Coronavirus im Norden: Niedersachsen schickt Millionen Masken an den Bund zurück

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 76.885 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.435 Fälle bekannt, in Bremen 27.174 in Mecklenburg-Vorpommern 44.065 und in Niedersachsen 259.431 Covid-19-Fälle (Stand 13. Juni, 13.17 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 13. Juni, 13.17 Uhr: Sieben Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 15,1

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat sich am Sonntag nach Angaben der Gesundheitsbehörde um sieben Fälle erhöht.

Das sind 14 weniger als am Sonntag vor einer Woche und 42 weniger als am Samstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank von 15,8 auf 15,1. Vor einer Woche hatte der Wert 20,4 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag für Hamburg mit 15 an.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) blieb die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen bei 1580. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 76.885 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.100 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 56 Covid-19-Patienten behandelt, davon 30 auf Intensivstationen.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Coronavirus Geimpften bezifferte die Sozialbehörde mit Stand Freitag auf 834.237. Als vollständig geimpft gelten inzwischen 453.001 Hamburger.

Update, 13. Juni, 12.05 Uhr: Räumung: Hygiene-Konzept in Club nicht eingehalten

Melle - In Melle im Landkreis Osnabrück ist eine Diskothek geräumt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, herrschte zwar regulärer Disko-Betrieb, doch wurde das Hygiene-Konzept zur Eindämmung des Coronavirus nicht umgesetzt.

Bei der großangelegten Kontrollaktion seien vor Ort etwa 670 Menschen gezählt worden. Weil die Maßnahmen nicht beachtet worden seien, sei die Veranstaltung geräumt worden.

"Das ist nicht normal abgelaufen", sagte ein Polizeisprecher am. Demnach kam es zu Schubsereien, Beleidigungen und Fällen von leichter Körperverletzung.

Update, 13. Juni, 12 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Niedersachsen unter zehn

Hannover - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Sonntag unter die Marke von zehn gesunken. Nach Daten des Robert Koch-Instituts wurden 9,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert.

Am Samstag lag der landesweite Wert noch bei 10,4. Außerdem meldete das Robert Koch-Institut 87 Neuinfektionen, die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 5699.

Den landesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert meldete erneut die Stadt Delmenhorst, der Wert stieg von 37,4 auf 40,0. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte lagen unter der Schwelle von 35. Am niedrigsten lag der Wert im Landkreis Wesermarsch mit einer Inzidenz von Null, der Landkreis Celle kam wie der Landkreis Rotenburg (Wümme) auf 0,6.

Im kleinsten Bundesland Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 15,4 nach 16,6 am Vortag. Dort wurden elf Neuinfektionen gezählt, weitere Todesfälle gab es nicht.

Update, 13. Juni, 9.03 Uhr: Große öffentliche Impfaktion bei MV Werften in Wismar

Wismar - Die Schiffbaugruppe MV Werften hat für Sonntag (8 Uhr) zu einer Impfaktion auf ihrer Werft in Wismar eingeladen. Jeder Bürger konnte sich auf einem Internetportal für einen Termin anmelden.

Die Terminliste war rasch belegt, es wurde eine Nachrückliste angelegt. Den Angaben zufolge hat der Wismarer HNO-Arzt Michael Salz knapp 1900 Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson bestellen können und war auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um in kurzer Zeit möglichst viele Impfungen vorzunehmen.

Daraufhin habe sich MV Werften bereit erklärt und funktionierte für diesen Tag die Betriebskantine um. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Impfung notwendig.

Aus Hygienegründen werde es beim Wegekonzept ein Einbahnstraßensystem auf der Werft geben. Der Weg ist allerdings so angelegt, dass ein kurzer Blick in die Dockhalle und damit auf das "Global"-Schiff möglich ist.

Das riesige Kreuzfahrtschiff "Global 1" soll im kommenden Jahr ausgeliefert werden.

Update, 13. Juni, 7.17 Uhr: Corona-Krise drückt Durchschnittsverdienst in vielen Branchen

Hannover - Die Corona-Pandemie hat sich deutlich auf die Verdienste in vielen Branchen in Niedersachsen ausgewirkt. Insbesondere im Gastgewerbe verdienten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2020 deutlich weniger als ein Jahr zuvor, wie aus dem jüngsten Monatsheft des Landesamts für Statistik Niedersachsen (LSN) hervorgeht.

Es gebe aber auch Wirtschaftszweige mit steigenden Verdiensten, schreiben die Statistiker und nennen das Gesundheits-und Sozialwesen als Beispiel.

"Durch den vermehrten Einsatz von Kurzarbeit im Jahr 2020 ging die bezahlte Wochenarbeitszeit zurück, und somit reduzierten sich auch die Bruttomonatsverdienste", schreibt das Landesamt. Betroffen seien vor allem die Branchen, stark von der Pandemie beeinflusst seien.

In der Beherbergung und Gastronomie sank der Verdienst nach den LSN-Zahlen um 18,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung von der Bundesagentur für Arbeit, die nicht in den ausgewiesenen Bruttoverdiensten enthalten ist.

