Fischbach der Neuen Osnabrücker Zeitung.

In Niedersachsen haben nach Angaben der Landesregierung mittlerweile 81,3 Prozent der Erwachsenen ab 18 Jahren eine Erstimpfung erhalten - 77,0 Prozent in dieser Gruppe seien vollständig geimpft. Bei den 12- bis 17-Jährigen gebe es einen enormen Zuspruch: Knapp die Hälfte dieser Altersgruppe sei bereits einfach geimpft (48,4 Prozent), 39,9 Prozent vollständig.

Insgesamt liegt die Quote derzeit bei 70,5 Prozent (Erstimpfungen) beziehungsweise 66,4 Prozent (Zweitimpfungen). Die Impfbereitschaft im Land sei "grundsätzlich hoch", sagte Schröder.

Update, 28. September, 13.55 Uhr: Ab Mittwoch Maskenpflicht in Schulen im Landkreis Rostock

Güstrow - In den Schulen im Landkreis Rostock gilt von Mittwoch an wieder Maskenpflicht. Auch in Horten müssen Beschäftigte und Kinder in Innenräumen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Hintergrund dieser Verfügung ist die risikogewichtete Stufenkarte der Corona-Ampel, die den dritten Tag in Folge auf Gelb steht, wie der Landkreis am Dienstag mitteilte.

Zusätzlich müssten in vielen weiteren Betrieben aktuelle Schnell- oder PCR-Test-Ergebnisse vorgelegt werden, um deren Dienstleistungen nutzen zu können. Von der Regelung seien vollständig geimpfte und als genesen geltende Personen sowie Kinder unter sieben Jahren ausgenommen.

Die erweiterten Testpflichten gelten beispielsweise für Fahrschulen, Friseure und Kosmetik- oder Nagelstudios, in Fitnessstudios, aber auch im Kulturbereich wie Kinos oder Theatern. Besucher von Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen müssen ebenfalls die Tests beziehungsweise Zertifikate vorlegen.

Die Regelungen gelten so lange, bis der Landkreis Rostock wieder gemäß der Corona-Ampel an fünf aufeinander folgenden Tagen der Stufe 1 (grün), zugeordnet ist.

Update, 28. September, 12.47 Uhr: Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern gesunken

Hannover - Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern ist weiter gesunken.

Der sogenannte Hospitalisierungswert lag am Dienstag bei 2,8 - nach 2,9 am Montag und 3,0 am Sonntag. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner kamen in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik.

Auch das Corona-Infektionsgeschehen schwächte sich weiter ab: Für Dienstag gab das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen von 45,2 an. Am Montag waren es 46,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gewesen.

Auf den Intensivstationen waren am Dienstag 4,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 4,7 Prozent).

Update, 28. September, 12.42 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf fast 65

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Dienstag gestiegen. Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 61,4 auf 64,9. Vor einer Woche hatte der Wert 63,0 betragen.

Am Dienstag kamen 223 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 111 mehr als am Montag und 66 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 91.196 Menschen in Hamburg mit dem Coronavirus infiziert; 85.100 von ihnen gelten als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden mit Stand Montag 111 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Freitag. Auf den Intensivstationen lagen 44 Corona-Kranke, zwei weniger als am Freitag. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, beträgt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert 1721.

Bis einschließlich Montag wurden 1.322.461 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,4 Prozent der Bevölkerung. 1.257.295 Menschen beziehungsweise 67,9 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

5703 Impfungen wurden am Montag in Hamburg verabreicht. Seit Ende August hat sich das Impftempo deutlich verlangsamt.

Update, 28. September, 6.53 Uhr: Das ändert sich bei Schnelltests

Hamburg - Hamburg gibt einen Einblick, was sich ab dem 11. Oktober ändert. Ab dann gibt es keine kostenlosen Corona-Schnelltests mehr für alle Bürger.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Höhere Hürden für Corona-Schnelltests in Hamburg".

Update, 27. September, 21 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt minimal

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut gesunken - jedoch nur minimal. Am Montag betrug die Zahl der Neufälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,2 - nach 30,3 am Vortag.

Innerhalb eines Tages wurden 86 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten der Landesbehörden vom Montagabend (Stand: 18.55 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 38 neue Fälle gewesen.

In den Krankenhäusern lagen 62 Covid-19-Patienten und -Patientinnen. Das waren sechs Menschen weniger als am Sonntag. Die Zahl der Covid-Kranken auf den Intensivstationen blieb unverändert bei 17. Es wurden dort 12 Patienten beatmet. Rund 72 300 Menschen gelten im Bundesland als genesen.

Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg erneut um einen Fall - sie liegt nun bei 1685.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist demnach weiterhin Neumünster mit einem Wert von 66,3. Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 8,4.

Update, 27. September, 17.23 Uhr: Corona-Inzidenz in MV leicht gestiegen - 31 neue Fälle

Rostock – Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist zum Wochenauftakt wieder leicht gestiegen.

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag berichtete, legte die Inzidenz um 0,6 auf nunmehr 34,6 zu. Am Montag vergangener Woche lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, bei 31,5. Aus dem ganzen Land wurden 31 neue Infektionsfälle gemeldet, nach 19 am vergangenen Montag.

31 Menschen mussten am Montag in den Krankenhäusern behandelt werden, 16 davon auf Intensivstationen. In Vorpommern-Greifwald lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 59,0 am höchsten, im Kreis Mecklenburgische Seenplatte mit 16,3 am niedrigsten.

Die Stufenkarte der 7-Tage-Inzidenz für Hospitalisierungen ist einheitlich grün gefärbt. Der landesweite Wert, ein maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, liegt bei 0,4. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 1199. Insgesamt 48.442 Menschen sind den Angaben zufolge bislang mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert worden.

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 65,4 Prozent der Einwohner des Landes. 62,4 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Impfschutz.

Update, 27. September, 12.39 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt leicht auf 61,4

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Montag leicht gestiegen. Die Zahl der Fälle pro 100000 Einwohner binnen einer Woche erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 60,4 auf 61,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 64,7 betragen.

Am Montag kamen 112 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 17 weniger als am Sonntag und 20 mehr als am Montag vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.973 Menschen in Hamburg mit dem Coronavirus infiziert, 85.000 von ihnen gelten als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Montagvormittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 40 Covid-19-Patienten behandelt (Stand 10.19 Uhr). Die Gesamtzahl der Corona-Kranken in den Kliniken hatte die Gesundheitsbehörde zuletzt am Freitag mit 110 angegeben, die der Intensivpatienten mit 46. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um zwei auf 1721.

Bis einschließlich Sonntag wurden 1.319.308 Hamburgerinnen und
Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,2 Prozent der Bevölkerung. 1.253.157 Menschen (67,6 Prozent) sind vollständig geimpft.

1138 Impfungen wurden am Sonntag in Hamburg verabreicht. Das ist die drittniedrigste Tageszahl seit Januar.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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