Das Plus im Gesundheits- und Sozialwesen betrug laut Statistikamt 4,1 Prozent. Effekte der Kurzarbeit seien aber auch bei der Entwicklung der Wochenarbeitszeit ersichtlich.

Nach den Daten verringerte sich die bezahlte Wochenarbeitszeit bei den vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 2020 im Durchschnitt um 2,9 Prozent.

Update, 13. Juni, 7.11 Uhr: Mehr als 730 Millionen Euro Corona-Hilfen bisher 2021 im Norden

Kiel - Von Januar bis Mai sind in Schleswig-Holstein mehr als 730 Millionen Euro Corona-Hilfen ausgezahlt worden. Darunter waren 136 Millionen Euro November- und 196 Millionen Euro Dezemberhilfen, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (59, FDP) und der Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, mitteilten.

Weiter seien 34 Millionen Euro Überbrückungshilfe II und 261 Millionen Euro Überbrückungshilfe III ausgezahlt worden. Bei der Neustarthilfe lag der Betrag bis Ende Mai bei 34 Millionen Euro.

Aus weiteren Programmen wie den KfW-Corona-Hilfen und mehreren Landesprogrammen flossen den Angaben zufolge in den ersten fünf Monaten des Jahres in Schleswig-Holstein 71 Millionen Euro. "Bei der Auszahlung der Corona-Hilfen haben wir noch mal deutlich zugelegt. Mehr als 90 Prozent der Anträge sind über alle Programme hinweg inzwischen ausgezahlt", sagte Buchholz.

Die Antragsfrist für mehrere Corona-Hilfsprogramme wurde nach Buchholz' Angaben verlängert und die Förderbedingungen im Sinne von Unternehmen und Selbstständigen stellenweise angepasst. So könne die Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" für den Förderzeitraum bis zum 30. September 2021 beantragt werden.

Neu sei unter anderem ein Zuschuss zu den Personalkosten, wenn Unternehmen Kurzarbeit beenden oder Personal neu einstellen. Auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige und die Härtefallhilfen werden bis Ende September verlängert.

Update, 12. Juni, 20.54 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt unter zehn

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt in Schleswig-Holstein bei 9,2. Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel vom Samstag hervor.

Am Vortag hatte der Wert bei 9,5 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei 18,3.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 33 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 38 gewesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt weiter 1613.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge weiterhin bei 46. 20 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, 18 von ihnen beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Stormarn (20,5) und Pinneberg (19,0). Am niedrigsten sind die Zahlen in Neumünster, Flensburg und Plön.

Update, 12. Juni, 18.38 Uhr: 10 neue Corona-Fälle - Inzidenz sinkt auf 4,9

Rostock – Die Corona-Situation in Mecklenburg-Vorpommern bleibt entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Samstag auf 4,9. Am Freitag hatte sie noch bei 5,3 gelegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete 10 nachgewiesene Neuinfektionen. Die Zahl der Toten blieb bei 1145.

In den Regionen reicht die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 1,0 in Schwerin bis 10,4 im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten stieg auf 44 065. Als genesen gelten 42.594 Menschen. 43 Corona-Patienten wurden in Kliniken behandelt, einer weniger als am Vortag. 17 Patienten davon lagen auf Intensivstationen.

Bisher hat es dem Amt zufolge 1,21 Millionen Corona-Impfungen in MV gegeben. 49,4 Prozent der Menschen haben mindestens eine Impfung bekommen, 27,7 Prozent haben den vollen Impfschutz.

Update, 12. Juni, 14.10 Uhr: Niedersachsen schickt 17 Millionen Masken an den Bund zurück

Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben. (Symbolfoto)
Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Hannover - Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben.

Dabei handelt es sich um 12 Millionen OP-Masken und fünf Millionen FFP2-Masken, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Samstag. Am Freitag war in einem NDR-Bericht zunächst von vier Millionen Masken die Rede gewesen.

"Der Grund für die Rückgabe ist die fehlerhafte Dokumentation", sagte der Sprecher. Das Land habe die Dokumentation und die Prüfunterlagen zu den Masken kontrolliert. Zum Teil passten die Masken auch nicht zu den Angaben auf den Kartons.

Einige Masken hätten auch sichtbare Mängel gezeigt. Technisch seien die Masken nicht überprüft worden. Zuvor hatten die Hannoversche Allgemeine Zeitung und der NDR berichtet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil er angeblich Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose verteilen lassen wollte. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Update, 12. Juni, 13.04 Uhr: 49 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 15,8

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat sich am Samstag nach Angaben der Gesundheitsbehörde um 49 Fälle erhöht. Das sind 24 weniger als am Samstag vor einer Woche und 16 mehr als am Freitag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 17,1 auf 15,8. Vor einer Woche hatte der Wert 21,5 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag für Hamburg mit 14 an.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um eins auf 1580.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 76.878 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.000 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 56 Covid-19-Patienten behandelt, davon 30 auf Intensivstationen.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Coronavirus Geimpften bezifferte die Sozialbehörde mit Stand Freitag auf 834.237. Das seien 7387 mehr als am Vortag. Als vollständig geimpft gelten inzwischen 453.001 Hamburgerinnen und Hamburger.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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